Sverige Fotboll
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Nullnummer mit Drama: Brommapojkarna verzweifelt an Frölundas Bollmauer

Wer am Dienstagabend ins Västra Frölunda Stadion kam, bekam ein Lehrstück in Sachen "Wie verhindere ich 90 Minuten lang ein Tor - und das ziemlich erfolgreich". 35.765 Zuschauer sahen ein 0:0 der eher rustikalen Sorte zwischen Västra Frölunda IF und IF Brommapojkarna - ein Spiel, das statistisch klar an die Gäste ging, emotional aber den Gastgebern gehörte.

Von Anfang an war klar, wer hier das Heft des Handelns in der Hand halten wollte: Brommapojkarna, unter der Leitung von Trainer Andreas Godejohann, spielte mit offenem Visier - offensiv ausgerichtet, mit viel Ballbesitz (50,0 Prozent, aber gefühlt 70) und sage und schreibe zwölf Torschüssen. Die Gastgeber aus Frölunda kamen auf exakt drei Versuche, die sich eher wie höfliche Anfragen an Gästetorwart Duarte Ramirez lasen. Doch Tore? Fehlanzeige.

Schon in der 14. Minute eröffnete Juanito Carvalho den Reigen der vergebenen Möglichkeiten, als er aus spitzem Winkel abzog und Frölundas Keeper Torsten Söderberg mit einer Glanzparade glänzen ließ. Zwei Minuten später durfte Nick Reinhardt es versuchen - gleiches Ergebnis, andere Ecke. Und als Dragan Mihajlovic in der 17. Minute den Ball aus 20 Metern knapp über das Gehäuse drosch, raunte die Tribüne: "Das könnte heute ein langer Abend werden." Und sie sollte recht behalten.

"Wir hätten bis morgen früh weiterspielen können, und der Ball wäre trotzdem nicht reingegangen", seufzte Godejohann nach dem Spiel, halb frustriert, halb amüsiert. "Aber gut - wenigstens hat keiner geschlafen, es war ja ständig Action."

Frölundas Trainer dagegen, ein Mann, der lieber anonym im Hintergrund blieb (vielleicht auch, um sich nicht für so viel Glück rechtfertigen zu müssen), grinste nur in die Kameras: "Taktisch perfekt. Wir wollten sie müde schießen lassen - und das hat funktioniert."

Ein kurzer Hoffnungsschimmer für die Gastgeber kam in der 22. Minute: Valborg Lundqvist, 20 Jahre jung und mutig wie ein Wikinger, zog aus der Drehung ab. Ramirez im Gästetor musste fliegen - und tat es mit Stil. Der Ball rauschte knapp vorbei, die Fans sprangen trotzdem auf, als wäre gerade die Meisterschaft entschieden worden.

Danach gehörte das Feld wieder den Gästen. Aleksandar Stankovic prüfte Söderberg in der 30. Minute, Sergi Antunes gleich doppelt (39. und 46.). Aber egal, was Brommapojkarna versuchte - Frölunda stand kompakt, blockte, grätschte, verzögerte, und wenn alles nichts half, trat jemand beherzt dazwischen. Zwei Gelbe Karten - Zvonimir Safaric (19.) und Nikola Kujovic (38.) - waren die logische Folge.

"Wir haben defensiv wie eine Betonwand gespielt - nur schöner", scherzte Innenverteidiger Björn Eriksson nach Abpfiff, während er sich demonstrativ die Schienbeinschoner abklopfte.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste aufgehört hatte: Brommapojkarna mit Druck, Frölunda mit Nerven aus Stahl. Besonders Sergi Antunes versuchte es immer wieder - doch egal, ob in Minute 50 oder 66, es blieb beim Versuch. Nick Reinhardt durfte in der Nachspielzeit (92.) den letzten Schuss abgeben - und schoss prompt den Ball in Richtung Nordsee.

Die Statistiken am Ende sagten alles: Brommapojkarna zwölf Schüsse aufs Tor, Frölunda drei. Ballbesitz? Fast ausgeglichen. Zweikampfquote? 56 Prozent für die Gäste, aber eben null Tore.

"Fußball ist manchmal ungerecht", murmelte Dragan Mihajlovic, als er in den Kabinengang verschwand. "Aber wenigstens war’s kein 0:1 durch einen abgefälschten Freistoß. Das wäre schlimmer gewesen."

Die Fans auf den Rängen nahmen’s sportlich. Ein älterer Herr im grün-weißen Schal rief beim Abpfiff lachend: "Ein Punkt ist ein Punkt - und mein Herz schlägt noch!"

So endete ein Abend, an dem Brommapojkarna alles tat, außer zu treffen, und Frölunda alles ließ, außer ein Tor zu kassieren. Ein 0:0, das auf dem Papier unspektakulär wirkt, aber auf dem Platz all das bot, was man am Fußball liebt - Spannung, Dramatik, ein bisschen Chaos und viel, viel Kopfschütteln.

Oder, wie es Torhüter Söderberg mit einem Augenzwinkern zusammenfasste: "Wenn du so viele Schüsse abwehrst, fühlst du dich am Ende wie ein Held - auch wenn’s nur ein 0:0 ist. Heute war ich Batman, morgen bin ich wieder Torsten."

Und so verließen 35.765 Zuschauer das Stadion - nicht ganz glücklich, aber bestens unterhalten. Ein torloses Remis, das irgendwie doch eine Geschichte erzählte: die vom unbesiegbaren Bollwerk von Frölunda.

08.07.644000 08:01
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Verstärken können die sich, aber nicht auf der rechten Seite. Da bin ich. Ich komme selber aussem Pott. Mein Vater war auf der Hütte. Wenn ich wieder fit bin, zeig ich denen, wat malochen heißt.
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