Voetbal International
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Vanderzee dreht auf - Eindhoven schlägt Breda mit 3:1

Das Philips-Stadion bebte an diesem lauen Aprilabend, als Everhart Vanderzee in der 74. Minute seinen zweiten Treffer erzielte und damit den Deckel auf ein Spiel setzte, das anfangs nach einem heißen Tanz roch, am Ende aber doch recht eindeutig endete. 3:1 hieß es nach 90 intensiven Minuten zwischen PVC Eindhoven und NEK Breda - ein Ergebnis, das den Spielverlauf nur teilweise widerspiegelt, denn phasenweise war das eine wilde Achterbahnfahrt mit taktischem Chaos, jugendlichem Übermut und etwas Glück auf Seiten der Hausherren.

42.834 Zuschauer waren gekommen, um zu sehen, ob Trainer Markus Frey seine offensive Ausrichtung erneut rechtfertigen konnte. "Wir wollten von Anfang an über die Flügel kommen", erklärte Frey später mit einem Grinsen. "Manchmal geht das schief, heute hat’s geklappt - also reden wir nicht drüber, wie riskant das war."

Dabei begann es gar nicht so rosig für die Gastgeber. In der 29. Minute nutzte Bredas junger Stürmer Mateja Jevtic die erste echte Unachtsamkeit der PVC-Abwehr. Nach feinem Zuspiel von Rechtsverteidiger Gijs Ampte drosch Jevtic den Ball trocken ins rechte Eck - 0:1, und die Gäste jubelten ausgelassen. "Ich dachte kurz, wir hätten sie damit geknackt", meinte Bredas Coach Christian Naumann später, "aber dann fiel ja leider sofort der Ausgleich."

Und der kam prompt, quasi im Gegenzug. Eine Minute nach dem 0:1 verwandelte Karel Cure nach Vorarbeit von Vincent Lansing zum 1:1 - und das Stadion explodierte. Der 19-jährige Cure rannte jubelnd zur Eckfahne, stolperte fast über seine eigenen Emotionen, und Torhüter Cristobal Antonio war der Erste, der ihn wieder einfing. "Ich hab ihm zugerufen, er soll sich benehmen, wir hätten ja noch 60 Minuten", lachte Antonio nach dem Spiel.

Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: Eindhoven suchte über Dumont und Vanderzee immer wieder den schnellen Abschluss, Breda konterte mit langen Bällen auf den agilen Jevtic. Zur Pause stand es leistungsgerecht 1:1, und beide Trainer wirkten in der Kabine angeblich erstaunlich gelassen. "Ich hab den Jungs gesagt, sie sollen endlich aufhören, wie Studenten auf einem Bolzplatz zu verteidigen", verriet Frey augenzwinkernd.

Nach dem Seitenwechsel wechselte Frey den jungen Garritt Van Schoonhoven aus und brachte Vincent Lansing - eine Entscheidung, die sich als goldrichtig herausstellen sollte. Die linke Seite stand stabiler, und vorne begann Vanderzee sein persönliches Feuerwerk.

In der 70. Minute war es Bas Dost, der sich robust durchsetzte, den Ball clever zurücklegte - und Vanderzee traf aus 15 Metern flach ins Netz. 2:1, das Stadion wippte. Vier Minuten später das Déjà-vu: Diesmal war es Karel Cure, der von links flankte, und wieder stand Vanderzee goldrichtig. Mit einem sehenswerten Volley besiegelte er den 3:1-Endstand.

Breda versuchte es noch mit wütenden Angriffen, Jevtic prüfte Antonios Handschuhe in der 90. Minute ein letztes Mal, doch der Keeper war da. "Der Ballbesitz war bei uns - aber das bringt dir halt nichts, wenn du nicht triffst", knurrte Naumann nach Abpfiff. Tatsächlich hatte Breda mit 51 Prozent leicht mehr vom Spiel, doch Eindhoven war gefährlicher: 14 Torschüsse gegenüber 6 der Gäste sprechen eine deutliche Sprache.

Einziger Schönheitsfehler aus Sicht der Hausherren war die Gelbe Karte für Rechtsverteidiger Everhart Osterhoudt in der 85. Minute - ein eher unnötiges Foul, das sein Trainer mit hochgezogener Augenbraue quittierte. "Er wollte wohl sicherstellen, dass ich ihn nächste Woche erwähne", witzelte Frey.

Taktisch blieb Eindhoven über weite Strecken offensiv, doch in den letzten Minuten schaltete Frey klug auf Konterfußball um. "Wir haben gemerkt, dass Breda müde wird", erklärte Torschütze Cure. "Da musst du nicht mehr schön spielen, da musst du nur clever sein."

Als der Schlusspfiff ertönte, wirkte Vanderzee völlig erschöpft - aber glücklich. "Zwei Tore sind schön, aber ich hätte fast ein drittes gemacht", sagte er, während er sich den Schweiß aus den Augen wischte. "Dann hätte ich mir vielleicht endlich den neuen Haarschnitt verdient."

PVC Eindhoven bleibt mit diesem Sieg in der Spitzengruppe der Liga, während Breda weiter im unteren Mittelfeld herumdümpelt - bemüht, talentiert, aber ohne Fortune.

Und irgendwo auf der Tribüne seufzte ein alter Fan: "Früher haben sie wenigstens noch schön verloren." Nun ja - an diesem Abend war das Verlieren immerhin sehenswert.

26.04.643997 03:53
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Dazu müsste erst einmal ein Bundestrainer zum Betzenberg kommen. Der Letzte war meines Wissens Sepp Herberger.
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