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Feyenorth siegt im Taktik-Krimi - Eindhoven verzweifelt an Effizienz

Wenn 30.225 Zuschauer an einem lauen Juniabend im Stadion von Feyenorth Rotterdam sitzen, dann wissen sie, dass Fußball keine mathematische Gleichung ist - sondern ein Stück Theater mit Gras unter den Schuhen. Und was die Hausherren beim 2:1 (1:0) gegen PVC Eindhoven am 6. Spieltag der 1. Liga Niederlande boten, war ein Drama in drei Akten: früher Jubel, kurzes Zittern, und am Ende das erlösende Happy End.

Schon in der ersten Minute zischte der Ball das erste Mal gefährlich in Richtung Gästetor - Riley Lansbury hatte offenbar beschlossen, den Abend mit einem Weckruf einzuleiten. "Ich dachte, ich probier’s mal, bevor der Schiri überhaupt den Kaffee ausgetrunken hat", witzelte der linke Mittelfeldspieler später. Feyenorth übernahm rasch die Kontrolle, hielt mit 56 Prozent Ballbesitz das Spiel in Händen und kombinierte sich selbstbewusst durchs Mittelfeld.

In der 19. Minute dann die logische Konsequenz: Egidius Vandermark, der bullige Linksaußen mit dem Charme eines Hafenarbeiters, traf nach feiner Vorarbeit des Youngsters Wouter Buckhout zum 1:0. Der Jubel hallte wie eine Welle durchs Stadion. "Ich hab’ den Ball einfach reingehauen, bevor mein Gehirn Zeit hatte, nachzudenken", grinste Vandermark. Trainer Marco Schneider raufte sich die Haare - vor Freude natürlich.

Doch Feyenorth wäre nicht Feyenorth, wenn man sich nach dem Führungstreffer nicht kurz selbst in Schwierigkeiten bringen würde. Nach zwei Gelben Karten - Sander Costar in der 5. Minute und Eugenius Hoogaboom in der 39. - drohte das Spiel, in eine ruppige Richtung zu kippen. Eindhoven hielt dagegen, robust, manchmal etwas zu robust. Besonders der junge Elmo Van Buren, der mit 18 Jahren im Zentrum rackerte, sah ebenfalls Gelb (6.). "Ich wollte nur zeigen, dass ich da bin", meinte er später mit Unschuldsmiene, während Trainer Markus Frey die Stirn runzelte.

Kurz vor der Pause musste Eindhoven dann auch noch einen Schock verkraften: Linksverteidiger Vincent Lansing verletzte sich in der 38. Minute und wurde durch Garritt Van Schoonhoven ersetzt. "Da war plötzlich mehr Bewegung auf der Bank als auf dem Platz", murmelte ein Zuschauer trocken.

Die zweite Halbzeit begann furios. Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff köpfte Bas Dost zum 1:1-Ausgleich - ein Tor aus dem Nichts, vorbereitet von Jacques Diarra, der über rechts durchgebrochen war. "Wir wollten zeigen, dass wir auch Fußball spielen können", erklärte Dost mit einem Lächeln, das so breit war wie sein Schuss kraftvoll.

Doch die Freude der Gäste hielt nur exakt 60 Sekunden. Direkt im Gegenzug hämmerte Hans Dirk den Ball nach Zuspiel von Eugenius Hoogaboom ins Netz - 2:1 für Feyenorth, Stadion im Ausnahmezustand. Der Rechtsaußen hatte schon zuvor mehrfach gefährlich abgeschlossen (28., 33., 48.), diesmal aber passte einfach alles: "Ich hab gespürt, dass der Ball mich mag", sagte Dirk augenzwinkernd.

Eindhoven warf nun alles nach vorne, wechselte offensiv, stellte auf Kurzpassspiel um und drückte. In der 75. Minute traf Bas Dost nur den Außenpfosten, in der 83. Minute scheiterte Jean Dumont an Keeper Brandon Balzac, der mit einer Glanzparade den Sieg festhielt. Feyenorth hingegen igelte sich taktisch clever ein, blieb "balanced", wie es in den Trainerstatistiken heißt, und überließ Eindhoven den Ball - aber nicht das Spiel.

"Manchmal ist das Schönste am Fußball, dass man nicht alles kontrollieren kann", meinte Trainer Schneider nach Abpfiff. Sein Gegenüber Frey sah das anders: "Wir hätten mindestens einen Punkt verdient. Aber verdient ist im Fußball ein gefährliches Wort."

Die Zahlen geben ihm nicht ganz Unrecht: 11 Torschüsse für Feyenorth, 10 für Eindhoven, nahezu ausgeglichene Zweikampfquote (49,9 zu 50,1 Prozent). Doch am Ende zählt, wer jubelt - und das war Rotterdam.

Als die Flutlichter erloschen und die letzten Fans ihre Pappbecher auf die Sitze legten, grinste Vandermark noch einmal in die Kameras: "Heute riecht der Sieg nach Hafenluft und kaltem Bier." Man konnte ihm nicht widersprechen.

Ein bisschen Glück, ein bisschen Kampf - und ein Hans Dirk, der den Unterschied machte. Feyenorth bleibt im Rennen um die Tabellenspitze, während Eindhoven sich fragen muss, wie man ein Spiel verlieren kann, in dem man fast alles richtig macht. Vielleicht, weil Fußball eben keine Wissenschaft ist. Oder, wie ein Fan auf der Tribüne brüllte: "Das ist Feyenorth, hier wird gearbeitet, nicht gerechnet!"

Und so endete ein Abend, der wieder einmal bewies: In Rotterdam wird nicht nur Fußball gespielt - hier wird Fußball gelebt, gelitten und gefeiert.

26.12.644002 02:52
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Meine Besonderheit ist, dass ich das Gleiche wie alle anderen Männer auch tue mit Frauen, nur 20 Minuten kürzer.
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