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Amerikaliga | Achtelfinale - Hinspiel | 27.07.26 | Alacranes Durango - Nacional 1:1 Nacional begann im offensiven 4-4-2 und mit dem festen Vorsatz, die Partie nicht erst lange zu studieren. Bereits in der 12. Minute belohnte sich die Mannschaft von Trainer Karl Rausch: Massimiliano Di Paolo traf zur Führung, Thomas Michael hatte den Treffer vorbereitet. Di Paolo, der im zentralen Mittelfeld eigentlich für Ordnung sorgen sollte, fand stattdessen die Lücke - und offenbar Gefallen daran. "Wir wollten mutig beginnen und nicht darauf warten, dass Durango uns höflich um Erlaubnis bittet", hätte Rausch nach dem Spiel sinngemäß sagen können. Der Trainer setzte auf ausgewogenes Passspiel, kontrollierte Abschlüsse und eine robuste Gangart. Letztere war nicht nur taktisches Beiwerk: Nacional ging konsequent in die Zweikämpfe und lag bei der Tackling-Quote mit 52,2 Prozent knapp vor den Gastgebern. Durango antwortete mit zunehmendem Ballbesitz. 55,9 Prozent der Spielkontrolle lagen am Ende bei den Alacranes, doch Nacional hatte zunächst die gefährlicheren Momente. Insgesamt kamen die Gäste auf 17 Torschüsse, Durango auf 11. Sergio Coluna beschäftigte die Abwehr mehrfach, Thomas Michael prüfte die Defensive ebenfalls wiederholt. Die Gastgeber wiederum suchten vor allem über die Außenbahnen den Weg nach vorn. Davib Malfoy tauchte immer wieder gefährlich auf, Lukas Rieger und Raul Futre sorgten für Betrieb - und dafür, dass die Zuschauer nicht versehentlich eine Pause für ein Nickerchen einlegten. Zur Halbzeit lag Nacional mit 1:0 vorn. Durango-Coach Manni Kaltz stellte seine Mannschaft danach nicht völlig um, erhöhte aber das Pressing. Aus dem anfänglichen "Wir bleiben ausgewogen" wurde zusehends ein "Irgendjemand muss jetzt mal dazwischengehen". Nacional blieb offensiv ausgerichtet, verzichtete zunächst jedoch auf aktives Pressing. Das gab Durango Raum. In der 58. Minute musste Antonio Perez bei Nacional verletzt vom Feld; Adriano Garcia kam für ihn. Kurz darauf folgte der nächste Wechsel, Ake Sainio ersetzte den verwarnten beziehungsweise angeschlagen wirkenden Innenverteidiger Ake Afzelius. Die Partie wurde ruppiger, ohne völlig aus dem Ruder zu laufen. Afzelius sah in der 59. Minute Gelb, Durangos Karol Varga folgte in der 83. Minute. Der Ausgleich fiel in der 73. Minute. Eduardo Pauleta nahm die Vorlage seines Namensvetters Nevio Pauleta auf und traf zum 1:1. Kein Zufallsprodukt, sondern der Lohn für eine Druckphase, in der Durango den Ball laufen ließ und Nacional immer tiefer drängte. "Wir haben weitergemacht, obwohl der Ball zwischendurch offenbar lieber bei Nacional war", hätte Torschütze Pauleta in einer nachgestellten Mixed-Zone-Szene wohl gesagt. In der Schlussphase suchten beide Teams noch den Sieg. Nacional blieb mit Sergio Coluna und Thomas Michael gefährlich, Durango brachte unter anderem Veselin Durisic, Xavi Ziganda und Juan Diez. In der Nachspielzeit wurde es schließlich noch einmal hektisch: Noe Futre sah in der 95. Minute die Rote Karte. Nacional musste die letzten Augenblicke in Unterzahl überstehen, hielt das Remis aber fest. So endet ein lebhaftes Hinspiel ohne Sieger und ohne Verlierer. Durango hat den Rückstand aufgeholt, Nacional bleibt dank seiner Chancenfülle gefährlich. Das Rückspiel verspricht Spannung - und vermutlich wieder mindestens einen Trainer, der behauptet, alles sei genau so geplant gewesen. 27.07.2026 21:17 |
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Nein, ich bin nicht enteiert.
Berti Vogts