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Atletic Barcelona zerlegt Lugo CF - Celine tanzt, Prado verzweifelt

Es gibt Spiele, die schon nach wenigen Minuten entschieden sind. Das Duell zwischen Lugo CF und Atletic Barcelona am 6. Spieltag der 1. Liga Spanien gehörte genau zu dieser Sorte. 26.528 Zuschauer im Estadio Anxo Carro sahen eine erste Halbzeit, die man in Lugo nur mit zusammengebissenen Zähnen ertragen konnte. Nach 38 Minuten stand es 0:3 - und das in einem Heimspiel. Am Ende hieß es 2:5. Und ehrlich gesagt: Das war noch schmeichelhaft.

Franck Celine, der Mann mit der linken Klebe und dem Charme eines Pariser Künstlers, eröffnete das Torfestival nach exakt einer Minute. Kaum hatte der Stadionsprecher die Aufstellungen zu Ende gelesen, zappelte der Ball schon im Netz. Pol del Rio hatte den Ball von rechts butterweich serviert, Celine brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten. "Ich dachte, das war noch das Aufwärmen", grinste Barcelonas Stürmer später.

Lugo-Trainer Jordè Prado stand da, die Hände in den Taschen, und murmelte etwas, das nicht druckreif war. Seine Mannschaft wollte eigentlich "balanciert" auftreten, doch das sah eher nach kollektivem Mittagsschlaf aus. Die Gäste spielten dagegen so, als hätten sie den Turbo im Blut. In der 24. Minute erhöhte Rafael Vico nach Vorarbeit von Luke Kinsella auf 0:2. Wieder über den rechten Flügel, wieder ohne große Gegenwehr.

Spätestens beim 0:3 durch Celine in der 38. Minute schien das Schicksal besiegelt. Der Franzose - drei Tore an diesem Abend - wirbelte über links, Christopher Marley legte uneigennützig quer, und Lugo-Keeper Julio Albentosa sah den Ball nur vorbeifliegen. "Ich hab’ ihn kommen sehen, aber das war’s dann auch", sagte Albentosa später mit einem gequälten Lächeln.

Die Statistik zur Pause sprach Bände: Barcelona 13 Torschüsse, Lugo 2. Ballbesitz? Kurioserweise leicht zugunsten der Gastgeber - 51 Prozent. Doch wer den Ball hat, muss auch wissen, was er damit tut.

Nach der Pause kam Lugo mit etwas mehr Mut zurück. William Craven brachte in der 53. Minute Hoffnung ins Stadion, als er nach Pass von James McGeady den Ball aus kurzer Distanz ins Netz drückte. Das Publikum wachte auf, und für einen Moment schien es, als könne hier doch noch etwas gehen.

Aber Hoffnung ist bekanntlich ein schlechter Verteidiger. Vier Minuten später stellte Luke Kinsella mit einem wuchtigen Abschluss auf 1:4. "Wir wollten nicht aufhören, Fußball zu spielen", erklärte Atletic-Coach Al Bundy, der wie immer mit einer Mischung aus Zynismus und Charme auftrat. "Und ehrlich gesagt - es macht einfach Spaß, wenn sie dir so viel Platz lassen."

Celine setzte in der 65. Minute noch einen drauf. Sein dritter Treffer, diesmal nach Vorlage von Jason Burghgraeve, war ein kleines Kunstwerk - ein Schlenzer ins lange Eck, der selbst die Heimfans kurz aufstöhnen ließ. Burghgraeve sah dafür später Gelb, vermutlich aus Langeweile.

Lugo stemmte sich zumindest gegen die Demütigung. Iban Arrondo traf in der 72. Minute zum 2:5, nach feinem Zuspiel von Leon Patton. Ein schöner Treffer, der immerhin den Ehrgeiz der Mannschaft rettete. "Wir wollten zeigen, dass wir auch Tore schießen können", sagte Arrondo nach dem Spiel. "Das war unser kleiner Trostpreis."

Ansonsten blieb Lugo chancenlos. Sechs Torschüsse insgesamt, von denen zwei saßen - reine Effizienz, könnte man sagen, wenn man sehr großzügig ist. Barcelona feuerte dagegen 20 Mal aufs Tor, als wollten sie die Torlatte auf Stabilität prüfen.

Trainer Prado wirkte nach Schlusspfiff wie ein Mann, der dringend Urlaub braucht. "Wir haben zu spät angefangen, Fußball zu spielen", erklärte er, bevor er im Kabinengang verschwand. Seine Spieler dürften ihm zustimmen - oder zumindest hoffen, dass das nächste Spiel etwas ruhiger verläuft.

Atletic Barcelona hingegen feierte ausgelassen. Celine nahm den Spielball mit nach Hause, Kinsella und Vico grinsten um die Wette, und Bundy posierte für Selfies mit den Fans. "Fünf Tore auswärts - das ist schon okay", meinte er trocken.

Ein Spiel, das zeigt, dass Statistiken manchmal lügen: Lugo hatte mehr Ballbesitz, Barcelona aber den Ball im Ziel. Und am Ende geht’s eben genau darum.

Oder wie es ein Fan auf der Tribüne zusammenfasste: "Wir hatten den Ball. Sie hatten Celine."

19.05.643997 05:05
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Solange Karl-Heinz Rummenigge und ich etwas beim FC Bayern zu sagen haben, wird der bei diesem Verein nicht mal Greenkeeper im neuen Stadion.
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