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Bonner SC tanzt Eintracht Völlen schwindlig - 3:1 und ein Abend voller Emotionen

Ein lauer Februarabend, Flutlicht über dem Sportpark Nord und 35.622 Zuschauer, die ahnten: Da könnte heute etwas gehen. Und wie es ging. Der Bonner SC besiegte Eintracht Völlen am 32. Spieltag der 1. Liga Deutschland verdient mit 3:1 (2:0) - ein Spiel, das alles hatte: Tempo, Tore, Gelbe Karten und eine Prise Drama.

Von Beginn an war klar, dass die Bonner an diesem Abend keine Kompromisse machen würden. Trainer Lukas Teuber hatte seine Mannschaft offensiv eingestellt, mit aggressivem Pressing und einer Spielfreude, die selbst den skeptischsten Fan in der Bratwurstschlange kurz hustend aufblicken ließ. Bereits in der 2. Minute prüfte Esteban Makukula den Völlener Torhüter Karsten Lange - ein Warnschuss, der sinnbildlich für das Kommende stand.

Das 1:0 fiel dann in der 15. Minute - und es war eines jener Tore, die Innenverteidiger nur einmal im Leben schießen. Daniele Simeri Crichi, sonst eher für rustikale Klärungsaktionen zuständig, stand nach einem Eckball goldrichtig und wuchtete den Ball ins Netz. "Ich wollte eigentlich nur den Kopf reinhalten", lachte der Italiener später, "aber dann war plötzlich der Ball drin und ich wusste gar nicht, wohin mit den Händen." Makukula, der die Vorlage gab, wurde von seinen Kollegen gefeiert, als habe er gerade den Nobelpreis für Pädagogik gewonnen.

Völlen wirkte nach dem Rückstand irritiert - nicht panisch, aber ungefähr so inspiriert wie ein Navigationsgerät im Tunnel. Die Gäste hatten zwar mit 51 Prozent leicht mehr Ballbesitz, doch ihre Kurzpasskette endete meist an Bonns robustem Mittelfeldriegel. Dazu sammelten sie fleißig Gelbe Karten: Guillermo Mingo in der 8., Joris Manser in der 17. und Sergio Domingos in der 30. Minute - man hätte fast meinen können, sie wollten einen Satz gelber Trikots komplettieren.

Kurz vor der Pause setzte Bonns Youngster Arvid Bjerregaard das zweite Highlight. Nach einem Bilderbuch-Angriff über die rechte Seite flankte Ignacio Barbosa präzise, und Bjerregaard köpfte in der 43. Minute zum 2:0 ein. "Ich hab’ einfach die Augen zugemacht", grinste der 21-Jährige nach dem Abpfiff. "Wenn ich nachdenke, geht’s meistens schief." Trainer Teuber lobte trocken: "Er hat das gemacht, was Stürmer tun sollen - den Ball rein."

Ein Wermutstropfen: Noch vor der Pause verletzte sich Antonio Gutierrez am Knöchel. "Er wollte weiterspielen, aber der Knöchel sah aus wie ein Ballon", erklärte der Coach. Arvid Bjerregaard kam zurück aufs Feld, als wäre er nie weg gewesen.

Nach der Pause versuchte Völlen, Struktur in sein Spiel zu bringen. Trainer Dennis Hees brachte gleich drei frische Kräfte - doch es half wenig. Bonn blieb giftig, wenn auch kurzzeitig unkonzentriert. Damian Pinto sah in der 57. Minute Gelb, was ihn eher anstachelte als bremste.

In der 65. Minute fiel dann die Vorentscheidung: Pascal Grenier, der über rechts unermüdlich ackerte, zirkelte den Ball nach Vorlage von Pinto ins lange Eck - 3:0. Das Stadion tobte, die Fans sangen (und tanzten ein wenig), während Grenier mit ausgestreckten Armen über den Rasen glitt. "Ich hab’ schon in der Kabine gespürt, dass heute was geht", sagte der Torschütze später mit einem Augenzwinkern.

Eintracht Völlen kam noch einmal kurz zurück: In der 70. Minute traf Jorge Bertran nach schöner Vorarbeit von Joris Manser zum 3:1. Hoffnung keimte auf, aber sie verglühte rasch wie ein Streichholz im Wind. Bonn verwaltete clever, spielte mit Herz und gelegentlichem Übermut - was die Zuschauer mit rhythmischem Klatschen und ironischen "Olé"-Rufen honorierten.

Am Ende standen 12:8 Torschüsse für Bonn, eine Zweikampfquote von 52,5 Prozent und ein Ergebnis, das deutlicher wirkte, als es die Statistik vermuten ließ. "Wir haben heute einfach mehr Biss gezeigt", bilanzierte Teuber zufrieden. Sein Gegenüber Hees sah es ähnlich, nur weniger erfreut: "Wenn du drei Gelbe in 30 Minuten kriegst, brauchst du dich nicht wundern. Wir haben uns selbst geschlagen."

So feierte der Bonner SC einen verdienten Heimsieg, der ihn in der Tabelle wieder nach oben klettern lässt - und vielleicht auch ein bisschen in die Herzen der Zuschauer, die nach Schlusspfiff noch minutenlang auf den Rängen blieben. "Das war Fußball, wie man ihn sehen will", sagte ein älterer Fan im Schal, "mit Schweiß, Herz und einem Schuss Wahnsinn."

Und wer weiß - vielleicht war dieser Abend in Bonn der Beginn einer jener Geschichten, die man in ein paar Jahren mit einem Glas Kölsch in der Hand erzählt: "Weißt du noch, damals gegen Völlen…?"

02.04.643990 04:02
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Der österreichische Fußball ist sukzessive in eine schwierige Situation geschlittert, weil sehr viele durchschnittliche Ausländer gekauft worden sind. Da fahren Vereinspräsidenten an den Plattensee auf Urlaub und bringen sich dann vier Kellner mit.
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