Diarios de Futbol
+++ Sportzeitung für internationale Wettbewerbe +++

Alacranes Durango zieht mit giftigem Biss ins Viertelfinale ein

Durango - 53.863 Zuschauer sahen im ausverkauften Estadio Escorpión ein Achtelfinale-Rückspiel, das man getrost als Nervenschlacht mit südamerikanischem Flair bezeichnen darf. Am Ende triumphierten die Alacranes Durango mit 2:1 über Academia Lima - und das mit einer Mischung aus Leidenschaft, Glück und, wie Trainer Manni Kaltz später lachend sagte, "einer Prise Wahnsinn".

Die ersten 45 Minuten boten eher gepflegte Langeweile als gepflegten Fußball. Lima hatte mit 52 Prozent Ballbesitz zwar mehr vom Spiel, doch gefährlicher war das nicht. Zwei Gelbe Karten für Durango - Albert Ohlsson (28.) und Raul Futre (39.) - waren die einzigen Farbtupfer in einem Halbzeitbild, das sonst aus Fehlpässen und verzweifelten Fernschüssen bestand. "Ich dachte, wir spielen Schach", knurrte Kaltz zur Pause Richtung seiner Bank.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild schlagartig. Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, explodierte Durango. In der 49. Minute rauschte Eduardo Pauleta über die linke Seite heran, zog nach innen und hämmerte den Ball nach Vorlage von Veselin Durisic ins rechte Kreuzeck. 1:0 - und das Stadion bebte. Pauleta rannte jubelnd zur Eckfahne, stolperte über ein Fernseh-Kabel und grinste später: "Ich wollte einfach nur fliegen - hat fast geklappt."

Doch wer glaubte, Academia Lima würde sich ergeben, irrte. Nur fünf Minuten später schlug Matteo Pedivigliano zurück. Nach feiner Vorarbeit von Ivan Anicic zirkelte er den Ball aus 18 Metern unhaltbar ins Netz. Der Jubel der mitgereisten Peruaner hallte noch nach, als Olli Kahn, der Coach der Gäste, an der Seitenlinie brüllte: "Jetzt zeigen wir ihnen, was Ballbesitz wirklich bedeutet!"

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Durango blieb offensiv, Lima technisch versiert - und beide vergaßen gelegentlich, dass es auch Verteidiger gibt. Zehn Torschüsse für die Gastgeber, neun für die Gäste - ein statistisches Patt, das in seiner Dramatik kaum gerecht wiederzugeben ist.

Der entscheidende Moment kam in der 78. Minute. Der eingewechselte Nelio Salinas, der in der Pause für Futre gekommen war, setzte auf der rechten Außenbahn zu einem beherzten Sprint an. Seine Flanke fand Esteban Bertran, der mit perfektem Timing und einem Kopfball wie aus dem Lehrbuch das 2:1 markierte. "Ich hab nur die Augen zugemacht", gab Bertran später zu, "und gehofft, dass der Ball mich findet." Er tat es - und Durango war wieder vorn.

Die letzten Minuten wurden zum Nervenspiel. Kaltz brüllte, Kahn tobte, die Linienrichter schwitzten. Lima warf alles nach vorne, wechselte in der 74. Minute den jungen Javier Sa Pint ein, der prompt mit zwei beherzten Vorstößen auffiel - aber auch zeigte, warum Erfahrung manchmal Gold wert ist: In der 89. Minute verzog er freistehend über das Tor. "Ich wollte den Keeper tunneln", murmelte er hinterher, "aber der Ball wollte wohl lieber auf die Tribüne."

Durango rettete die Führung über die Zeit. Torhüter Vincent Antolin, der bis dahin vor allem als lautstarker Dirigent seiner Abwehr aufgefallen war, entschärfte in der Nachspielzeit noch einen gefährlichen Schuss von Christiano Meireles. Danach war Schluss - und das Stadion explodierte in grün-schwarzer Euphorie.

Trainer Kaltz, sichtlich erleichtert, fasste das Geschehen gewohnt trocken zusammen: "Wir haben’s spannend gemacht, weil langweilig kann ja jeder." Olli Kahn dagegen war weniger amüsiert: "Wir haben gut gespielt, aber Fußball ist kein Schönheitswettbewerb. Wenn einer zweimal trifft, hat er eben recht."

Am Ende bleibt ein Spiel, das alles hatte: Kampf, Emotion, zwei wunderschöne Tore und ein Publikum, das sich noch lange an diesen Abend erinnern wird. Die Alacranes beißen weiter - und wer ihnen im Viertelfinale begegnet, sollte besser dicke Stiefel tragen.

Oder, wie es ein Durango-Fan beim Verlassen des Stadions formulierte: "Wir sind vielleicht keine Künstler, aber wenn wir stechen, dann richtig."

14.03.644000 04:58
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Das hätte in der Türkei passieren dürfen, aber nicht in der zivilisierten Welt.
Toni Schumacher zum Flutlichtausfall während seines Abschiedsspiels in Köln
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager