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Liga MX | 22. Spieltag | 27.07.26 | Alacranes Durango - Atletico Toluca 1:0 Schon nach zwei Minuten lag der erste Warnschuss in der Luft. Emilio Ferreira prüfte Tolucas Torhüter Jose Maria Derlei, kurz darauf versuchten es Nevio Pauleta und Eduardo Pauleta. Durango spielte offensiv, bissig und mit einer Aggressivität, die Trainer Manni Kaltz offenbar ausdrücklich bestellt hatte. "Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir nicht zum gemütlichen Kaffeetrinken auf dem Platz sind", sagte Kaltz nach dem Spiel - ein Satz, der zumindest zur Körpersprache seiner Mannschaft passte. Die Hausherren liefen zunächst mit offensiver Ausrichtung auf, spielten ausgewogen über das Zentrum und schalteten bei Ballverlusten in ein situatives Pressing. Toluca blieb dagegen balanciert, passsicher, aber ohne erkennbaren Drang, dem Abend eine eigene Geschichte zu geben. Die Gäste hatten zwar 46,45 Prozent Ballbesitz, doch Ballbesitz allein ist bekanntlich noch kein Angriff. Man kann auch sehr kontrolliert im Kreis laufen. Durango kam weiter. Davib Malfoy scheiterte in der 17. Minute, Kamil Klose versuchte es bei seinem Vorstoß in der 32. Minute, und Iban Fernandes hatte bereits in der 31. Minute eine Möglichkeit vergeben. Dann, in der 37. Minute, war der Mittelstürmer zur Stelle. Nevio Pauleta arbeitete den Ball in seine Richtung, Fernandes blieb ruhig und vollendete zum 1:0. Kein Feuerwerk, kein artistischer Salto - dafür ein Abschluss mit der Präzision eines Spielers, der wusste, dass die nächste Chance vielleicht erst in drei Minuten kommt. "Ich habe Nevio gesehen und gedacht: Wenn er den Ball nicht sofort zurückgibt, nehme ich ihn trotzdem", soll Fernandes später lachend gesagt haben. Pauleta wiederum habe im Kabinengang trocken erwidert: "Er hat getroffen, also darf er das heute behaupten." Die Zuschauer nahmen die Angelegenheit ohnehin selbst in die Hand und verwandelten das Stadion in eine akustische Großbaustelle. Toluca kam vor der Pause nur durch Bernard Berryer einmal gefährlich vor das Tor. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am grundsätzlichen Bild wenig. Durango blieb die aktivere Mannschaft und brachte es insgesamt auf 20 Torschüsse, während Atletico Toluca lediglich vier Versuche verbuchte. Clément Van Geem und Miroslav Vidic meldeten sich in der 64. beziehungsweise 73. Minute zwar noch an, doch Torhüter Vincent Antolin musste keinen dramatischen Abend bestreiten. Kaltz reagierte mit Wechseln und stellte seine Mannschaft im Verlauf etwas ausgewogener auf. Juan Diez, der zur Pause für Karol Varga gekommen war, sah in der 66. Minute die Gelbe Karte. Auch Albert Ohlsson wurde verwarnt, Durango gewann die Zweikämpfe dennoch mit 56,45 Prozent. Die letzten Minuten gehörten dann dem Nervenflattern: Durango suchte das zweite Tor, Toluca den Ausgleich, und irgendwo suchte vermutlich auch der Ball nach einer kurzen Pause. Er fand sie nicht. Durango brachte die Führung über die Zeit, obwohl Malfoy, Pauleta, Raul Futre, Klose und Ferreira noch weitere Chancen hatten. Nach 90 Minuten stand ein verdienter 1:0-Erfolg. Kaltz fasste es angeblich so zusammen: "Wir hätten höher gewinnen können. Aber drei Punkte sind auch ein sehr schönes Möbelstück." Für Atletico Toluca bleibt die Erkenntnis, dass eine ausgewogene Taktik ohne offensive Wucht vor allem eines ist: ausgewogen erfolglos. 27.07.2026 21:21 |
Sprücheklopfer
Das letzte Mal, dass ich so hoch verloren hab, war gegen meinen Bruder im Tipp-Kick.
Peter Neururer nach einer 0:7-Niederlage mit Rot-Weiß Essen (anschließende Entlassung Neururers inbegriffen)