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Liga 1 | 13. Spieltag | 23.08.26 | Academia Lima - Alianza Sullana 4:0 Dabei begann Lima mit der Einstellung eines Teams, das offenbar keine Lust auf lange Anlaufzeiten hatte. Schon nach einer Minute prüfte Innenverteidiger Nestor Delgado das Tor der Gäste, kurz darauf tauchte Mittelstürmer Miguel Beto gefährlich auf. Alianza Sullana hielt dagegen, blieb aber im Spielaufbau auffällig höflich und überließ dem Gastgeber immer wieder den Ball. 51,2 Prozent Ballbesitz für Lima klingen zwar nicht nach einer Fußball-Diktatur, doch die 21 Torschüsse gegenüber gerade einmal fünf der Gäste erzählen die deutlichere Geschichte. Nach zwölf Minuten sah Limas Matteo Pedivigliano die Gelbe Karte, was seine weitere Arbeit im zentralen Mittelfeld nicht unbedingt entspannter machte. "Ich wollte nur zeigen, dass wir auch Zweikämpfe können", könnte man ihn in diesem Moment sagen gehört haben. Sullanas Alex Alcantara wurde in der 39. Minute ebenfalls verwarnt. Bis dahin hatte die Partie durchaus Tempo, aber noch keinen Treffer - der Fußball hielt sich kurz an seine alte Regel: Erst Spannung erzeugen, dann die Nerven ruinieren. In der 41. Minute war es schließlich Pieter Tilleman, der die Geduld der Heimfans belohnte. Nach Vorarbeit von Jordi Roy traf der linke Angreifer zur 1:0-Führung. Im Stadion brach der Jubel los, während irgendwo an der Seitenlinie vermutlich jemand erleichtert feststellte, dass ein weiterer Abschluss diesmal nicht am Tor vorbeiging. Tilleman hatte schon zuvor für Gefahr gesorgt und blieb einer der auffälligsten Spieler der ersten Hälfte. Zur Pause reagierte Kahn personell. Santiago Rielo kam für Pedivigliano, außerdem ersetzte Marco Verratti Paulo Benito. Rielo erhielt kurz nach Wiederbeginn die Gelbe Karte - ein Einstand mit der Eleganz eines schlecht gelaunten Weckers. Taktisch blieb Lima offensiv ausgerichtet, während Sullana ausgewogen und ohne aktives Pressing agierte. Das erwies sich zunehmend als Einladung, die der Gastgeber dankbar annahm. In der 59. Minute erhöhte Pedro Yago auf 2:0. Leandro Bischoff hatte den Treffer vorbereitet und damit seine starke Leistung im Mittelfeld gekrönt. Bischoff war bereits in der ersten Halbzeit mehrfach zum Abschluss gekommen und verteilte die Bälle mit der Ruhe eines Mannes, der den Spielplan offenbar gelesen hatte. "Wir wollten nach dem ersten Tor nicht zurückschalten", lautete die sinngemäße Botschaft aus Limas Reihen. Gesagt, getan. Nach einer Stunde war für Tilleman Schluss, Baysal Demirel übernahm. Der junge Angreifer brachte frische Beine und später noch mehr Ärger für Sullanas Abwehr. Die Gäste kamen zwar zwischen der 69. und 90. Minute zu vier ihrer insgesamt fünf Torschüsse - Asger Davidsen, Domingo Vico, Hulusi Boral und Miguel Custodio versuchten ihr Glück. Doch Torhüter Eric Brun und seine Vorderleute blieben unbehelligt. Sullana zeigte Gegenwehr, aber keine Durchschlagskraft. In der 85. Minute machte Miguel Beto endgültig den Deckel drauf. Nach Vorlage von Baysal Demirel traf der 19-Jährige zum 3:0. Drei Minuten später setzte Santiago Rielo den Schlusspunkt, erneut war Bischoff der Vorbereiter. 4:0 - und die Gäste durften froh sein, dass Lima bei 21 Torschüssen nicht noch gründlicher aufgeräumt hatte. "Heute hat die Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute an den Sieg geglaubt", ließ Trainer Olli Kahn sinngemäß verlauten. Alianza Sullana dürfte diese Zuversicht künftig gern etwas weniger überzeugend erleben. 23.08.2026 20:36 |
Sprücheklopfer
Wir wissen alle, dass Mario nicht gesagt hat, was er gesagt hat, was er gesagt haben soll, dass er es gesagt hat.
Berti Vogts