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Ayax ringt Eindhoven nieder - Willoughby entscheidet hitziges Duell

32564 Zuschauer im Johan-Cruyff-Stadion erlebten am Freitagabend ein Spiel, das alles bot, was eine gute Fußballtragikomödie braucht: frühe Torchancen, ein Platzverweis, Diskussionen über Taktik und zwei Trainer, die in der Coachingzone mehr Kilometer machten als mancher Außenverteidiger. Am Ende setzte sich Ayax Amsterdam mit 2:1 (1:1) gegen PVC Eindhoven durch - nicht schön, aber effektiv.

Schon in den ersten Minuten war klar: Ayax wollte zu Hause zeigen, wer Herr im Haus ist. Nach nur fünf Minuten prüfte Lars Vanderveer den Gästekeeper Fotios Siontis mit einem satten Schuss aus 18 Metern. "Ich dachte, der Ball sei schon draußen, aber plötzlich hatte ich ihn im Gesicht", grinste Siontis später. Wenig später übernahm Vaclav Simak das Kommando. Der 23-jährige Tscheche wirbelte durch die Mitte, schoss in der 10., 12. und 15. Minute - und traf schließlich in der 23. nach feinem Zuspiel von Agemar Travassos verdient zum 1:0.

Das Stadion jubelte, Trainer Jochen Eichhorst ballte die Faust - und gerade, als sich die Fans auf ein gemütliches 3:0 einstellten, schlug Eindhoven zurück. In der 32. Minute setzte sich der quirlige Nelio Sandoval auf der rechten Seite durch, bekam den Ball von Ronny Arens und zog trocken ab: 1:1. "Ich hab nur die Lücke gesehen, und dann war sie auch schon wieder weg", beschrieb Sandoval seinen Treffer, während Eichhorst an der Seitenlinie mit den Händen in der Luft ruderte.

Bis zur Pause blieb das Spiel offen. Eindhoven hatte mit 53 Prozent Ballbesitz zwar mehr Kontrolle, aber Ayax blieb gefährlicher. 16:11 Torschüsse am Ende sprechen eine klare Sprache - auch wenn mancher Ball in der Grachtenlandschaft hinter dem Stadion gelandet sein dürfte.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel ruppiger. Sascha Fuchs, bereits in der 22. Minute verwarnt, wurde in der Kabine wohl eindringlich ermahnt. Dennoch nahm ihn Eichhorst kurz nach der Pause vom Feld und brachte den jungen Oscar Leachman - ein Wechsel, der sich später als goldrichtig herausstellen sollte.

In Minute 77 war es dann soweit: Leachman schickte den eingewechselten Daniel Willoughby steil, der Routinier blieb cool und schob zum 2:1 ein. "Ich hab einfach gemacht, was Stürmer so machen: draufhalten", sagte Willoughby trocken. Die Fans feierten, während Eindhoven plötzlich die Offensive suchte. Trainer Markus Frey, bis dahin eher unauffällig, warf alles nach vorn. Seine Taktik wurde deutlich offensiver, Pressing "YES", wie es im Analysetool so schön heißt.

Doch statt des Ausgleichs kam der Eklat: In der 86. Minute sah Ayax-Verteidiger Noach Buckhout Rot nach einem übermotivierten Einsteigen. "Ich hab nur den Ball getroffen - also, fast", murmelte Buckhout nach dem Spiel, während Schiedsrichter De Boer ihm noch einmal die Karte zeigte, als wolle er sicherstellen, dass die Farbe auch wirklich verstanden wurde.

Die letzten Minuten wurden zur Abwehrschlacht. Eric Lindblom kassierte in der Nachspielzeit noch Gelb, Eindhoven drückte mit aller Macht. Giuseppe Romagnoli und Velimir Jolovic prüften Keeper Henry Besson, der zweimal glänzend reagierte. In der 94. Minute dann fast der Schock: Everhart Osterhoudt zog aus der zweiten Reihe ab, doch der Ball strich knapp über die Latte.

"Ich hab da nicht mehr viel gesehen, nur gebetet", gab Eichhorst später lachend zu. Sein Gegenüber Frey schüttelte hingegen den Kopf: "Wir hatten genug Chancen. Aber wenn du gegen Ayax spielst, brauchst du manchmal auch ein bisschen Glück - und das hatten heute nur sie."

Statistisch gesehen war es ein Duell auf Augenhöhe. Eindhoven hatte etwas mehr Ballbesitz, Ayax die bessere Zweikampfquote (52 Prozent) und die klareren Chancen. Die jungen Wilden von Ayax kombinierten mutig, während Eindhoven über die Flügel kam - die Taktikdaten belegen es: "Attacking: Wings" stand von Anfang an auf dem Plan. Doch am Ende reichte es nicht, weil Willoughby einmal mehr zeigte, dass Erfahrung manchmal mehr zählt als Fitnesswerte.

"Das war kein Fußball für Feingeister, aber ein Sieg fürs Herz", fasste Kapitän Travassos zusammen. Und irgendwo im Presseraum hörte man Eichhorst murmeln: "2:1, drei Punkte, fertig."

Vielleicht ist genau das das Erfolgsrezept dieses Ayax-Teams: weniger Tiki-Taka, mehr Zack-Zack. Für Eindhoven bleibt die Erkenntnis, dass man auch mit 53 Prozent Ballbesitz verlieren kann - eine bittere, aber lehrreiche Statistik.

Und so ging ein lauer Aprilabend mit einem lauten Schlussakkord zu Ende: Jubel in Amsterdam, Frust in Eindhoven, und ein Daniel Willoughby, der beim Hinausgehen trocken fragte: "Gibt’s hier eigentlich noch was zu trinken?" - verdient hätte er’s.

14.04.643997 17:04
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Gerade diesen Nike-Spot sehe ich sehr negativ. Es beginnt jetzt die Reisezeit. Stellen Sie sich nur vor, die Kinder beginnen jetzt auf den Flughäfen mit Bällen herumzudribbeln.
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