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Brommapojkarna tanzt Messiniakos schwindlig - 4:0 zum Auftakt der Europaliga-Quali

Es gibt Fußballabende, da möchte man dem Gastgeber am liebsten einen heißen Tee und eine Decke reichen. Der gestrige war so einer. Vor 16.000 Zuschauern im sonnendurchglühten Stadion von Messiniakos wurde der Traum vom gelungenen Start in die Europaliga-Qualifikation zu einer Lehrstunde in skandinavischer Effizienz. IF Brommapojkarna gewann 4:0 - und das war, man muss es so sagen, eher schmeichelhaft für die Griechen.

Vom Anpfiff an schien es, als habe der schwedische Trainer Andreas Godejohann seinen Spielern eingebläut: "Angriff ist die beste Verteidigung - und wenn’s geht, lasst den Ball gar nicht zurückkommen." Schon in der ersten Minute prüfte Aleksandar Stankovic den heimischen Keeper Matias Travassos mit einem satten Schuss. Danach rollte eine rote Welle nach der anderen auf das grün-weiße Tor.

In der 27. Minute war es dann soweit: Sergi Antunes, zuvor schon mehrfach knapp gescheitert, traf nach Vorarbeit von Linksverteidiger Patrick Siebert per trockenem Abschluss ins rechte Eck. "Ich habe einfach draufgehalten", grinste Antunes später. "Der Ball wollte rein - und diesmal hat er auf mich gehört." Nur zwölf Minuten später legte Stankovic nach. Nach feinem Zuspiel von Hugo Nani nahm er den Ball direkt - 0:2, und Messiniakos wirkte, als habe man ihnen die Luft aus den Trikots gelassen.

Die Statistik sprach da schon Bände: 12 Torschüsse für Brommapojkarna zur Pause, keiner für Messiniakos. Der Ballbesitz lag zwar halbwegs ausgeglichen bei 53 zu 47 Prozent, aber das war reine Kosmetik. Die Griechen schoben den Ball meist quer, als wollten sie Zeit schinden, bis jemand den Netzstecker zieht.

"Wir wollten eigentlich kompakt stehen", erklärte ein sichtlich zerknirschter Agapios Iosifidis, der sich in der 70. Minute auch noch eine gelbe Karte abholte. "Aber die waren überall - außer da, wo wir sie haben wollten."

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufgehört hatte: mit Dauerbeschuss. In der 50. Minute schnürte Stankovic seinen Doppelpack - diesmal nach Vorlage von Antunes. Drei Minuten später kehrte der Portugiese den Gefallen um: Antunes traf erneut, diesmal nach Pass des flinken Juanito Carvalho. 4:0 stand es nach 53 Minuten - und die restliche Spielzeit war nur noch ein skandinavisches Schaulaufen.

Trainer Godejohann blieb an der Seitenlinie erstaunlich ruhig. "Ich wollte nicht, dass die Jungs denken, sie sind schon durch", sagte er nach dem Spiel. "Aber ehrlich gesagt - sie waren’s."

Messiniakos versuchte es irgendwann mit Symbolik: In der 91. Minute feuerte Inayet Calik den einzigen Schuss aufs Tor ab - ein halbhoher Versuch, den Brommapojkarna-Keeper Duarte Ramirez mit einer Hand wegwischte, als fange er eine fliegende Serviette. Das heimische Publikum applaudierte trotzdem - vermutlich aus Erleichterung, endlich auch mal etwas in Richtung Tor gesehen zu haben.

Die Defensive der Schweden, angeführt von den abgeklärten Innenverteidigern Serhat Adatepe und Vincent Anderson, ließ nichts anbrennen. Adatepe holte sich in der Nachspielzeit noch Gelb ab - wohl aus Langeweile, wie ein Kollege auf der Pressetribüne spöttelte.

Von Messiniakos’ Trainer war nach Abpfiff wenig zu hören, aber man konnte seine Körpersprache lesen: Hände in den Taschen, Blick ins Leere, das Gesicht eines Mannes, der ahnt, dass der Rückflug nach Schweden für die Gäste deutlich angenehmer wird als die nächste Trainingseinheit für seine eigene Mannschaft.

"Wir haben heute Lehrgeld gezahlt", murmelte ein Spieler beim Verlassen des Platzes. Vielleicht meinte er die Tickets, vielleicht die vier Gegentore.

Brommapojkarna dagegen feierte ausgelassen, aber ohne Überheblichkeit. "Wir wissen, dass es nur ein Spiel war", sagte Doppeltorschütze Stankovic, "aber wir nehmen diesen Schwung mit. So kann’s weitergehen."

Ein Blick auf die Zahlen unterstreicht den Klassenunterschied: 22 Torschüsse für die Schweden, ein einziger für Messiniakos. Ballbesitz knapp verteilt, aber die Effektivität - eine andere Welt.

Und so blieb am Ende nur der Eindruck eines Abends, an dem alles passte: Sonne, Spielfreude und eine Offensive, die Messiniakos aussehen ließ wie eine Mannschaft, die gerade erst den Ball entdeckt hat.

Oder, wie ein Zuschauer beim Hinausgehen trocken meinte: "Wenn das Qualifikation war, will ich gar nicht wissen, wie die richtige Europaliga aussieht."

Ein Satz, der in Messiniakos wohl noch eine Weile nachhallen dürfte.

11.08.644000 20:28
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Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen der Spieler mit in meine objektiven einfließen lassen.
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