Sporski Journal
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Feuerwerk in der Anfangsviertelstunde - Belgrad und Lazarevac teilen sich die Punkte

Wer zu spät ins Stadion kam, der verpasste praktisch das ganze Feuerwerk: Nach gerade einmal 15 Minuten stand es im Belgrader "Stadion pod Zvezdama" bereits 2:2. Danach war es zwar immer noch Fußball, aber eben jener, den man eher mit kalten Getränken und nervösem Sitznachbarn genießt als mit offenem Mund bestaunt. Am Ende trennten sich Selen Belgrad und FK Lazarevac nach einem wilden Auftakt leistungsgerecht mit 2:2 (2:2).

"Ich musste zweimal auf die Anzeigetafel schauen, ob das wirklich erst die 15. Minute war", grinste Belgrads Trainer Bronco Capone nach Abpfiff. "Danach hätte ich mir eigentlich ein Kissen gewünscht - es war dann mehr Schach als Sturm."

Dabei begann alles wie im Rausch. Schon in der 3. Minute donnerte Rechtsverteidiger David Hennessy den Ball nach Zuspiel von Manuel Jorge ins Netz, als hätte er vergessen, dass er kein Stürmer ist. Ein Treffer aus dem Nichts, aber mit Wucht und Präzision. Doch die Freude währte ganze 60 Sekunden: FK Lazarevac antwortete postwendend über Jack Hensley, der nach kurzer Verwirrung in der Belgrader Abwehr den Ball trocken ins Eck legte.

"Wir hatten noch gar nicht richtig gejubelt, da mussten wir schon wieder fluchen", meinte Xavi Manuel, der routinierte Innenverteidiger der Gastgeber, später mit einem Achselzucken - und einer Gelben Karte aus der 85. Minute im Gepäck.

Nach dem ersten Austausch von Nettigkeiten ging es weiter im Stakkato: In der 12. Minute traf Belgrads Mittelstürmer Erik Schade, bedient von eben jenem Xavi Manuel, der diesmal den Spielmacher mimte. Drei Minuten später revanchierte sich Lazarevac mit Dusan Durisic, der nach Vorarbeit von Hensley den Ball aus halbrechter Position ins Netz schob. Vier Tore in einer Viertelstunde - und die 34.280 Zuschauer sangen, als ginge es um die Meisterschaft.

"Da dachte ich, das geht 7:6 aus", sagte ein Fan auf der Tribüne lachend zu seinem Nachbarn. "Und dann? Na ja - Fußball halt."

Denn danach passierte, zumindest im Sinne der Hochglanz-Highlights, erstaunlich wenig. Belgrad hatte mit 10:7 Torschüssen leicht die Nase vorn, hielt den Ball zu exakt 50,6 Prozent in den eigenen Reihen und gewann knapp über die Hälfte der Zweikämpfe - statistisch also ein Hauch besser, aber nicht entschieden besser. Capone wechselte in der 55. Minute doppelt: Robert Delmas und Erik Schade gingen, Lukas Cerny und Manuel de Almeida kamen. Die frischen Kräfte brachten zwar Bewegung, aber keine Erleuchtung.

FK Lazarevac dagegen blieb seinem Plan treu: offensiv eingestellt, aber mit erstaunlicher Ruhe. Trainer Klaus Bock, sonst ein Mann der lauten Gesten, blieb diesmal stoisch an der Seitenlinie. "Ich wollte nicht schreien - sie spielten ja gut. Wir haben nur vergessen, dass es in der zweiten Halbzeit auch Tore geben darf", erklärte er mit einem ironischen Zwinkern.

Die besten Chancen nach der Pause gehörten trotzdem den Gästen: Dorde Trkulja prüfte Belgrads jungen Keeper Albert Dordevic gleich dreimal (28., 37. und 51. Minute), der 20-Jährige bestand jede Prüfung mit Bravour. "Der Junge hat Nerven wie Drahtseile", lobte Capone später. "Er sieht aus wie ein Student, spielt aber wie ein Veteran."

Belgrad seinerseits setzte in der Schlussphase alles auf Angriff - die taktischen Anzeigen zeigten "offensiv" und "Pressing: ja". Doch der ersehnte Lucky Punch blieb aus. In der 89. Minute hatte Manuel de Almeida noch einmal die große Chance, zielte aber knapp rechts vorbei. Der Ball rollte ins Aus, der Trainer fluchte, der Linienrichter gähnte.

Als Schiedsrichter Petrovic schließlich abpfiff, war das 2:2 zwar kein Ergebnis für die Ewigkeit, aber eines, das beiden Teams schmeichelt. Lazarevac bewies, dass es auch auswärts mutig auftreten kann, Belgrad, dass es nach Rückschlägen sofort zurückschlägt - und beide, dass man nicht 90 Minuten Spektakel liefern muss, um das Publikum zu unterhalten.

"Wir nehmen den Punkt, trinken ein Bier und reden morgen über Taktik", sagte Capone abschließend. Bock konterte trocken: "Wir nehmen auch ein Bier - aber ohne Taktik."

Und so endete ein Fußballabend, der in der Anfangsviertelstunde alles versprach und danach nur noch bewies, dass Versprechen im Fußball selten bis zur 90. Minute halten. Doch wer ehrlich ist, wird zugeben: Langweilig war’s keine Sekunde - höchstens ein bisschen zu früh spannend.

02.04.643997 21:12
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Meine Besonderheit ist, dass ich das Gleiche wie alle anderen Männer auch tue mit Frauen, nur 20 Minuten kürzer.
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