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Tasmania Berlin fegt Fuhlenbrock mit 4:0 vom Platz

Berlin, 13. April 2026 - 51.082 Zuschauer sahen an diesem kühlen Frühlingsabend im Berliner Stadion ein Spiel, das sich schnell von einem Fußballspiel zu einer Lehrstunde in Sachen Ballzirkulation und Effizienz entwickelte. Tasmania Berlin, trainiert von Michael Meister, zeigte gegen den SV Fuhlenbrock, was passiert, wenn Pressing, Passspiel und Spielfreude in einem seltenen Moment der Harmonie zusammentreffen. Das Ergebnis: ein glattes 4:0, das in seiner Klarheit selbst Trainer Meister kurz sprachlos machte - allerdings nur kurz.

"Ich hatte ihnen gesagt: ’Spielt Fußball, nicht Schach’", grinste Meister nach dem Abpfiff. "Heute haben sie beides gemacht."

Schon in der 13. Minute sorgte Michael Konrad für den Auftakt. Nach einem feinen Pass von Pedro Celis zog der rechte Mittelfeldmann aus 18 Metern ab - die Kugel schlug unhaltbar im rechten Winkel ein. Der Jubel war so laut, dass selbst die Fans auf der Haupttribüne kurzzeitig vergaßen, dass sie eigentlich noch am Bierstand standen.

Fuhlenbrock, von Coach Mike Lowrey betreut, wirkte wie ein Team, das seine GPS-Koordinaten verloren hatte. Zwar versuchte Vincent Figo auf der linken Seite, Akzente zu setzen, doch seine Torschüsse in der 25. und 32. Minute waren eher freundliche Erinnerungen an den Berliner Torwart Henri Boyer, dass er auch noch da war.

Tasmania dagegen spielte weiter, als ginge es um ein Bewerbungsvideo für den nächsten Champions-League-Spot. In der 26. Minute legte Noe Poncela perfekt für Cesc Quaresma auf, der den Ball eiskalt ins lange Eck schlenzte - 2:0. "Ich hatte kurz überlegt, den Ball noch einmal querzulegen", sagte Quaresma später mit einem schelmischen Grinsen. "Aber dann dachte ich: Warum nicht einfach mal treffen?"

Bis zur Halbzeit war die Partie praktisch entschieden. Die Berliner hatten 58 Prozent Ballbesitz, 12 Torschüsse und die Kontrolle über jedes noch so kleine Gerangel im Mittelfeld. Fuhlenbrocks Trainer Lowrey versuchte in der Pause Schadensbegrenzung: gleich drei Wechsel zur zweiten Halbzeit. "Wir wollten frisches Blut bringen", erklärte er. "Leider hat sich das Blut dann schnell in den eigenen Strafraum zurückgezogen."

Denn die zweite Hälfte begann, wie die erste geendet hatte: mit Berliner Dominanz. In der 57. Minute war es wieder Quaresma, diesmal nach Vorarbeit von Bruno Canalejas, der zum 3:0 traf. Ein Tor, so geschmeidig wie ein Jazz-Solo - und mindestens genauso schön anzusehen.

Nur sechs Minuten später durfte dann auch Verteidiger Callum Farnsworth ran. Nach einem weiten Lauf über die linke Seite zog er aus spitzem Winkel ab und versenkte den Ball sehenswert - Vorlage: Michael Konrad, der an diesem Abend überall zu sein schien. 4:0, der Deckel drauf.

Tasmania spielte weiter, als wolle man den Ballbesitzrekord der Liga knacken, während Fuhlenbrock sich mit gelben Karten tröstete. Ivan Ruy (4. Minute) und Ingo Makukula (43.) sorgten früh für Einträge ins Notizbuch des Schiedsrichters, später folgten Rui Semedo (73.) und Ignjac Babic (86.) auf Berliner Seite - offenbar wollte man wenigstens bei den Verwarnungen keinen Rückstand riskieren.

Statistisch war die Sache eindeutig: 20 zu 5 Torschüsse, 56 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 58 Prozent Ballbesitz. Fuhlenbrock hatte, freundlich gesagt, einen jener Tage, an denen man den Bus lieber in der Garage gelassen hätte.

Nach dem Spiel stand Trainer Lowrey lange an der Seitenlinie, die Hände tief in den Taschen. "Wir haben zu viel Respekt gezeigt", murmelte er. "Und Respekt schießt nun mal keine Tore."

Währenddessen feierten die Berliner Spieler vor der Fankurve, Quaresma tanzte, Farnsworth schwang das Trikot, und Michael Konrad grinste in die Mikrofone: "Vier Tore, null Gegentore - das ist fast wie Mathematik, nur mit mehr Spaß."

Ein Sieg, der Tasmania Berlin Rückenwind für den Saisonendspurt gibt - und Fuhlenbrock mit der Erkenntnis zurücklässt, dass man gegen diese Berliner an einem Montagabend wohl besser zu Hause geblieben wäre.

Oder wie ein Fan im Block 12 sagte, als der vierte Treffer fiel: "Das ist kein Fußball mehr - das ist eine Oper. Nur, dass hier keiner falsch singt."

08.12.643996 07:54
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Bei diesem Schiedsrichter hätte auch unser Busfahrer eine gelbe Karte bekommen.
Rainer Calmund
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