Jornal do Brasil
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Rogliano-Gala bringt Teresina zum Tanzen - 4:2 gegen Flamengo

UD Teresina hat am 17. Spieltag der 1. Liga Brasilien ein Feuerwerk gezündet. Vor 47.563 begeisterten Zuschauern verwandelte sich das Estádio Municipal in ein Tollhaus, als die Hausherren CF Flamengo mit 4:2 (2:2) bezwangen. Eugenio Rogliano avancierte mit einem Hattrick-ähnlichen Auftritt zum Mann des Abends, während Flamengo trotz vieler Chancen am Ende mit leeren Händen dastand.

Das Spiel begann, bevor die meisten Zuschauer ihren Platz gefunden hatten. Gerade war das erste Bier geöffnet, da lag der Ball schon im Netz: Nach nicht einmal einer Minute zog Eugenio Rogliano von links in den Strafraum und versenkte den Ball trocken ins lange Eck - 1:0. "Ich war selbst überrascht, dass der Schiri schon angepfiffen hatte", witzelte der Italiener später mit einem breiten Grinsen.

Teresina spielte in den ersten 20 Minuten wie im Rausch. Ballbesitz, Passquote, Spielfreude - alles schien zu stimmen. In der 23. Minute war es erneut Rogliano, der nach feinem Zuspiel von Juanito Minguez den Ball über Flamengos Keeper Jordi Valdo hob. 2:0, und die Fans begannen bereits von einem Schützenfest zu träumen. Trainer Tobias Lang blieb jedoch erstaunlich ruhig an der Seitenlinie. "Ich kenne meine Jungs. Wenn sie zu früh feiern, wird’s gefährlich", murmelte er, als wäre er Hellseher.

Denn Flamengo schlug zurück - und wie. Zunächst traf Aki Ukkonen in der 29. Minute nach einem präzisen Steilpass von Nelio Caneira, dann glich Julio Hierro in der 40. Minute nach einer mustergültigen Flanke von Eric Jonsson aus. Plötzlich stand es 2:2, und die Defensive der Hausherren wirkte, als hätte sie das Verteidigen kurzzeitig verlernt. "Wir waren kurz im Samba-Modus", gab Innenverteidiger Vitali Kowaltschuk später zu, "aber nicht im guten Sinne."

Nach der Pause blieb das Spiel wild. Flamengo hatte mehr Torschüsse (14:10 insgesamt), doch Teresina hielt den Ball besser in den eigenen Reihen (Ballbesitz 55,6 Prozent). Die Gäste drückten, doch Torwart Bohus Dostalek hielt, was zu halten war, und manchmal auch, was eigentlich nicht zu halten war. Ein Reflex gegen Hierro in der 59. Minute brachte das Stadion zum Kochen.

In der 73. Minute drehte sich das Spiel dann endgültig wieder zugunsten der Hausherren. Nicola Ullano zog aus 20 Metern ab, der Ball wurde leicht abgefälscht und schlug neben dem Pfosten ein - 3:2. "Ich wollte eigentlich flanken", gestand Ullano mit einem verschmitzten Lächeln. "Aber wenn’s so reingeht, sage ich natürlich, das war Absicht."

Nur vier Minuten später machte Rogliano den Deckel drauf. Nach einer Kopfballverlängerung von Kowaltschuk stand der Stürmer goldrichtig und drückte den Ball zum 4:2 über die Linie. Ein Tor, so typisch für ihn, dass es fast ins Vereinslogo gemeißelt werden könnte.

Flamengo versuchte in der Schlussphase alles, wechselte offensiv (Eusebio, Tal und Coelho kamen), und Trainer Dino Ma gestikulierte wild an der Seitenlinie. "Wir haben offensiv gespielt, aber vergessen, dass man hinten auch noch Leute braucht", analysierte er trocken. Seine Mannschaft rannte an, doch außer einer Gelben Karte für Stephane Martineau (79.) sprang nichts Zählbares mehr heraus.

Teresina spielte die letzten Minuten souverän herunter, fast schon zu lässig. Im Mittelkreis jonglierte Rogliano den Ball und zwinkerte dem Linienrichter zu - zur Begeisterung der Fans und zum Entsetzen des Gegners. Tobias Lang, sonst kein Freund von Showeinlagen, konnte es ihm diesmal nicht verübeln. "Wenn du dreimal triffst, darfst du auch mal ein bisschen Theater machen", sagte er lachend.

Statistisch gesehen war das Spiel enger, als es das Ergebnis vermuten lässt. Flamengo hatte nicht nur mehr Torschüsse, sondern auch eine leicht bessere Zweikampfquote (51,9 Prozent). Doch Teresina zeigte sich eiskalt in den entscheidenden Momenten - eine Qualität, die in dieser Liga oft über Sieg oder Niederlage entscheidet.

Als der Schlusspfiff ertönte, jubelte Teresina über einen verdienten Sieg, der sie in der Tabelle weiter nach oben bringt. Die Fans sangen, Trainer Lang wurde beinahe auf Schultern getragen, und Rogliano? Der grinste nur und sagte: "Ich liebe diesen Job - vor allem an Abenden wie diesem."

Ein Abend, an dem Teresina bewies, dass Fußball nicht nur aus Zahlen, sondern vor allem aus Leidenschaft besteht. Und manchmal reicht ein Spieler mit einem heißen Fuß, um eine ganze Stadt in Ekstase zu versetzen.

12.12.643999 12:55
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Spieler haben Scheiße gespielt! Tut mir leid, kann ich nichts für, würde ich auch gerne anders sagen, aber Spieler haben Scheiße gespielt! Absolute Scheiße!
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