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Sovetskij: Gemütlich ist es hier, sie sind wohl öfter hier? Schweißgeiler: Nein, ab und zu mal. Ich bin nicht mehr so der Bar-Gänger. Neben meiner Arbeit verbringe ich die Zeit mit meiner Frau, meiner Tochter und meinem Hund. Und dafür ist dieser Bezirk perfekt, es ist wunderschön hier. Wir lieben es hier. Sovetskij: Und sie werden auch geliebt! Schweißgeiler: Manchmal schon etwas zu viel, es wird immer schwieriger, mal unbehelligt mit Freunden essen zu gehen. Ständig möchte jemand Hallo sagen, ein Selfie machen oder ein Autogramm. Das ist für meine Freunde nicht nur unangenehm, sondern wirklich auch nicht schön. Aber ich bin weit davon entfernt undankbar zu sein. Ich habe einen der schönsten Berufe der Welt und ich liebe meine Arbeit. Natürlich steht man dabei auch im Rampenlicht und ich nehme es ja niemanden persönlich übel, wenn er mich anspricht, auch wenn ich mir manchmal mehr Rücksicht wünsche, vorallem eben wegen meiner Familie und meinen Freunden. Sovetskij: Weniger ist der Hype um sie und ihrem Team mit der Titelverteitigung natürlich nicht geworden. Was geht in ihnen vor, auch, weil sie bereits am 32. Spieltag die Meisterschaft in trockene tücher gepackt haben? Schweißgeiler: Es ist Gigantisch. Man denkt, man hat schon so viel erlebt und dann diese Story. Hat vor der Saison wirklich jemand daran geglaubt, dass wir den Titel nochmal holen könnten? Ich glaube, die wenigstens haben Geld darauf gesetzt. Aber eben deswegen gerade, ist dieser Titel um noch ein Vielfaches mehr wert, als der letzte Saison. Mit Vollgas-Fußball und dem Wille, jedes Spiel gewinnen zu wollen haben wir es erneut geschafft. Das ist sensationell und ich kann nur meinen Spielern für ihren Einsatz danken. Sovetskij:Wie geht es weiter, gibt es schon konkrete Planungen? Schweißgeiler: Sie meinen die nächste Saison? Sovetskij: Ja, natürlich! Schweißgeiler: Wissen sie, es ist ein Tanz auf der Rasierklinge. Wir müssen unbedingt eine - für unsere verhältnisse - erfolgreiche Europapokalsaison spielen. Nicht nur wir, der FCSP, nein, alle die die Chance haben müssen Vollgas geben. Wir haben in unserem Kader durchaus sehr vereinstreue Spieler, aber auch die spielen nicht mehr für das Gehalt, für das sie noch mit 17 gespielt haben. Mittelfristig wird es wieder einen Umbruch im Verein geben müssen, einfach auch um wieder finanziell gesündere Wege gehen zu können. Aber solange wir unsere "Stars" noch haben, müssen sie für Russland rennen, bis sie k0tzen. Sovetskij: Optimismus hört sich anders an. Schweißgeiler: Vielleicht in ihren Ohren. ich liebe diese Herrausforderungen. Ich habe das schon vor langer Zeit gesagt, in einer solchen Liga ist man mal oben, aber dann müssen auch wieder andere ran. Ein Platz 4 darf niemals den Ruin für einen Verein bedeuten, dass hatten wir hier in Russland schon oft genug. Und noch viel wichtiger ist es, den Erfolg, den z.B. wir aktuell haben, nicht auf den Pfeilern der russischen Liga aufzubauen und wie die -wie heißen die Dinger doch gleich, diese weißen Wurmviecher- Maden oder so, also nicht wie die Maden im Speck zu leben. Wir brauchen MINDESTENS 3 Vereine, besser 5, die potenziell um die Meisterschaft spielen und trotz aller Konkurrenz, gemeinsam an einem Strang ziehen um in Europa endlich wieder Ernst genommen zu werden, so wie einst, unter anderem, Saransk. Sovetskij: Das wünscht sich jeder russische Fußballfan wieder herbei. Ist das machbar? Schweißgeiler: Natürlich! Sonst würde ich hier weder arbeiten noch mit der Presse sprechen. Ich weiß, dass Erfolg nur durch gute strategische Entscheidungen möglich ist! Sovetskij: Wollen sie zum Abschluss noch etwas los werden? Schweißgeiler: Klar, Jessica - ich liebe dich! Sovetskij Sport: Herr Alexadrowitsch, Willkommen zurück! Es war eine Überraschung, dass Sie in Omsk bei Irtysh angeheuert haben, was waren die Gründe Lichtenstein nach knapp einer Saison wieder zu verlassen? K.A.: Danke, es hat einfach was gefehlt, die Kälte, die raue Natur, Kaviar, Woditschka und ich denke ich wurde auch vermisst, denn etwas Konkurrenz schadet Russland nicht.^^ Sovetskij Sport: Wieso überhaupt das kurze Intermezzo in Lichtenstein, Loko Moskau gehörte vor Ihrem Abgang zu den drei top Clubs in Russland mit Aussicht um Titel zu spielen? K.A.: Die drei Saisons bei Loko waren intensiv. Am Ende hatte ich jede Disco und Club in Moskau wegen den Erfolgen in Meisterschaft und Pokal schon drei Mal durch gehabt. Mehr ging nicht und der Akku war leer, das Angebot aus Lichtenstein kam zur rechten Zeit. Sovetskij Sport: Nach Gewinn des Ligapokals der Weg nach Omsk, wieso nicht nach Moskau oder St.Petersburg? K.A.: Nach der Ehrenmitgliedschaft und der Statue vor dem Stadion von Loko gibt es in Moskau keinen anderen Verein für mich. Die Schickimicki Stadt Petersburg, ist für mich, der sich als Malocher ansieht, nicht passend. Meine Geburtsstadt Omsk, sibirische Arbeiterstadt, mit dem Vorhaben in die Top drei Vorzustoßen waren ein viel größerer Anreiz hier anzuheuern. Sovetskij Sport: Das hört sich sehr ambitioniert an, auf die Art, über die Transsibirische nach Europa? K.A.: Das ist später Thema, das Hauptziel ist sich den Platz drei auf Dauer zu sichern und die Giganten Sparta Moskau und FC St.Petersburg das ein oder andere mal zu ärgern. Sovetskij Sport: Wie stufen Sie die aktuell laufende Saison ein und was für Ziele sind für die nächste Saison vorgesehen? K.A.: Mit den aktuellen Gegebenheiten ist der Halbfinaleinzug im Pokal und der sechste Ligaplatz ein Erfolg, der mit harter Arbeit erkämpft wurde der mich sehr stolz macht. Für die Nächste Saison ist mit einem verbessertem Kader, Platz vier als Ziel auserkoren worden. Der Pokal schreibt seine eigenen Gesetze, aber wenn es wieder ein Halbfinaleinzug rausspring wäre ich sehr zufrieden. Sovetskij Sport: Hohe Ziele, verbesserter Kader, ist das nicht ein hohes finanzielles Risiko? K.A.: Keine Sorge, die Ausgaben steigen nur auf niedrigem Niveau. Die Giganten werden weiterhin das Drei- bis Vierfache mehr ausgeben. In Omsk wird nichts übers Knie gebrochen, das war meine Philosophie bei Loko, Eschen-Mauren und bleibt auch hier bestehen. Wir werden weiterhin kleine Brötchen backen, diese werden aber besser.^^ Sovetskij Sport: Zum Abschluss noch bitte ein Statement zur aktuellen Titelkampf. Sie spielen heute gegen Sparta Moskau, die mit zwei Zählern vor dem Konkurrenten FC St.Petersburg stehen und somit direkt Einfluss haben. K.A.: Sehr spannend, wie in den letzten Jahren und das ist gut für Russland. Ich persönlich drücke meinen Kumpel Hannes aus der Schickimicki-Hochburg die Daumen. Vom Stadienneubau, Kaderzusammensetzung, finanzieller Stabilität und der Geduld die er an den Tag gelegt hat, ist es vorbildlich, das endlich mit dem Meistertitel belohnt werden sollte. Schenken werde ich mit Irtysh Omsk aber keinem was, wir geben gegen den Letzten wie gegen den Ersten 100%! Sovetskij Sport: Danke für das Interview und bis zum nächsten Mal, vielleicht steht ja eine neue Statue von Ihnen in Omsk. K.A.: Gerne, da würde ich nichts dagegen haben.