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Copa Libertadores | Gruppenrunde - 4. Spieltag | 23.08.26 | Academia Lima - Hercules Cochabamba 3:0 Academia Lima gewann am vierten Spieltag der Gruppenrunde mit 3:0 (0:0) und setzte damit ein deutliches Ausrufezeichen. Trainer Olli Kahn hatte seine Mannschaft offensiv eingestellt, mit ausgewogenem Passspiel und klarer Priorität auf gute Torchancen statt blindem Dauerfeuer. Ganz verhindern ließ sich das Schießen aus allen möglichen Lagen allerdings nicht: 17 Torschüsse sammelte Lima, Hercules brachte es auf gerade einmal drei. Dabei begann die Partie nicht wie ein rauschendes Fußballfest, sondern eher wie ein höfliches Abtasten mit gelegentlichen Aussetzern. Schon in der achten und neunten Minute prüfte Javier Santos den Gäste-Torwart Albert Nene. Kurz darauf versuchte es Pedro Yago. Hercules antwortete in der 18. Minute durch Michel Richard, blieb danach aber offensiv auffällig blass. "Wir wollten ruhig bleiben", hätte ein Lima-Spieler in der Pause sinngemäß sagen können. "Vielleicht waren wir dabei etwas zu ruhig." Academia Lima hatte mehr Zug zum Tor, aber Hercules besaß mehr vom Ball. 52,14 Prozent Ballbesitz gingen an die Gäste, 47,86 Prozent an Lima. Eine jener Statistiken, die nach Schlusspfiff gern geschniegelt daherkommen, obwohl sie wenig darüber verrät, wer tatsächlich die gefährlichere Mannschaft war. In diesem Fall war die Antwort eindeutig: Lima. David Galindo hatte bereits in der 31. Minute und kurz vor der Pause Chancen gesucht, blieb aber zunächst ohne Erfolg. Auch Ignjac Babic, Mike Beyer und Istvan Bodola meldeten sich mit Abschlüssen an. Der Führungstreffer ließ dennoch bis zur 52. Minute auf sich warten. Dann traf Jukka Hietanen für Academia Lima. Joaquin Gutierrez war an der Entstehung beteiligt - und durfte sich später trotz einer Verletzung in der 75. Minute zumindest teilweise als Wegbereiter des Abends fühlen. "Nach dem 1:0 wurde es leichter", wäre eine mögliche, sinngemäße Einschätzung von Trainer Kahn gewesen. "Vorher mussten wir gegen den Ballbesitz spielen, danach gegen die Nerven." Tatsächlich bekam Lima nun endgültig die Kontrolle über die gefährlichen Momente. Hercules versuchte, weiter ausgewogen aufzutreten, doch Ausgewogenheit ist im Fußball manchmal nur ein elegantes Wort für: zu wenig von allem. In der 61. Minute brachte Kahn Paulo Ximenes für Santos und Amaury Miguel für Matteo Pedivigliano. Die jungen Kräfte sorgten für frischen Schwung. Nach Gutierrez’ Verletzung kam Lucas Moura ins Spiel. Während Hercules’ Ruben Bonde in der 67. Minute noch die Gelbe Karte sah, arbeitete Lima bereits am nächsten Wirkungstreffer. Der fiel in der 80. Minute: Galindo erhöhte auf 2:0, vorbereitet von Istvan Bodola. Nur zwei Minuten später schlug der Mittelstürmer erneut zu. Diesmal war Hietanen beteiligt, Galindo machte aus dem Doppelschlag ein persönliches Statement und aus der Partie endgültig eine Angelegenheit für die Heimkurve. "Zwei Tore in zwei Minuten - dafür lohnt sich das Warten", hätte Galindo sinngemäß und mit einem breiten Grinsen erklären können. Hercules hatte am Ende nichts mehr entgegenzusetzen. Lima blieb offensiv, erhöhte später sogar den Einsatz und wechselte im Passspiel auf kurze Kombinationen. Die Gäste durften den Ball behalten, Academia Lima behielt die Punkte. 3:0, 17:3 Torschüsse und eine Mannschaft, die nach torloser erster Hälfte plötzlich sehr genau wusste, wo das Tor steht. Für Hercules war es ein Abend mit viel Ballbesitz und wenig Belohnung. Fußball kann grausam sein - besonders, wenn der Gegner das Tor im richtigen Moment findet. 23.08.2026 19:05 |
Sprücheklopfer
Durch einen Platzfehler, den die Löwen vergangenen Samstag hinterlassen haben, sind wir um ein Unentschieden gekommen.
Lothar Matthäus zum 0:1 der Bayern gegen Göteborg nach einem Eigentor von Markus Babbel, dessen Rückpass auf dem holprigen Rasen versprang