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Teuflisch gut: Manchester Devils zerlegen Bournemouth mit 6:2

Ein lauer Samstagabend in Manchester, Flutlicht, 46.287 Zuschauer - und am Ende ein Spiel, das eher nach einem Freiluft-Kunstprojekt aussah als nach Premier-League-Fußball. Die Manchester Devils schickten Bournemouth FC mit 6:2 zurück an die Küste und bewiesen, dass man auch mit 53 Prozent Ballbesitz und einer gehörigen Portion Spielfreude ein Spektakel inszenieren kann.

Trainer Ronnie Ekström grinste nach Abpfiff wie ein Mann, der gerade den Lottojackpot geknackt hat. "Ich hab den Jungs gesagt: Wenn ihr schon keine Lust auf 0:0 habt, macht’s wenigstens unterhaltsam. Und das haben sie wörtlich genommen."

Schon nach 16 Minuten begann der Spaß: Marko Bisevac, der rechte Mittelfeld-Routinier, drosch den Ball nach Vorlage von Innenverteidiger Heinz Haase ins Netz - ein Treffer, der so perfekt passte wie ein Maßanzug. Das 1:0 war verdient, die Devils kontrollierten das Spiel, Bournemouth wirkte streckenweise wie ein Navigationssystem, das gerade das Satellitensignal verloren hat.

Die Gäste aus dem Süden versuchten es mit Offensive, doch ihre "Sure"-Schussphilosophie (laut Taktikdaten nur bei klaren Chancen schießen) führte vor allem dazu, dass sie selten schossen. Acht Torschüsse standen am Ende zu Buche, während die Devils gleich 16 Mal aufs Gehäuse feuerten - und das mit wachsender Begeisterung.

Kurz nach der Pause zündete Manchester den Nachbrenner: In der 46. Minute erhöhte Rafet Kisa nach feiner Vorarbeit von Alfie Perlman auf 2:0. Bournemouth reagierte prompt - allerdings mit einer Gelben Karte für Kian Henderson, der offenbar dachte, das Leder ließe sich durch beherztes Treten leichter erobern. Zwei Minuten später aber keimte Hoffnung auf: Leo McGowan traf nach Cody Gakpos Zuspiel zum Anschluss (52.).

"Da dachte ich kurz, wir sind wieder im Spiel", sagte Bournemouth-Coach Raffael Vogelsang später, "aber dann haben meine Jungs beschlossen, höflich zu bleiben und Manchester nicht weiter zu stören."

Denn nur zwei Minuten nach dem 1:2 schlug Kisa wieder zu - diesmal nach einem Pass von Manuel Pastorino (54.). Danach wurde’s wild. Bournemouth verkürzte durch Adam Bosworth auf 2:3 (61.), doch anstatt Spannung kam Chaos. Die Devils tauschten Innenverteidiger Haase gegen Francesco Marini aus, und plötzlich hatte Manchester noch mehr Zug nach vorn.

In der 80. Minute krönte sich der junge Jeno Bozsik mit dem 4:2 - nach einem wuchtigen Schuss aus 20 Metern, der Torwart Lewis Ward nur als laues Lüftchen vorbeizog. "Ich hab einfach draufgehalten", lachte Bozsik. "Ronnie hat gesagt: Wenn du mal Mut hast, schieß. Ich glaub, das war der Moment." Ekström grinste im Hintergrund: "Ich meinte eigentlich beim Training."

Danach war Bournemouth endgültig erledigt. Agafon Swetlow (84.) und der eingewechselte Marcus Steffens (89.) sorgten für den 6:2-Endstand. Swetlow bedankte sich artig bei Bisevac für die Vorlage und jubelte mit einem Luftsprung, der vermutlich noch in der Raumstation zu sehen war.

Einziger Wermutstropfen: Rechtsverteidiger Jacinto Alvaro kassierte in der 76. Minute Gelb - "für zu viel Enthusiasmus beim Einwurf", wie der Schiedsrichter angeblich erklärte. Auf der Gegenseite sammelte Bournemouth noch zwei weitere Verwarnungen und eine Verletzung: Der 18-jährige Liam Bail humpelte in der 87. Minute vom Platz, wurde durch Aaron Davonport ersetzt.

Statistisch gesehen war das Spiel ausgeglichener, als das Ergebnis vermuten lässt: Die Devils hatten 53,4 Prozent Ballbesitz und gewannen 53 Prozent ihrer Zweikämpfe - eine Zahl, die fast so akkurat klingt wie Ekströms Seitenfrisur. Bournemouths 46 Prozent Ballbesitz fühlten sich allerdings deutlich weniger gefährlich an.

Was bleibt, ist ein Abend voller Tore, Lächeln und leichter Schadenfreude im Old Trafford. "Das war teuflisch gut", kommentierte ein Fan beim Hinausgehen, während ein anderer trocken meinte: "Ich hoffe, Bournemouth hat wenigstens die Rückfahrt schon bezahlt."

Trainer Ekström zog ein Fazit mit Augenzwinkern: "Sechs Tore sind schön, aber ich hätte gern acht gesehen. Man soll ja immer noch Luft nach oben haben." Raffael Vogelsang dagegen seufzte: "Ich hab meinen Jungs gesagt, wir müssen lernen, mit Druck umzugehen. Leider kam der heute von allen Seiten."

So endet ein Spiel, das in keiner taktischen Schulung fehlen sollte - als Lehrstück darüber, wie Offensivgeist, Spielfreude und ein Schuss Ironie in 90 Minuten pure Unterhaltung verwandeln können. Und während die Devils jubeln, bleibt Bournemouth nur die Erkenntnis: Wer mit dem Teufel tanzt, sollte wenigstens gute Schuhe tragen.

14.11.643996 22:56
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Wenn ich aber nur daran denke, dass seine Frau, dieses Spice Girl, auch mitkäme! Das wäre schön für die Medien, aber nicht für uns. Das Theater brauche ich nicht.
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