Football Today
+++ Sportzeitung für England +++

Margate Reds bezwingen Millwall - frühes Feuer, späte Kontrolle

Ein lauer Aprilabend, 57.761 Zuschauer im Margate Stadium, und die Luft roch nach frisch gemähtem Rasen und Erwartung. Die Margate Reds empfingen am 8. Spieltag der 1. Liga England den FC Millwall - und lieferten eine Vorstellung, die irgendwo zwischen kontrollierter Offensive und rotglühendem Angriffswirbel pendelte. Am Ende stand ein verdientes 2:0, das klarer war, als es das Ergebnis vermuten lässt.

Schon nach sieben Minuten kochte die Tribüne. Klaus Kirchner, der rechte Mittelfeldmann mit der Statur eines Marathonläufers und der Schusstechnik eines Schmieds, nahm einen langen Ball von Danijel Turina volley - und drosch ihn aus 18 Metern unter die Latte. "Ich hab einfach draufgehalten, ehrlich gesagt", grinste Kirchner nach dem Spiel. "Und dann hab ich geschaut, ob der Ball drin ist. War er." Trainer Ata Lameck, sonst ein Mann für taktische Feinheiten, hob nur die Augenbraue: "War so nicht im Plan - aber wenn’s hilft, soll er ruhig öfter gegen den Plan verstoßen."

Von da an dominierten die Reds die Partie. Sie hatten mit 52,6 Prozent leicht mehr Ballbesitz, aber vor allem das klare Chancenplus: zwölf Torschüsse gegenüber mageren zwei von Millwall. "Wir wollten eigentlich aus einer stabilen Mitte heraus agieren", erklärte Millwall-Coach Sonny Crocket später, "aber die Mitte war schneller weg, als ich ’stabil’ sagen konnte."

Millwall kam kaum aus der eigenen Hälfte. Der junge Jake Bradshaw versuchte es in der 18. Minute einmal aus der Distanz, aber Margates Keeper Joshua Hannigan fing den Ball so lässig, als fange er eine fallende Kastanie. In der 43. Minute prüfte Riley Charpentier ihn noch einmal - diesmal mit etwas mehr Schmackes -, doch Hannigan blieb unaufgeregt wie ein englischer Butler.

Kurz vor der Pause tauschte Lameck dreifach: Frisches Blut für frische Ideen. Louis Millington, Kai Edwards und Joseph Bostwick mussten runter, dafür kamen Joel Bridges, Dimas Chalana und Tyler Ward. "Ich hatte das Gefühl, wir brauchen noch ein bisschen Chaos vorne", sagte der Coach augenzwinkernd. Ein Gefühl, das sich als goldrichtig erwies.

Denn in der 65. Minute schlug Chalana zu - eiskalt, elegant, portugiesisch. Kirchner, der Torschütze des ersten Treffers, legte diesmal mit Übersicht quer, Chalana nahm den Ball mit der Innenseite, ließ Millwalls neuen Torhüter Cameron Huxley (gerade erst eingewechselt) alt aussehen und schob zum 2:0 ein. "Ich wusste, dass er kommt", sagte Chalana später. "Ich hab’s in seinen Augen gesehen - das war Telepathie." Kirchner lachte: "Wenn das Telepathie war, dann bin ich wohl der Professor X von Margate."

Danach verwalteten die Reds das Ergebnis, ohne die Kontrolle zu verlieren. Millwall wirkte bemüht, aber ungefährlich. Die Gäste blieben taktisch brav bei "balanced" - was in diesem Fall bedeutete, dass sie weder nach vorne noch nach hinten besonders auffielen.

Tyler Ward leistete sich kurz vor Schluss noch eine unnötige Gelbe Karte, als er in Minute 88 einen Millwall-Stürmer mit einem rustikalen Tritt ins Werbeband beförderte. "Ich hab den Ball spielen wollen", verteidigte er sich, und Schiedsrichterin McGrath soll trocken geantwortet haben: "Welchen Ball genau?"

Nach dem Abpfiff herrschte in Margate Feierlaune. Die Fans sangen, die Spieler klatschten in die Kurve, und Ata Lameck blieb sich treu: "Wir haben gut gespielt, aber ich hab schon wieder drei Dinge gesehen, die mir nicht gefallen." Sonny Crocket dagegen winkte ab: "Wenn man nur zwei Schüsse aufs Tor bringt, sollte man sich nicht über das Ergebnis wundern. Aber hey - wenigstens war der Bus pünktlich."

Die Statistik sprach ohnehin eine deutliche Sprache: 58 Prozent gewonnene Zweikämpfe für die Reds, ein Schussfestival mit 12:2 Chancen und dazu eine stabile Defensive, die Millwall kaum Luft ließ.

Und so bleibt für Margate das Fazit eines gelungenen Abends: Ein früher Paukenschlag, ein spätes Siegel und dazwischen eine Mannschaft, die wusste, wann sie Tempo macht und wann sie den Ball streichelt. Für Millwall bleibt der Trost, dass man auch mit einer "balanced"-Einstellung ganz gut durchs Leben kommt - nur eben nicht durch Margate.

Oder, wie Kirchner es beim Verlassen des Stadions formulierte: "Heute war ein guter Tag. Sogar der Rasen hat mitgespielt."

(Artikel: Sportredaktion, 2026 - ca. 620 Wörter)

11.06.643997 08:20
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Auch ein Franz Beckenbauer kann einmal den Spielern in den sogenannten Hintern treten.
Lothar Matthäus
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager