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Gunners retten Remis in wildem 3:3 gegen tapfere Saints

Ein lauer Märzabend in London, Flutlicht, 30.700 Zuschauer - und ein Spiel, das keiner so richtig erklären konnte. Die London Gunners und der FC Southampton trennten sich am 14. Spieltag der 1. Liga England mit einem spektakulären 3:3, das irgendwo zwischen Wahnsinn und Willenskraft pendelte. "Ich bin mir nicht sicher, ob ich stolz oder erschöpft bin", meinte Gunners-Trainer Hubert Wetzel nach dem Abpfiff mit einem müden Lächeln. "Wahrscheinlich beides."

Die Partie begann, wie sie später weiterging: ohne jede Vorwarnung. Schon in der 5. Minute klingelte es - Southamptons Mittelstürmer Manuel Tiago nutzte die erste echte Chance nach Vorlage von Gerritt Van Cortlandt, als die Gunners-Abwehr noch damit beschäftigt war, ihre Schuhe zuzumachen. Wetzel schrie etwas, das nach "Deckung!" klang, aber der Ball war da schon im Netz.

Die Antwort der Londoner kam prompt und ebenso kurios. Linksverteidiger Ernesto Moutinho - kein Mann, der normalerweise in Torschützenlisten auftaucht - traf in der 11. Minute zum 1:1, nachdem Frederic Pernet auf der linken Seite durchgewirbelt war. "Ich dachte zuerst, der Ernesto schießt Flanken", grinste Pernet später, "aber das Ding war reif für die Galerie."

Doch Southampton spielte weiter mutig nach vorne. Kurz vor der Pause (40.) krönte Van Cortlandt seine starke Leistung mit einem eigenen Treffer, vorbereitet von William Corey. Beim 1:2 in die Kabine wirkten die Gunners konsterniert - das Publikum zwischen ungläubig und ungehalten.

"Wir mussten uns in der Halbzeit gegenseitig anschreien, um wieder wach zu werden", verriet Gunners-Kapitän Stefan Balakow. Offenbar mit Erfolg, denn nach Wiederanpfiff legten beide Teams den Sicherheitsgurt ab. Zunächst traf Jan Ovesen (58.) - gerade einmal 22 Jahre jung und frisch eingewechselt nach Nilssons Verletzung - eiskalt zum 1:3. Die Saints-Fans feierten, als sei die Sensation perfekt.

Doch dann begann die große Stunde der Gunners-Offensive. Nur vier Minuten später (62.) verkürzte Maurice Blanchet, abermals nach Vorarbeit des umtriebigen Innenverteidigers Oscar Tonel. Southampton hatte plötzlich Mühe, mit elf Mann zu bleiben - und tat es dann auch nicht: Rechtsverteidiger Leo Broderick sah in der 65. Minute Rot nach einem ungeschickten Tritt irgendwo zwischen Verzweiflung und Frustration. "Er hat einfach den Ball nicht mehr gesehen", erklärte FC-Coach Michael Böning trocken.

Die Gunners rochen Blut. Wetzel reagierte sofort, brachte Jay Densham und Bent Johansson - und spätestens da wurde es ein Spiel auf ein Tor. Densham bedankte sich auf seine Weise: In der 74. Minute hämmerte er den Ball zum 3:3 in die Maschen. Ein Schuss, der so laut war, dass selbst die Tauben auf der Haupttribüne aufflogen.

Was folgte, war offener Schlagabtausch. Moutinho, Balakow und sogar der eingewechselte MacAulay verpassten den Lucky Punch. Southampton verteidigte in Unterzahl mit allem, was noch stand oder kriechen konnte. Torhüter Gabriel Clancy hielt in der Schlussphase zweimal überragend gegen Blanchet und Varela. "Ich habe einfach gehofft, dass der Ball mich trifft", sagte Clancy lachend, "und manchmal tut er das ja."

In Zahlen sprach vieles für die Gunners: 52 Prozent Ballbesitz, 11 Torschüsse gegenüber 12 der Gäste - eine fast ausgeglichene Bilanz, die das Ergebnis treffend widerspiegelt. Beide Teams wirkten offensiv eingestellt, Southampton mit "Schießen aus allen Lagen" und die Gunners mit sicherem Kurzpassspiel, das in der zweiten Halbzeit endlich zündete.

Trainer Böning zeigte sich nach dem Spiel versöhnlich: "Natürlich ist es schade, zwei Punkte liegenzulassen, aber meine Jungs haben Charakter gezeigt. Vor allem nach der Roten Karte." Wetzel hingegen wirkte erleichtert: "Wenn man 1:3 hinten liegt und trotzdem zurückkommt, darf man ruhig mal durchatmen."

Zum Schluss plauderte Doppeltorschütze Moutinho - pardon, Einmaltorschütze, aber gefühlter Doppeltorschütze - noch mit einem verschmitzten Grinsen: "Heute war ich wohl der falsche Mann am richtigen Ort."

So endete ein Abend, der alles bot: Tore, Karten, Dramatik und eine Prise Chaos. Die Zuschauer gingen nach 90 Minuten mit einem Gefühl zwischen Atemnot und Zufriedenheit nach Hause. Und wer die Gunners kennt, weiß: Ein 3:3 ist hier kein Ergebnis - es ist ein Lebensgefühl.

Oder, wie ein Fan beim Hinausgehen sagte: "Wenn das so weitergeht, brauchen wir bald Herztabletten im Stadionkiosk." Nun, langweilig wird’s mit diesen Gunners sicher nicht.

10.04.643994 21:40
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Ich halte nix von Sex vor dem Spiel, besonders weil ich mir das Zimmer mit Salou teile.
Jan-Aage Fjörtoft
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