El Peruano
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Academia Lima trifft zwölfmal - und kein einziges Mal ins Tor

Liga 1 | 25. Spieltag | 05.09.26 | Academia Lima - AD Joan Galves 0:0

Es gibt Fußballabende, an denen die Zuschauer nach Hause gehen und sich fragen, ob sie eigentlich ein Spiel oder eine besonders lange Werbepause gesehen haben. Der 25. Spieltag der Liga 1 gehörte in diese Kategorie. Academia Lima und AD Joan Galves trennten sich vor 42.390 Zuschauern 0:0 - trotz 19 Torschüssen, reichlich Bewegung und einer Heimelf, die zumindest statistisch alles versucht hatte.

Schon nach drei Minuten meldete sich Mike Beyer an. Sein Schuss war der erste Gruß von Academia Lima an Torwart Yildirim Recber - und zugleich der Auftakt zu einem Abend, an dem Beyer noch mehrfach anklopfen sollte. Recber öffnete allerdings nicht. Miguel Beto probierte es in der vierten und zehnten Minute, Joaquin Gutierrez in der zwölften, Beyer wiederum in der 13. und 22. Minute. Die Hausherren kombinierten sich gefällig nach vorn, spielten mit kurzen Pässen und hatten zunächst 55,1 Prozent Ballbesitz. Nur das Entscheidende fehlte: ein Tor, dieses kleine Detail, das im Fußball traditionell nicht völlig überschätzt werden sollte.

"Wir wollten geduldig bleiben", sagte Academia-Trainer Olli Kahn angeblich nach der Partie. "Vielleicht waren wir sogar zu geduldig. Irgendwann hätte der Ball ja auch mal von allein ins Tor gehen können." Eine interessante Theorie, die der Fußball in diesem Fall allerdings nicht bestätigte.

AD Joan Galves war keineswegs nur zum höflichen Abnicken nach Lima gereist. Juanito Carvalho prüfte in der 21. Minute die Heimabwehr, danach sorgte Silvestre Dominguez mit Versuchen in der 27. und 30. Minute für Unruhe. David Mendilibar schoss in der 40. Minute, Esteban Manuel kurz vor der Pause. Die Gäste kamen insgesamt auf sieben Torschüsse, wirkten im Spiel nach vorn aber weniger dominant. Ihr taktischer Plan blieb offensiv und ausgewogen, das Pressing wurde jedoch konsequent vermieden. Man könnte sagen: Sie ließen Academia Lima den Ball - vermutlich in der Hoffnung, dass die Gastgeber damit irgendwann etwas anfangen würden.

Zur Halbzeit stand es 0:0. Ein Ergebnis, das sich nach 45 Minuten noch wie eine Zwischenstation anfühlte. In Wirklichkeit war es bereits ein ziemlich stabiler Endzustand.

Academia Lima wechselte zur Pause zweimal. Baysal Demirel und Stefan Csizmadia kamen ins Spiel, außerdem wurde später Marco Verratti durch Matteo Pedivigliano ersetzt. Nach Wiederbeginn erhöhte die Heimelf die Aggressivität deutlich. Das passte zum Spielverlauf: mehr Einsatz, mehr Druck, später sogar aktives Pressing. Die Chancen kamen weiterhin. Beyer schoss in der 53. Minute, Marco Verratti in der 65., Beto in der 66. und 72. Minute. Beyer durfte es in der 75. Minute noch einmal versuchen.

"Ich habe irgendwann aufgehört, die Chancen zu zählen", soll Beyer gesagt haben. "Das war besser für meine Laune." Eine nachvollziehbare Entscheidung. Zwölf Torschüsse verbuchte Academia Lima am Ende, doch keiner davon fand den Weg ins Netz.

Auch Joan Galves blieb gefährlich. Manuel versuchte es in der 76. Minute, Mendilibar in der 83. Minute. Danach verwalteten beide Mannschaften ihre Torlosigkeit mit bemerkenswerter Konsequenz. Kein Treffer, keine Verlängerung, kein Elfmeterschießen - nur der Schlusspfiff und 42.390 Menschen, die sich vermutlich einig waren, dass ein 0:0 sehr unterschiedlich unterhaltsam sein kann.

So blieb Academia Lima zwar die aktivere Mannschaft, aber ohne Lohn. Joan Galves nahm einen Punkt mit. Die größte Gewinnerin des Abends war die Torlinie. Sie hielt alles aus - und musste keinen Ball aus dem Netz holen.

05.09.2026 21:56
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