Sportecho
+++ Sportzeitung für Deutschland +++

Fuhlenbrock feiert Arbeitssieg gegen Eschborn - Fernandes doppelt, Hennessy glänzt

Ein lauer Maiabend, 46.025 Zuschauer im Fuhlenbrocker Stadion und ein Heimteam, das sich schwor, die Punkte diesmal daheim zu behalten. Der 28. Spieltag der 1. Liga Deutschland hatte alles, was ein Fußballspiel braucht: frühe Schocks, flinke Flügel, gelbe Karten und ein Trainer, der nach Abpfiff mehr lachte, als ihm selbst lieb war.

Kaum hatte Schiedsrichter Heller die Partie angepfiffen, brannte es schon lichterloh im Strafraum der Gastgeber. In der 4. Minute zog Eschborns Jan Sestak aus 18 Metern ab, als hätte er etwas gegen die Torlatte persönlich - 0:1. "Da war ich wohl noch beim Einlaufen", grummelte SV-Torwart Garritt Van Antwerp später mit einem schiefen Lächeln. Die Fuhlenbrocker Fans stöhnten kollektiv, doch die Antwort kam prompt und lautstark.

Nur fünf Minuten später, in der 9. Minute, schickte Ramon Andrade einen butterweichen Pass auf Nuno Fernandes, der die Kugel mit der Leichtigkeit eines Straßenkickers in die lange Ecke schlenzte - 1:1. Der Ausgleich wirkte wie ein doppelter Espresso für die Hausherren. Plötzlich lief der Ball, als hätte Fuhlenbrock vergessen, dass Eschborn eigentlich mehr Ballbesitz hatte (51 Prozent zu 49).

In der 31. Minute war es dann Rhys Hennessy, der den Heimanhang in Ekstase versetzte. Nach einem klugen Zuspiel von Owen Hannigan drosch der rechte Flügelstürmer den Ball kompromisslos ins Netz - 2:1, und das Stadion bebte. "Ich hab einfach draufgehalten. Wenn du zu lange denkst, ist der Moment weg", grinste Hennessy nach dem Spiel, während Trainer Mike Lowrey im Hintergrund mit verschränkten Armen nickte - halb stolz, halb erleichtert.

Die Halbzeitpause kam gerade recht, um durchzuatmen - zumindest für die Zuschauer. Auf dem Platz wurde es hitziger. Ramon Andrade sah in der 30. Minute Gelb, Eschborns Marek Kisel in der 36. Beide hätten sich wohl lieber einen Kühlbeutel als eine Karte gewünscht, so ruppig ging’s zu.

Nach Wiederanpfiff zeigte Fuhlenbrock, dass es nicht nur ein kurzes Strohfeuer war. In der 56. Minute wieder Fernandes, wieder eiskalt. Salvador Godinez hatte ihn mustergültig freigespielt, und der Portugiese schob ein zum 3:1. "Ich hab gar nicht gesehen, dass der Ball drin war", gestand Fernandes lachend, "aber das Publikum hat’s mir deutlich gemacht."

Doch wer dachte, Eschborn sei geschlagen, irrte. Nur fünf Minuten später (61.) verkürzte Tomasz Buchholz nach Vorarbeit von Bernt Geier auf 3:2. Und als ob das nicht genug Drama wäre, humpelte Torschütze Sestak kurz darauf verletzt vom Platz. Trainer Yas Sin reagierte sofort, brachte Alexander Willoughby und schob die Formation noch offensiver - riskant, aber mutig. "Wir wollten zeigen, dass wir keine Punktelieferanten sind", sagte Sin später trotzig.

Die letzten halbe Stunde war dann ein einziger Ritt auf der Rasierklinge. Fuhlenbrock verteidigte beherzt, manchmal mit dem Mut der Verzweiflung. Wilhelm Behrens holte sich in der 87. Minute noch eine Gelbe ab - vielleicht als Souvenir eines Abends, den niemand so schnell vergessen wird.

Eschborn drückte, wechselte jung (Phillipp Meiser kam in der 90. Minute für Sven Will), aber der Ausgleich wollte einfach nicht mehr fallen. Der letzte Schuss gehörte Olivier Barre in der 95. Minute - doch Van Antwerp flog, wie man es nur in Zeitlupe sieht, und hielt den Sieg fest.

Die Statistik sprach am Ende eine klare Sprache: 19 Torschüsse für Fuhlenbrock, 9 für Eschborn, ein Tackling-Quote-Vorteil von 54 zu 46 Prozent - und drei Punkte, die so hart erarbeitet waren wie ein Montagmorgenkaffee.

"Ich bin stolz auf die Jungs", bilanzierte Trainer Lowrey. "Wir haben gezeigt, dass wir nicht nur schön, sondern auch schmutzig gewinnen können." Sein Gegenüber Yas Sin zuckte mit den Schultern: "Wenn du 3:2 verlierst, aber die Leute trotzdem klatschen, hast du was richtig gemacht."

Und so ging ein Spiel zu Ende, das anfangs nach Nervenzusammenbruch roch und am Ende pure Erleichterung brachte. Fuhlenbrock jubelte, Eschborn haderte - und irgendwo auf der Tribüne sagte ein Fan trocken: "Das war nix für schwache Nerven. Aber für die Tabelle perfekt."

Ein satter, ehrlicher Fußballabend eben - mit Schweiß, Wucht und einem Fernandes, der jetzt wohl einen neuen Spitznamen hat: der Doppelschlag von Fuhlenbrock.

29.04.644000 13:48
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Da muß man schon gucken, ob noch alles dran ist.
Oliver Kahn nachdem er einen Schuss des Stuttgarters Ganea mit dem Unterleib abgewehrt hatte
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager