Tuttosport
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Gela belohnt sich nicht: La Spezia gewinnt abgeklärtes Auswärtsspiel 2:1

Manchmal ist Fußball wie ein schlechter Witz - das Publikum lacht, aber die Heimmannschaft bleibt mit hängenden Köpfen zurück. So geschehen am Dienstagabend im vollbesetzten "Stadio di Gela", wo 43.500 Zuschauer ein mitreißendes Spiel erlebten, in dem Gela alles gab, aber AS La Spezia am Ende mit kühler Effizienz 2:1 gewann.

Dabei fing alles nach Maß für die Gastgeber an. Schon in der 16. Minute zündete Javier Vazques auf der linken Seite den Turbo, zog nach innen und versenkte den Ball nach Vorlage von Jeno Lisztes unhaltbar ins lange Eck. Ein Tor wie aus dem Lehrbuch - und der Moment, in dem die Tribüne sich in ein Tollhaus verwandelte. "Ich dachte schon, der Ball sei zu weit, aber dann flog er wie ferngesteuert rein", grinste Vazques später, während er sich den Schweiß von der Stirn wischte. Trainer Michael Müller klatschte an der Seitenlinie, als hätte sein Team gerade die Meisterschaft gewonnen.

Doch wer Gela kennt, weiß: Euphorie ist hier selten von Dauer. Nur elf Minuten später, in der 27. Minute, schlug La Spezia eiskalt zurück. Alexander Houghton, der unauffällige Stratege im Mittelfeld, zog aus 20 Metern ab - und plötzlich war der Ball im Netz. Juan Pablo Fernandez hatte den Angriff eingeleitet, Gela schaute nur hinterher. "So ein Sonntagsschuss am Dienstagabend", murmelte Müller kopfschüttelnd.

Die erste Halbzeit blieb turbulent: zahlreiche Torschüsse, Gelas Abwehr wackelte, La Spezia kassierte gleich drei Gelbe Karten (Kunz, Fernandez, Philippidis), und Torwart Emilio Ochoa musste mehrfach in höchster Not retten. 15 Torschüsse verbuchte Gela insgesamt, doch nur einer fand den Weg ins Ziel. La Spezia kam mit acht Versuchen aus - und machte eben mehr daraus.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich, warum Helly Steiner, der Trainer der Gäste, den Ruf eines Pragmatikers genießt. "Wir wussten, dass Gela mit offenem Visier spielt. Also warteten wir einfach, bis sie die Tür ganz aufmachen", erklärte er später mit einem Lächeln, das irgendwo zwischen Stolz und Ironie schwebte.

In der 49. Minute musste La Spezia zunächst einen Schreckmoment überstehen, als Stürmer Ewan Burton verletzt ausgewechselt wurde. Für ihn kam der junge Akin Memis, der prompt frischen Wind brachte. Acht Minuten später, in der 57. Minute, wurde der Wechsel zum Glücksgriff: Christo Angelow verwertete eine sehenswerte Flanke von Memis zum 2:1. Das Stadion verstummte, nur eine kleine Gruppe aus Spezia jubelte ekstatisch in der Abendluft.

Gela aber gab sich nicht geschlagen. Trainer Müller schickte in der 68. Minute Ignacio Barbosa und später Niels Wegener aufs Feld, um das Mittelfeld zu beleben. Später kam noch David Martin - er sollte "noch mal Tempo machen", wie Müller später erklärte, "aber Tempo ohne Ziel ist halt Jogging". Tatsächlich rannte Gela, kombinierte, schoss - aber das Tor blieb wie vernagelt.

Die Minuten verrannen, der Ballbesitz pendelte sich bei 49 zu 51 Prozent ein, die Statistik sprach eigentlich für die Gastgeber: mehr Schüsse, bessere Zweikampfquote (53,8 Prozent) und am Ende auch den größeren Willen. Doch Fußballstatistik ist bekanntlich wie Diätjoghurt - klingt gesund, macht aber selten satt.

In der 85. Minute hatte Javier Garcia noch einmal den Ausgleich auf dem Fuß. Sein Schuss rauschte haarscharf am Pfosten vorbei, Müller schlug die Hände vors Gesicht. "Wenn du so spielst und verlierst, willst du dich am liebsten im Mittelkreis einbuddeln", seufzte Garcia nach dem Abpfiff.

La Spezia dagegen feierte den dritten Auswärtssieg in Folge - kühl, effektiv, italienisch eben. Steiner lobte sein Team: "Wir haben heute nicht schön gespielt, aber klug. In dieser Liga gewinnt man selten mit Stil, aber oft mit Geduld."

Als die Flutlichter erloschen, blieb Gela zurück mit der Erkenntnis, dass Leidenschaft allein keine Punkte bringt. "Vielleicht sollten wir mal weniger rennen und mehr treffen", meinte Müller halb im Scherz, halb in Verzweiflung.

Und so ging ein Spiel zu Ende, das alles hatte - Tempo, Emotionen, Karten, Verletzungen - nur eben das falsche Ergebnis für die Gastgeber. In Gela wird man noch lange darüber sprechen, wie man 15 Torschüsse in 90 Minuten in nur ein Tor verwandelt. La Spezia hingegen packte sang- und klanglos drei Punkte ein und fuhr nach Hause.

Fazit: Ein Abend zwischen Pathos und Pragmatismus. Gela spielte, La Spezia punktete - und der Fußball bewies einmal mehr, dass Gerechtigkeit in diesem Spiel nur auf dem Papier existiert.

04.05.643994 01:22
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Ich habe ihn liquidiert. Wenn er etwas will, soll er sich vorher seinen Ausweis anhängen, damit seine Mutter ihn nicht nur an der Blutgruppe erkennt.
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