El Peruano
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Academia Lima beendet Ciencianos Abend schon nach 31 Minuten

Liga 1 | 14. Spieltag | 24.08.26 | AD Cienciano - Academia Lima 0:3

32.000 Zuschauer waren am 14. Spieltag der Liga 1 gekommen, vermutlich in der Hoffnung auf ein Fußballspiel. Sie bekamen eines - allerdings vor allem von Academia Lima. Der Tabellenalltag von AD Cienciano verwandelte sich am Montagabend binnen einer halben Stunde in eine Lehrstunde über Effizienz, Kurzpassspiel und die unangenehme Frage, wie früh ein Abend eigentlich entschieden sein kann. Am Ende gewann Lima mit 3:0 (3:0).

Der Start war noch verheißungsvoll für die Gastgeber. Nach gerade einmal einer Minute prüfte Jorge Rueda die Defensive der Gäste, wenig später versuchte sich Jiri Petr. Es waren die ersten und für lange Zeit auch die letzten ernsthaften Lebenszeichen von Cienciano. "Wir wollten mutig beginnen", sagte Trainer Sascha Schüßler anschließend. "Das haben wir getan. Leider hat der Gegner diesen Mut sofort bestraft." Ein Satz, der im Fußball ungefähr so klingt wie: Der Rauchmelder hat funktioniert, nur das Haus brennt trotzdem.

Nach 120 Sekunden schlug Academia Lima zu. Istvan Bodola fand Jordi Roy, der aus der rechten Offensivzone zur frühen Führung traf. Ciencianos Torwart Peter Kotula hatte kaum Gelegenheit, sich mit der Spielatmosphäre vertraut zu machen. Auf den Rängen wurde noch über die Aufstellung diskutiert, da musste bereits über Schadensbegrenzung gesprochen werden.

Lima blieb im Vorwärtsgang, ohne dabei hektisch zu werden. Die Gäste kombinierten bevorzugt kurz, spielten ausgewogen über das gesamte Feld und brauchten kein aggressives Pressing, weil Cienciano den Ball häufig freiwillig wieder zurückgab. David Galindo hatte mehrere Abschlüsse, ehe er in der 25. Minute selbst für das 2:0 sorgte. Der Mittelstürmer blieb im Strafraum ruhig, während die Cienciano-Abwehr aussah, als hätte sie gerade eine besonders komplizierte Bedienungsanleitung erhalten.

Sechs Minuten später war die Partie praktisch entschieden. Javier Santos erhöhte nach Vorarbeit von Jukka Hietanen auf 3:0. Drei Tore, 31 Minuten - Lima hatte seinen Arbeitstag erledigt, während Cienciano noch nach dem passenden Tagesplan suchte. "Nach dem dritten Gegentor war es wichtig, nicht völlig auseinanderzufallen", erklärte Schüßler. "Das ist uns zumindest phasenweise gelungen." Der Trainer bemühte sich um die positiven Seiten. Das ist sein Beruf. Und manchmal offenbar auch eine Form von Extremsport.

Zur Pause reagierte Olli Kahn, der Trainer von Academia Lima, mit zwei Wechseln. Baysal Demirel und Enrique Barros kamen in die Partie; Lima verwaltete den Vorsprung, ohne sich einzuigeln. "Wir wollten weiter Fußball spielen und nicht nur die Uhr anschauen", sagte Kahn - sinngemäß, denn der genaue Wortlaut ging im Lärm der 32.000 Zuschauer unter. Auf dem Platz war die Botschaft jedenfalls angekommen: Die Gäste blieben konzentriert und ließen Cienciano kaum Raum.

Die Statistik bestätigte den Eindruck deutlich. Academia Lima kam auf 17 Torschüsse, AD Cienciano lediglich auf drei. Beim Ballbesitz lagen die Gäste mit 55,6 Prozent vorn, Cienciano hielt 44,4 Prozent. Auch in den Zweikämpfen war Lima überlegen: 57,4 Prozent der gewonnenen Duelle standen 42,6 Prozent der Gastgeber gegenüber.

Cienciano versuchte nach der Pause, offensiv zu bleiben. Nelio Nani kam in der 42. Minute noch zu einem Abschluss, danach aber fehlte es an Durchschlagskraft. Lima hätte durch Galindo, Roy und weitere Angriffe durchaus nachlegen können, beließ es jedoch beim 3:0. "Wir hätten gern noch ein Tor gemacht", sagte Roy nach dem Abpfiff. "Aber drei reichen auch, wenn der Gegner keins schießt." Fußball kann manchmal erstaunlich nüchtern sein.

So blieb für Cienciano nur die Erkenntnis, dass offensive Aufstellung und ausgewogenes Angriffsspiel allein noch keine Torchancen erzeugen. Academia Lima nahm drei Punkte mit - und Cienciano immerhin die Gewissheit, dass der nächste Anpfiff nicht schon wieder in der dritten Minute sein kann.

24.08.2026 20:37
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Wenn wir ein Quiz machen würden unter den Trainern in Deutschland, wer am meisten Ahnung hat von Trainingslehre, Psychologie, und der Trainer mit den besten Ergebnissen kriegt den besten Klub - dann wäre ich bald bei Real Madrid.
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