El Peruano
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Academia Lima gewinnt Geduldsspiel gegen Colegio Vallejo

Liga 1 | 11. Spieltag | 21.08.26 | Academia Lima - Colegio Vallejo 1:0

Academia Lima hat am 11. Spieltag der Liga 1 die Geduldsprobe bestanden. Vor 43.058 Zuschauern setzte sich die Mannschaft von Olli Kahn mit 1:0 (0:0) gegen Colegio Vallejo durch. Es war kein Fußballabend für Freunde großer Torfestivals, aber einer für Liebhaber des gepflegten Dauerdrucks - und für Menschen, die sich von 15 Torschüssen nicht entmutigen lassen, wenn zunächst keiner davon ins Netz will.

Um 20 Uhr begann Lima im heimischen Stadion so offensiv, wie es die taktische Marschroute versprach. Colegio Vallejo blieb ausgewogen, vorsichtig und vor allem ohne nennenswertes Pressing. Das klang auf dem Papier vernünftig, wirkte auf dem Rasen allerdings gelegentlich wie die Entscheidung, bei einem Regenschauer das Fenster offen zu lassen.

Schon nach vier Minuten prüfte Leandro Bischoff den Gästekeeper Davib Browning. Vier Minuten später war Istvan Bodola an der Reihe, kurz darauf Javier Santos. Lima kam immer wieder in Abschlusspositionen, über die Flügel ebenso wie durch das Zentrum. Paulo Benito, Luís Makukula und erneut Bischoff sorgten dafür, dass Browning kaum Zeit hatte, über die Schönheiten des Abends nachzudenken.

"Wir wollten früh zeigen, dass wir nicht zum gemeinsamen Tee eingeladen haben", sagte Olli Kahn später mit jener Ernsthaftigkeit, die nur Trainer besitzen, wenn sie einen 1:0-Sieg erklären müssen. Neben ihm soll ein Betreuer gemurmelt haben: "Ein Tor wäre auch ein schönes Signal gewesen." Bis zur Pause blieb es jedoch beim 0:0. Lima hatte deutlich mehr vom Spiel, Vallejo verteidigte geschlossen und kam kaum gefährlich vor das Tor. Ermin Durisic sah in der 28. Minute die Gelbe Karte - vermutlich als Erinnerung daran, dass Fußball nicht ausschließlich aus höflichem Wegbegleiten besteht.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. Lima blieb offensiv ausgerichtet, erhöhte aber die Aggressivität. Die Wechsel zur Pause brachten frische Impulse: Paulo Ximenes und Lucas Moura verließen zunächst das Spielfeld, Leandro Bischoff und Paulo Benito rückten in die neue Ordnung. In der 53. Minute platzte dann endlich der Knoten - und zwar mit bemerkenswerter Konsequenz.

Moura setzte sich auf der rechten Seite durch, spielte den Ball ins Zentrum, und Bodola vollendete zum 1:0. Der zentrale Mittelfeldspieler hatte zuvor bereits mehrfach den Abschluss gesucht; diesmal war die Geduld vorbei und die Präzision da. "Ich dachte kurz, der Ball wolle wieder nur anklopfen", sagte Bodola nach dem Abpfiff. "Dann habe ich ihm erklärt, dass heute niemand mehr aufmacht." Ein schönes Tor, ein wahrer Satz - oder zumindest einer, der im Presseraum sehr gut klang.

Vallejo musste nun reagieren, blieb aber erstaunlich zurückhaltend. Der erste und zunächst einzige Gästeabschluss nach der Pause kam von Bernt Geier in der 56. Minute. Später versuchte es Durisic in der Nachspielzeit noch einmal. Mehr war von Colegio Vallejo offensiv nicht zu sehen. Trainer Vale Biorausch erklärte: "Wir wollten sicher stehen und auf unsere Chance warten. Leider hat die Chance offenbar ebenfalls gewartet."

Lima dagegen suchte die Entscheidung. David Galindo kam mehrfach zum Abschluss, Makukula und der eingewechselte Amaury Miguel hielten den Druck hoch. Insgesamt 15 Torschüsse standen am Ende für die Gastgeber zu Buche, Vallejo brachte es auf zwei. Beim Ballbesitz lag Lima mit 52,3 Prozent nur knapp vorn, doch die Zweikampfquote von 56,9 Prozent unterstrich, wer den Abend unbedingt gewinnen wollte.

In der Schlussphase stellte Kahn auf aktives Pressing und vollen Einsatz um. Colegio Vallejo überstand die letzten Minuten, aber nicht ohne zittrige Momente. So blieb es beim 1:0 - knapp im Ergebnis, deutlich im Auftritt. Academia Lima hatte nicht geglänzt, aber geliefert. Im Fußball ist das manchmal die höchste Form der Kunst: lange genug gegen die Tür treten, bis sie schließlich aufgeht.

21.08.2026 20:36
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