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Bundesliga | 21. Spieltag | 26.07.26 | TSV Rosenheim - 1. FC Eschborn 5:4 Dabei sah es lange nach einem Eschborner Auswärtssieg aus. Jacob Holz meldete die Gäste bereits in der dritten Minute mit dem ersten gefährlichen Abschluss an. Rosenheims Pascal Bernard antwortete mit zwei Versuchen, doch das erste Tor erzielte Corey Longfellow in der 24. Minute. Vorbereiter Olivier Barre setzte den rechten Mittelfeldspieler in Szene, der Eschborn mit 1:0 in Führung brachte. Rosenheim blieb seiner offensiven Kontertaktik und den langen Bällen treu. Das klang auf dem Papier widersprüchlich, funktionierte aber zunehmend besser. Nach mehreren Annäherungen traf Michael Pugliese in der 40. Minute zum Ausgleich. "Ich habe einfach draufgehalten und gehofft, dass keiner im Weg steht", sagte der Angreifer später grinsend. "Ausnahmsweise hat der Plan funktioniert." Noch vor der Pause schlug Eschborn zurück. In der 45. Minute vollendete Jacob Holz nach Vorarbeit von Rechtsverteidiger Meik John zum 2:1. Gästetrainer Yas Sin durfte zufrieden in die Kabine gehen. Seine Mannschaft hatte früh ohne Pressing begonnen, zog die Schraube aber bis zur Pause deutlich an. "Wir wollten aggressiv sein, nicht großzügig", erklärte Sin. "Leider haben wir in der zweiten Halbzeit beides verwechselt." Denn nach dem Seitenwechsel nahm der Abend eine Wendung, die selbst Drehbuchautoren als etwas dick aufgetragen zurückgewiesen hätten. Zunächst sah Rosenheims Innenverteidiger Paul Fouquet in der 53. Minute Rot. Trainer Simon Baudach schilderte den Moment später trocken: "Ich dachte kurz, jetzt wird es schwierig. Zwei Minuten später dachte ich: Offenbar mögen meine Spieler Schwierigkeiten." Tatsächlich glich Zoltan Detari in der 55. Minute nach Vorlage von Tim Kolb zum 2:2 aus. Nur eine Minute später stellte Barre, bedient von Sven Will, auf 3:2 für Eschborn. Wer sich gerade hingesetzt hatte, durfte sofort wieder aufspringen: Pugliese traf in der 59. Minute nach Detaris Zuspiel zum 3:3 und schnürte damit seinen Doppelpack. Eschborn nutzte die Überzahl zunächst dennoch. In der 70. Minute erzielte Barre nach Vorlage von Holz seinen zweiten Treffer und brachte die Gäste mit 4:3 nach vorn. "Bei einem 4:3 in Überzahl muss man das Spiel nach Hause bringen", räumte Barre ein. "Stattdessen haben wir offenbar beschlossen, Rosenheim beim Heldentum zu helfen." Nur drei Minuten später glich Balazs Fogl nach Vorarbeit von Jorge Bertran zum 4:4 aus. Eschborns Defensive wirkte nun wie eine schlecht organisierte Reisegruppe: Alle waren unterwegs, aber niemand wusste genau, wohin. Rosenheim hingegen spielte trotz Unterzahl weiter nach vorn. In der 85. Minute folgte die Entscheidung. Ernesto Miguel bereitete vor, Bertran vollendete zum 5:4 - und das Stadion verwandelte sich endgültig in eine Lärmschleuder. "Ich hatte kurz vorher schon zwei Chancen", sagte Bertran. "Beim dritten Versuch dachte ich: Wenn der auch nicht reingeht, muss ich wahrscheinlich den Beruf wechseln." Das blieb ihm erspart. Eschborn warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorn; selbst in der 96. Minute kam Barre zu einem letzten Abschluss. Ein fünftes Gästetor fiel jedoch nicht. Die Zahlen passten zum wilden Verlauf: Rosenheim verbuchte zwölf Torschüsse, Eschborn elf. Der Ballbesitz ging mit 53,75 Prozent knapp an den TSV, ebenso die Zweikampfquote mit 51,05 Prozent. Es war kein Klassenunterschied, sondern ein Unterschied von einem Tor - und vermutlich einigen Nerven. Baudach fasste den Abend treffend zusammen: "Mit zehn Mann fünf Tore zu schießen, ist großartig. Vier zu kassieren, gibt uns allerdings Gesprächsstoff." In Rosenheim dürfte dieses Gespräch trotzdem bei bester Laune stattfinden. Eschborn dagegen wird lernen müssen: Vier Auswärtstore sind viel - außer der Gegner erzielt fünf. 26.07.2026 21:09 |
Sprücheklopfer
He, Brrrand, du - du bist doch bolitisch, bist du doch, du Grüner, machst auf sozial und hetzt hier den Schirri gegen uns auf.
Lothar Matthäus im Pokalhalbfinale Bayern gegen Rostock zu Christian Brand: