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Liga 1 | 12. Spieltag | 22.08.26 | Leon Chalaco - Academia Lima 0:2 Dabei begann die Partie durchaus vielversprechend für die Gastgeber. Bereits in der zweiten Minute prüfte Arnau Mendoza den Torhüter, eine Minute später zog Inigo de Almeida ab. Chalaco wollte Druck machen, trat offensiv auf und versuchte, das Spiel ausgewogen aufzubauen. "Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir nicht nur zum Verteilen von Eintrittskarten auf dem Platz stehen", hätte ein Chalaco-Spieler am liebsten gesagt. Tatsächlich blieb es bei diesen frühen Nadelstichen. Academia Lima ließ sich davon nicht beeindrucken. Die Mannschaft von Trainer Olli Kahn setzte auf kurze Pässe, geduldigen Spielaufbau und eine bemerkenswerte Vorliebe dafür, den Ball in Richtung Tor zu befördern. In der 14. Minute zahlte sich das aus: Marco Verratti traf zur Führung. Der zentrale Mittelfeldspieler hatte zuvor bereits auf das Tor geschossen und bewies wenig später, dass Beharrlichkeit im Fußball gelegentlich tatsächlich belohnt wird. Egil Justesen lieferte die Vorarbeit. Chalaco bemühte sich, den Rückstand nicht zum Hauptdarsteller des Abends werden zu lassen. Max Eder brachte vor der Pause noch einen Versuch zustande, doch Academia Lima blieb die gefährlichere Mannschaft. Jordi Roy beschäftigte die Defensive mehrfach, Istvan Bodola und Jukka Hietanen suchten ebenfalls den Abschluss. Zur Halbzeit lag Lima verdient mit 1:0 vorn. "Wir haben den Ball, aber nicht das Spiel", könnte ein Zuschauer auf der Tribüne trocken festgestellt haben. Die Statistik gab ihm recht: Chalaco kam insgesamt auf vier Torschüsse, Academia Lima auf 13. Auch beim Ballbesitz hatte der Gast die Nase vorn - 56,46 Prozent gegenüber 43,54 Prozent. Es war kein erdrückender Dauersturm, aber einer dieser Abende, an denen der Gegner ständig den Eindruck vermittelt, noch eine Idee in der Tasche zu haben. Nach der Pause wechselte Lima doppelt. Santiago Rielo kam für Egil Justesen, Domingo Alvaro ersetzte Pedro Yago. Später musste auch Torhüter Luis Enriquez Platz machen; Enrique Barros übernahm. Die Gäste blieben ihrem Plan treu: kurze Pässe, kontrollierte Angriffe, keine unnötige Hektik. Leon Chalaco blieb offensiv ausgerichtet, entwickelte aber zu wenig Durchschlagskraft. In der 59. Minute fiel die Entscheidung. Jordi Roy, der zuvor bereits mehrfach gefährlich aufgetaucht war, erhöhte auf 2:0. Istvan Bodola bereitete den Treffer vor. Roy hatte an diesem Abend offenbar beschlossen, das gegnerische Tor so lange zu besuchen, bis es ihn endlich hereinbat. Kurz darauf wurde es für Lima dennoch ungemütlich. Ignjac Babic, bereits in der sechsten Minute verwarnt, sah in der 66. Minute Gelb-Rot. Academia Lima musste die Schlussphase in Unterzahl bestreiten. Chalaco bekam dadurch mehr Raum, doch daraus entstand kein Tor. Eder versuchte es in der 78. Minute noch einmal, während Manuel Enriquez nach einer Verletzung ausgewechselt werden musste. Iban Costa kam für ihn ins Spiel. So blieb es beim 0:2. "Wir haben bis zum Schluss gearbeitet", hätte Olli Kahn anschließend wohl gesagt - und diesmal wäre es sogar eine ziemlich treffende Zusammenfassung gewesen. Academia Lima war spielstärker, zielstrebiger und effizienter. Leon Chalaco hatte den Willen, aber leider nicht die passenden Antworten. Im Fußball ist das ungefähr so, als bringe man einen Regenschirm zu einem Schneesturm: gut gemeint, nur leider nicht besonders hilfreich. 22.08.2026 20:45 |
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