Noticiero VeneVision
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Monagas SC überrennt Guayana - Mocana und Gama treffen doppelt

Es war ein lauer Aprilabend in Puerto Ordaz, aber auf dem Rasen des Estadio Cachamay ging es alles andere als gemütlich zu. 35.532 Zuschauer sahen ein Spiel, das den Begriff "offensiv" neu definierte - zumindest aus Sicht der Gäste. Am Ende gewann Monagas SC mit 4:2 gegen CD Guayana, und das Resultat spiegelt die Geschichte erstaunlich gut wider: effektive Gäste, fahrige Gastgeber, ein Fernando Mocana in Galaform.

Schon nach wenigen Minuten war klar, dass beide Trainer - Ralf Minge bei Guayana und Hans Wurst bei Monagas - den gleichen Spielplan ausgegeben hatten: Tore schießen, notfalls auch mit dem Vorschlaghammer. Monagas legte los wie ein tropischer Wirbelsturm. In der 24. Minute eröffnete Mocana den Torreigen, nach Vorarbeit von Linksverteidiger Pedro Fortun, der offenbar vergessen hatte, dass er eigentlich Verteidiger ist. "Ich hab einfach gedacht: Warum nicht?", grinste Fortun später, noch bevor er in der 83. Minute mit Gelb-Rot vom Platz flog.

Guayana wirkte kurz geschockt, fand dann aber in die Partie zurück. Christian Besson, der bullige Mittelstürmer, setzte kurz vor der Pause ein Zeichen. Nach schöner Vorarbeit von Mitrofan Aldonin drückte er in der 42. Minute den Ball über die Linie. 1:1 - und das Publikum tobte, als hätte Guayana gerade die Meisterschaft gewonnen. Trainer Minge brüllte von der Seitenlinie: "So will ich das sehen - Mut, Jungs!"

Doch wer glaubte, Guayana würde das Spiel nun drehen, hatte die Rechnung ohne Mocana gemacht. Der Linksaußen von Monagas hatte offenbar beschlossen, dass ein Tor zu wenig ist. In der 55. Minute zirkelte er den Ball nach Pass von Matteo Apostolo ins lange Eck - 2:1 für Monagas. Keeper Zsolt Fazekas streckte sich vergeblich und wischte sich danach den Schweiß von der Stirn: "Ich hab den Ball gehört, aber nicht gesehen."

Guayana zeigte Moral. Pedro Pelayo glich in der 61. Minute nach feinem Zuspiel von Theo Almond aus - 2:2, das Stadion wackelte. Kurz schien alles möglich, bis Monagas’ junger Stürmer Juan Pablo Gama in der 66. Minute auf der Bildfläche erschien. Ein Schuss, ein Treffer. Nur vier Minuten später legte er nach, diesmal nach Vorlage von Pedro Enriquez. Es stand 4:2, und Guayana fand keine Antwort mehr.

Trainer Wurst grinste nach dem Spiel breit: "Ich sag den Jungs immer: Wenn ihr schon offensiv spielt, dann richtig. Heute haben sie mich wohl zu wörtlich genommen." Sein Gegenüber Minge konnte sich ein trockenes Lächeln nicht verkneifen: "Wir hatten 56 Prozent Ballbesitz, mehr Torschüsse, mehr Wille - aber leider weniger Tore. Vielleicht sollten wir die Statistik mal fragen, ob sie Punkte vergibt."

Die Statistik war tatsächlich ein Kuriosum. Guayana hatte mit 56,6 Prozent Ballbesitz und acht Torschüssen leicht die Nase vorn, Monagas kam auf neun Versuche - dafür auf vier Treffer. Effektivität, thy name is Monagas. Selbst in Unterzahl - nach Fortuns Platzverweis in der 83. Minute - ließen die Gäste nichts mehr anbrennen.

In der Schlussphase versuchte Guayana alles. Minge brachte in der 75. Minute Max Hathaway für Besson - frische Beine, neues Glück. Doch der neue Mann verlor mehr Zweikämpfe, als er Ballkontakte hatte. "Vielleicht war das Gras zu kurz gemäht", witzelte ein Fan auf der Tribüne.

Der Schiedsrichter hatte alle Hände voll zu tun, doch das Spiel blieb - trotz zweier Gelber und einer Gelb-Roten Karte - weitgehend fair. Dass Monagas in den letzten Minuten sogar noch Chancen auf ein fünftes Tor hatte, lag an der zerfallenden Defensive der Hausherren. "Wir wollten wenigstens noch eins schießen", sagte Tiago Vaz nach dem Abpfiff, "aber der Ball hatte andere Pläne."

Nach 90 Minuten blieb der Blick auf die Anzeigetafel: 2:4 (1:1). Ein Ergebnis, das Guayana schmerzen wird, weil es mehr verspricht, als die Mannschaft halten konnte. Und Monagas? Die nahmen drei Punkte mit und ein breites Lächeln.

Vielleicht sagte es Trainer Wurst am besten: "Manchmal ist Fußball einfach - vier Chancen, vier Tore. Und wenn’s nicht klappt, dann eben fünf Chancen."

Ein bitterer Abend für Guayana, ein glänzender für Mocana und Gama. Und für die Zuschauer ein Spiel, das man nicht so schnell vergisst - selbst wenn man es wollte.

11.06.643997 08:36
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Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen der Spieler mit in meine objektiven einfließen lassen.
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