Football Today
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Tigers zerlegen Spurs - ein Abend voller Feuer, Flügel und Frust

Ein lauer Maiabend in London, das Stadion nur halb gefüllt, 16.000 Zuschauer, aber die, die da waren, sollten sich noch lange an diesen 28. Spieltag der 2. Liga England erinnern. Die Hull Tigers spielten sich in einen wahren Rausch und fegten die London Spurs mit 4:2 vom Platz. Und wenn man ehrlich ist, war das Ergebnis noch schmeichelhaft für die Gastgeber.

Die Tigers - offensiv eingestellt, aggressiv, voller Energie - begannen, als hätten sie vor dem Spiel einen Espresso zu viel erwischt. Schon in der Anfangsphase prüfte der 18-jährige Brandon Crichton den Spurs-Keeper Antonio Antonio (ja, der Mann heißt wirklich so) gleich mehrfach. In der 21. Minute durfte der Youngster dann jubeln: Nach feiner Vorarbeit seines älteren Bruders Isaac schlenzte Brandon den Ball ins lange Eck. 1:0 Hull - und die Spurs schauten sich gegenseitig an, als hätten sie gerade erfahren, dass das Spiel wirklich zählt.

London hatte zwar mit rund 51 Prozent Ballbesitz leicht mehr vom Spiel, aber was sie damit anstellten, war ungefähr so gefährlich wie eine Zimmerpflanze im Sturm. Nur sechs Torschüsse in 90 Minuten - Hull dagegen feuerte ganze 20 Mal aufs Tor. "Wir wollten das Spiel kontrollieren", erklärte Spurs-Coach (der offenbar lieber anonym blieb) nach dem Spiel mit zusammengekniffenen Lippen. Ein Reporter wagte ein "Hat nicht ganz geklappt, oder?" - woraufhin ein vielsagendes Schweigen folgte.

Nach der Pause kam kurz Hoffnung auf. In der 51. Minute traf Menachem Dajan, der wohl dachte, er müsse seine Gelbe Karte aus der 57. Minute noch rechtfertigen, zum 1:1. Eine schöne Kombination über Kamaras, der sich einmal durch den Strafraum tänzelte, dann querlegte, und Dajan drückte den Ball über die Linie. Drei Minuten später hob er entschuldigend die Hände: "Ich war einfach mal da, wo ich sonst nie bin", grinste er später.

Doch Hull lachte zuletzt - und am lautesten. Zwischen der 67. und 79. Minute verwandelten sie das Spiel in eine Lehrstunde in Sachen Effektivität. Erst traf der 33-jährige Routinier Lewis Payne mit einem satten Distanzschuss zum 2:1, dann legte Ewan Sterling nur drei Minuten später nach, nachdem Max Lujan auf links die Spurs-Abwehr schwindlig gespielt hatte. Sterling war überhaupt überall: Laufstark, bissig, angriffslustig - und als er in der 79. Minute nach einem Pass von Isaac Crichton erneut traf, war der Drops gelutscht. 4:1 Hull, und auf der Spurs-Bank sah man ratlose Gesichter.

"Wir wussten, dass sie Räume lassen, und wir haben sie genutzt", sagte Hull-Coach Mathias Oergel nach Spielende mit einem zufriedenen Grinsen. "Die Jungs haben umgesetzt, was wir trainieren - aggressiv, zielstrebig, mutig." Und dann mit einem Augenzwinkern: "Auch wenn Brandon manchmal noch denkt, er spielt auf dem Schulhof."

Die Spurs mühten sich, wenigstens noch ein bisschen Ergebniskosmetik zu betreiben - und tatsächlich gelang Adam Bancroft in der 76. Minute noch das 2:3, vorbereitet von seinem Namensvetter Adam Hayman. Für einen Moment schien das Spiel zu kippen, die Fans sprangen von den Sitzen, und sogar Antonio Antonio rannte aus seinem Tor, um zu jubeln. Drei Minuten später beendete Sterling diese Illusion mit seinem zweiten Treffer.

Am Ende blieb eine Partie, die alles hatte: jugendlichen Übermut, Routiniers in Spiellaune, ein paar gelbe Karten (Dajan und Lankford durften sich als "energisch" bezeichnen lassen) und eine Spurs-Mannschaft, die zwar ausgeglichen spielte, aber eiskalt ausgekontert wurde.

Statistisch sah das Ganze fast freundlich aus - 50,7 Prozent Ballbesitz für London, aber eben nur sechs Abschlüsse aufs Tor. Hull dagegen war das Sinnbild des Mottos "Wenn du schießt, kannst du treffen": 20 Torschüsse, vier Treffer, und wahrscheinlich noch ein paar Chancen, die der Schiedsrichter aus Mitleid nicht mitzählen ließ.

Nach dem Schlusspfiff applaudierten die Hull-Spieler ihren mitgereisten Fans, Brandon Crichton wurde von seinem Bruder Isaac in den Arm genommen - die beiden wirkten, als hätten sie gerade im Garten daheim ein Trainingsspiel gewonnen. "Ich wollte einfach Spaß haben", sagte Brandon lächelnd. "Und wenn dabei ein Tor rauskommt, nehme ich das mit."

Die Spurs dagegen schlichen vom Platz. Einer der Ordner soll geflüstert haben: "Vielleicht hätten sie weniger balanciert und mehr Fußball spielen sollen." Ein treffender Kommentar.

Fazit: Die Hull Tigers haben sich mit dieser Galavorstellung eindrucksvoll zurückgemeldet und gezeigt, dass Offensivgeist und Mut manchmal mehr wert sind als Ballbesitzstatistiken. London dagegen wird sich fragen müssen, ob "ausgewogen" wirklich die richtige Taktik ist, wenn der Gegner gerade anfängt, dich aufzufressen.

Ein Abend, der in Hull bestimmt noch lange besungen wird - und in London wohl lieber schnell vergessen werden soll.

29.04.644000 13:18
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Wenn ich aber nur daran denke, dass seine Frau, dieses Spice Girl, auch mitkäme! Das wäre schön für die Medien, aber nicht für uns. Das Theater brauche ich nicht.
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