^^ Auf die Frage, ob dieses riesen talent nicht das gehaltsgefüge sprengt, musste Schweißgeiler nach der offiziellen Präsentation auf der Pressekonferenz schmunzeln. "Dank gilt der Scouting-Abteilung und unserer Sportdirektorin Jennifer Dose. Meines Wissens nach ist der Kontrakt derart ungewöhnlich, ich glaube Corey gibt uns sogar Geld, um hier zu spielen." Jennifer Dose musste kichern und warf ein, dass es einfach war, mit Corey einig zu werden. Erste Liga spielen und das beim geilsten Klub in Russland brachte uns einen 4-Jahres Vertrag mit einer mittleren 5-stelligen Gehaltszahlung ein." Schweißgeiler dazu: "und das mit einem der größten Talente, was ich bisher trainieren durfte. Da kann ich vor lachen abends einfach nicht einschlafen." Echte Freude! |
Wir gratulieren dem FC St.Petersburg zur Meisterschaft und wünschen viel Erfolg für die nächsten Aufgaben mit Macher Schweißgeiler Sowetskij Sport wünscht dem Teamleiter viel Erfolg beim einstigen Meister und erstem Pokalsieger der Geschichte der russischen Liga Originalton von der Pressekonferenz nach dem Spiel vom Coach der Zarenstädter: "Was meine Spieler in den letzten Tagen geleistet haben ist der absolute Wahnsinn. Vollgas-Fußball bis zur Erschöpfung, der nur mit 100-prozentigem Siegeswillen machbar ist. Ich freue mich so sehr für meine Spieler, dass dieser ganze Aufwand im Europapokal und heute hier im Spartak-Stadion nicht umsonst gewesen ist. Ja, das Gegenteil ist der Fall. Ich bin ohne Ende stolz auf diese Mannschaft. Von den Chancen her hatte zwar Kazyrows Team mehr, aber der Druck über die Außen von Spartak wurde durch unser dicht gestaffeltes Zentrum fast negiert. Wir haben immer Druck auf den Ball gemacht und haben so den Kombinationsfußball Spartaks immer wieder gestört. Wir hatten uns genau das vorgenommen. Genau wie das schnelle Umschaltspiel meines Teams. Wir kamen, mehr als nur einmal, sehr gefährlich vor das Gehäuse unseres Gegners. Mit unserem schnellen Kurzpassspiel hatten wir die klareren Möglichkeiten herausarbeiten können und haben auch deshalb völlig verdient das Match gewonnen. Glückwunsch an meine Spieler, die sich, denke ich mal, gerade um die Eistonnen streiten." Ganz erleichtert, ganz glücklich, ganz oben: Der FCSP hat sich mit einer Energieleistung zu seiner ersten russischen Fußball-Meisterschaft gezittert. Als Schiedsrichter Wolfgang Schwach am Samstag um 17.19 Uhr zum letzten Mal pfiff, war es geschafft. Alle St. Petersburger Spieler stürzten sich zuerst auf Kapitän Oleg Klimowitch, der dem FCSP in diesem Jahr ein wunderbarer Anführer war. Mit viel Mühe, manchmal auch mit erheblicher Not hatten die Zarenstädter zuvor im prallvollen Stadion 2:1 gewonnwen und dabei einen Rückstand wettmachen müssen. Der diesmal überragende Pinchas Shum (27.) und Detlev Löffler (63.) schafften den Umschwung, der so manche Beklemmung löste. Schließlich musste zwischendurch befürchtet werden, dass ihnen die Verfolger aus Moskau die Schale noch vor der Nase wegschnappen würden. +++Kapitän Klimowitsch streckt das gute Stück in den Himmel+++ Doch der FCSP, nach langem Kampf erst am 31. Spieltag an der Spitze angekommen, behielt die Nerven und bekam den Originalmeisterpokal von Sportminister Alexandrowitsch überreicht. Um 17.30 Uhr konnte Kapitän Klimowitsch das gute Stück als Erster in den St. Petersburger Himmel recken. Diese Mannschaft, behutsam und einfühlsam von Trainer und Mangager in Personalunion, Hennes Schweißgeiler, geleitet, bestachen über die ganze Saison mit Teamgeist und einem nie gefährdeten Gemeinschaftswerk und einer ausbalancierten Leistung, geprägt von Routiniers wie Kapitän Klimowitsch, Bachellier oder dem Franzosen Besson, und beflügelt durch Talente und Jungstars wie Drosdezki, Sauer oder Varela. Für Schweißgeiler ist es der zweite Meistertitel. Nach so vielen Jahren konnte er wieder ein Team auf Platz 1 führen. Während aus Omsk Glückwünsche für die erbrachte Leistung kamen, spielte der verfolger Moskau, der sich mit dem zweiten platz zufrieden geben muss, den Erfolg herunter. Zitat Kazyrov: "...meiner Meinung nach etwas glücklich,wenn ich nicht schon wieder diese dämliche Torwartprobleme bekommen hätte,hätte ich auch durchgezogen und sogar auch POkalmeister geworden." Unser Kommentar dazu: Das zu beweisen, wird wohl nicht mehr möglich sein. Mittlerweile ist der FC St. Petersburg den Erzfeinden so weit enteilt, dass es unsinnig wäre, die beiden Vereine überhaupt vergleichen zu wollen. Seit seinem zweiten Amtsantritt hat Schweißgeiler den Verein zu einer Top-Adresse in Russland gemacht (was im europäischen Vergleich,... naja, lassen wir das lieber). Das Prunkstück ist die Jugendarbeit. Diese fantastischen Spieler, die in der ganzen Welt spielen und zum ersten mal beim FCSP gegen den Ball traten. Aber nicht alle wurden veräußert. Schweißgeiler bewies Sachverstand und gab denen, in denen er Potenzial sah, das nötige Vertrauen. Da wäre natürlich der rechte Flügelmann Gordej Juschkewitsch (25), der gerade seine Torjägerkanone überreicht bekam. Zur selben Spielergeneration gehört Oleg Klimowitsch. Der 25-jährige ist nicht nur der Kreativkopf im Mittelfeld des FCSP, sondern begeistert uns alle in der russischen Nationalmannschaft. 5 Jahre jünger und damit bereits die zweite Generation verkörpert kaum einer besser, als Oleg Drosdezki, der im rechten Mittelfeld zuhause ist und langjährige Stammspieler scheinbar mühelos verdrängt. Nicht zuletzt der Österreicher, der als Kind nach Russland kam: Keiner kann nach dieser Spielzeit noch behaupten, Markus Sauer würde keine strahlende Zukunft haben. Das Fundament des Teams steht seit Jahren. Heraus kamen 3 Pokalsiege, Vizemeisterschaften und dritte Plätze konstant. Wir erinnern uns auch an packende Europapokalabende in der Quali, als Eupen schon kurz vorm Abgrund stand, aber dem FCSP am Ende die Kraft fehlte. Der Zuspruch für die Leistung des Trainers und der Mannschaft aus dem ganzen europäischen Ausland stärkte die Moral des Teams enorm. Allzu gut zu sprechen ist Schweißgeiler aber derzeit nicht auf jeden Kollegen. Der Zwist mit Spartak Moskau nagt an der guten Laune Schweißgeilers. "Die machen einfach immer so weiter und die Liga leidet drunter. Hilfsangebote lehenen sie in Moskau ab, aber im jammern, wenn mal Unentschieden gespielt wird sind einige bei Spartak richtig groß." äußerte Schweißgeiler nach Angaben von Sovetskij Sport gegenüber eines Ukrainischen Nachrichtenmagazins. Der FCSP setzt jetzt offensichtlich zum Angriff an. Das neue Stadion steht in einer halben Spielzeit und bietet 40000 überdachte Plätze. Auch die Ultras in der Ostkurve bekommen ihre verlangten und lang vermissten Stehplätze. In die neue Arena werden insgesamt 76.000.000 Cr. investiert. Schweißgeiler dazu: "Das ist der nächste Schritt in die Zukunft! Und den haben wir in Bar bezahlt!" Der Stolz auf diese Leistung im Verein steckt nicht nur in den Worten, sondern auch in der Mimik Schweißgeilers, als er diese Sätze sagte. Zurecht - sagen wir. Das er nicht zu halten ist, ohne das komplette Gehaltsgefüge der Mannschaft zu sprengen, war abzusehen. Was man allerdings durchaus fragen darf ist, wie Schweißgeiler auf diese Art jemals wieder eine Meisterschaft gewinnen will, wenn er Jahr für Jahr das Risiko scheut, Geld auszugeben. |
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Sprücheklopfer
Wir wissen alle, dass Mario nicht gesagt hat, was er gesagt hat, was er gesagt haben soll, dass er es gesagt hat.
Berti Vogts