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Liga 1 | 26. Spieltag | 06.09.26 | CF Jose Aurich - Academia Lima 0:2 Schon nach acht Minuten musste Academia Lima reagieren. Asier Postiga verletzte sich, Arnfinn Berg kam für ihn ins Spiel. Berg brauchte anschließend keine lange Eingewöhnungszeit. In der 30. Minute erzielte der 23-jährige Linksverteidiger die Führung, vorbereitet von Javier Santos. Eine bemerkenswerte Arbeitsteilung: Santos wirbelte vorne, Berg tauchte hinten auf - und beide waren am Ende dort, wo es wehtut: auf der Anzeigetafel. Aurich versuchte, das Spiel mit einer ausgewogenen Grundordnung und ruhigem Passspiel zu kontrollieren. Das klang auf dem Papier vernünftig, sah auf dem Rasen aber phasenweise aus wie ein höflicher Antrag an eine Mannschaft, die längst beschlossen hatte, die Partie zu gewinnen. Academia Lima stand offensiver, spielte ebenfalls kontrolliert und suchte konsequent den Weg nach vorn. Der Ballbesitz war zwar nahezu ausgeglichen - 52,3 Prozent für Lima gegenüber 47,7 Prozent für Aurich -, doch bei den Abschlüssen lagen Welten zwischen den Teams. "Wir wollten nicht nur verwalten, sondern zeigen, dass wir hier etwas mitnehmen wollen", sagte Trainer Olli Kahn angeblich nach der Partie. "Nach dem ersten Tor war klar: Aurich muss aufmachen. Und wenn ein Gegner aufmacht, sollte man nicht so unhöflich sein und die Einladung ausschlagen." Die Gastgeber hatten ihre besten Momente kurz vor und nach der Pause. Caio Teixeira prüfte die Defensive in der 43. Minute und zwang sie auch in der 55. zu Aufmerksamkeit. Doch insgesamt blieb Aurich zu harmlos. Fünf Torschüsse standen am Ende zu Buche. Wenn ein Ball einmal gefährlich in Richtung Lima-Tor flog, wirkte es, als müsse sich die gesamte Mannschaft erst telefonisch erkundigen, ob daraus tatsächlich eine Chance werden dürfe. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Academia Lima den Druck. Santos, ohnehin auffälligster Angreifer der Gäste, war kaum zu bremsen. In der 53. Minute sah er die Gelbe Karte, was ihn offenbar nicht nachhaltig beeindruckte. Drei Minuten später traf er selbst zum 2:0. Joaquin Gutierrez lieferte die Vorlage, Santos vollendete - und Aurichs Abend bekam endgültig den Charakter einer langen Heimfahrt ohne Musik. "Ich dachte kurz, der Ball sei schon weg", soll Santos mit einem Grinsen gesagt haben. "Dann war er wieder da, und ich habe ihn einfach genommen. Manchmal ist Fußball sehr kompliziert. Manchmal muss man nur schießen." Lima blieb auch danach gefährlich. Santos suchte mehrfach den Abschluss, ebenso Mike Beyer, Matteo Pedivigliano, Leandro Bischoff und David Galindo. Aurich wechselte in der 64. Minute verletzungsbedingt Asier Pelaez aus, Antonio Diaz kam ins Spiel. Doch selbst diese Unterbrechung brachte keine Wende. Luis Blanco, Alfonso Travassos und Carlos Lomban versuchten es noch, ohne den Rückstand ernsthaft zu gefährden. Am Ende standen 16:5 Torschüsse und eine Tackling-Quote von 55,96 Prozent für Academia Lima gegenüber 44,04 Prozent für Aurich. Lima hatte nicht alles im Griff, aber deutlich mehr als genug. Kahn durfte zufrieden sein, die Gastgeber durften nachdenken. Und Aurich? Das Team blieb seiner Taktik treu: ausgewogen, kontrolliert, ohne Pressing. Vielleicht war genau das Problem. Fußball ist schließlich kein höflicher Gedankenaustausch. Manchmal muss man den Gegner auch stören. Besonders dann, wenn er gerade gewinnt. 06.09.2026 20:38 |
Sprücheklopfer
Mensch, mir ist aber kalt jetzt! Ehrlich! Boah!
Olaf Thon ausweichend auf die Frage, warum das Spiel denn so schlecht gelaufen ist