El Peruano
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Academia Lima siegt souverän in Chiclayo - Aurich ohne Durchschlagskraft

Chiclayo, 8. Mai 2026 - 20.000 Zuschauer im Estadio Elías Aguirre sahen einen jener Abende, an denen Fußball eine klare Sprache spricht: 0:2 stand es am Ende zwischen CF Jose Aurich und den Gästen von Academia Lima - und das Ergebnis war so verdient wie eindeutig. Lima spielte, Aurich lief hinterher. Und Trainer Olli Kahn grinste nach Abpfiff breit wie selten: "Wir wollten früh zeigen, dass wir hier die Hosen anhaben. Hat ja ganz gut geklappt."

Schon nach acht Minuten war der Plan der Gäste sichtbar: ein Eckball, ein wuchtiger Kopfball, ein Tor - und das von einem Innenverteidiger! Andre Seidel, sonst eher für das Grobe zuständig, stieg höher als alle anderen und nickte die Flanke von Matteo Pedivigliano unhaltbar ins Netz. "Ich hab einfach mal die Stirn hingehalten", lachte Seidel später, "wenn’s läuft, läuft’s."

Ab da dominierte Lima das Geschehen. 16 Torschüsse insgesamt, während die Hausherren gerade einmal vier verzeichnen konnten. Ballbesitz? 53 zu 47 Prozent zugunsten der Gäste. Und es fühlte sich nach deutlich mehr an. CF Jose Aurich startete zwar mutig und in offensiver Grundordnung, doch was hilft’s, wenn man zwar läuft, aber nicht trifft?

Trainer von Aurich - sichtbar genervt - brüllte nach einer halben Stunde: "Spielt doch mal durch die Mitte!" Doch seine Elf fand selten den Weg in den Strafraum. Wenn doch, dann war Limas Keeper Luis Enriquez zur Stelle - oder ein Abwehrbein im Weg.

Kurz vor der Pause hätte Pieter Tilleman alles klar machen können, doch zweimal scheiterte der flinke Linksaußen an Torwart Ramon Juanez. "Der Typ hat Reflexe wie eine Katze auf Espresso", murmelte Tilleman kopfschüttelnd beim Gang in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig. Aurich lief, Lima kombinierte. In der 58. Minute fiel das logische 0:2: Rechtsverteidiger Manuel de Gogorza flankte butterweich auf den eingewechselten Iban Quixano - der 21-Jährige stand goldrichtig und köpfte aus kurzer Distanz ein. Eiskalt, schnörkellos, schön.

Quixano grinste nach dem Spiel: "Normalerweise komm ich später rein, um Zeit zu schinden. Heute durfte ich sogar treffen - das ist fast schon Luxus."

Auch danach blieb Academia Lima tonangebend. Es folgten noch einige gelbe Karten - vier insgesamt, drei davon für die Gäste, was Kahns Laune nur kurz trübte. "Ja, ein bisschen übermotiviert vielleicht", gab er zu, "aber lieber so als schläfrig."

Bei Aurich dagegen machte sich Frust breit. Abwehrchef David Albers sah in der 84. Minute Gelb, nachdem er Quixano robust - nennen wir es "leidenschaftlich" - vom Ball trennte. Der 37-Jährige knurrte danach: "Junge, der hat Beine wie Gummi. Ich dachte, ich hätte ihn!"

Ein letzter Versuch in der 82. Minute - ein Distanzschuss von Torsten Carlsen - zischte knapp am Pfosten vorbei. Das Publikum wollte jubeln, bekam aber nur ein kollektives "Aaah!" zustande. Danach war klar: Das wird heute nichts mehr.

Statistisch war’s ein Klassenunterschied: 16:4 Torschüsse, mehr gewonnene Zweikämpfe, mehr Struktur. CF Jose Aurich blieb bemüht, aber ideenlos. Die Gäste spielten es routiniert herunter, ohne großes Risiko, aber mit viel Kontrolle.

Olli Kahn fasste es nach Abpfiff in gewohnt markiger Art zusammen: "Wir haben als Team funktioniert, von hinten bis vorne. Wenn wir jetzt noch ein bisschen weniger Karten sammeln, kann’s was werden mit der Meisterschaft."

Sein Gegenüber sah das naturgemäß anders: "Wir haben uns nicht versteckt", erklärte Aurichs Coach, "aber wenn du nach acht Minuten hinten liegst, musst du eben zeigen, dass du mehr willst. Heute hatten wir einfach keinen Plan B."

Vielleicht war’s die Hitze, vielleicht die Nerven - vielleicht auch schlicht die bessere Mannschaft auf der anderen Seite.

Zum Schluss applaudierten die Fans trotzdem den Heimspielern, während die Gäste in die Nacht von Chiclayo verschwanden - zufrieden, abgeklärt, mit drei Punkten im Gepäck.

Und irgendwo in der Kabine soll man Olli Kahn noch gehört haben, mit einem Grinsen: "Schön, wenn der Ball das macht, was man will."

Ein Satz, der an diesem Abend nur für eines der beiden Teams galt.

12.12.643999 21:32
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Wir hatten viele Verletzte, aber das soll den Sieg der Freiburger in keinster Weise schmeicheln.
Andreas Brehme
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