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Liga MX | 3. Spieltag | 13.08.26 | Alacranes Durango - Deportivo Pachuca 1:2 Dabei begann der Abend im Stadion von Durango beinahe so, als hätten die Gastgeber beschlossen, den Gegner mit Nachdruck zu begrüßen. Nach sieben Minuten prüfte Pablo Rodriguez den Pachuca-Torwart, eine Minute später zog Albert Ohlsson ab. In der 11. Minute war es dann so weit: Emilio Ferreira traf zur Führung. Der rechte Angreifer hatte bereits Sekunden zuvor auf das Tor geschossen und korrigierte seinen ersten Versuch offenbar nach dem Motto: Beim zweiten Mal wird’s schon. Wurde es. Die Freude hielt allerdings ungefähr so lange wie ein schlecht gelaunter Linienrichter seine Geduld. Nur drei Minuten später schlug Deportivo Pachuca zurück. Vincent Santos erzielte in der 14. Minute den Ausgleich und brachte die Gäste damit zurück in ein Spiel, das bis dahin stark nach Durango ausgesehen hatte. "Wir wollten ruhig bleiben", soll Pachuca-Trainer Huub Stevens später gesagt haben. "Ruhig waren wir nicht unbedingt. Aber erfolgreich." Durango blieb spielbestimmend. 53,21 Prozent Ballbesitz standen am Ende für die Hausherren zu Buche, dazu 13 Torschüsse. Doch Pachuca verteidigte mit einer Mischung aus Disziplin und jener angenehmen Sturheit, die Gegner regelmäßig zur Verzweiflung bringt. Cesc Etxeita hatte in der 21. Minute bereits eine Möglichkeit angedeutet, in der 33. Minute machte er es besser: Der Angreifer traf zur 2:1-Führung für die Gäste. Aus einem Heimvorteil war plötzlich ein Rückstand geworden - Fußball, das Spiel, in dem drei Minuten manchmal genügen, um eine ganze Dramaturgie umzuschreiben. Noch vor der Pause bemühten sich die Alacranes um die Antwort. Ferreira kam in der 45. Minute erneut zum Abschluss, doch Pachuca ging mit dem 2:1 in die Kabine. Trainer Manni Kaltz dürfte dort kaum über fehlenden Einsatz geklagt haben. Durango spielte aggressiv, suchte den Weg nach vorn und erhöhte nach der Pause den Druck. Das Pressing wurde aktiver, die Zweikämpfe wurden härter, und die Hausherren ließen erkennen, dass sie ihre Niederlage nicht einfach höflich entgegennehmen wollten. Jozef Cizek entwickelte sich dabei zum Dauerproblem für die Gästeabwehr. In der 57., 59., 65. und 86. Minute suchte der Durango-Angreifer den Abschluss. "Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen", sagte Cizek angeblich mit einem müden Lächeln. "Der Ball wusste ja auch nicht mehr, wo er hin sollte." Das Tor aber blieb ihm verwehrt. Pachuca setzte seinerseits Nadelstiche. Philippe Graves, Gustav Stark und Vincent Santos sorgten immer wieder für Entlastung. In der 73. Minute wechselte Stevens gleich dreimal und brachte Javier Chalana, Pedro Oliveira und Kian McAteer. Ein Zeichen: Der Vorsprung sollte nicht verwaltet, sondern über die Ziellinie gearbeitet werden. In der Schlussphase warf Durango noch einmal alles nach vorn. Giovanni Di Lorenzo und Nevio Pauleta versuchten es, doch Pachucas Abwehr hielt. Am Ende blieb es beim 1:2. "Wir hatten den Ball und die Chancen, aber Pachuca hatte die Tore", resümierte Kaltz angeblich. Eine Erkenntnis, die zwar banal klingt, im Fußball aber erstaunlich zuverlässig funktioniert. Durango muss sich trotz der Niederlage nicht verstecken. Nur sollte die Mannschaft beim nächsten Mal vielleicht auch den Teil des Spiels gewinnen, der auf der Anzeigetafel stattfindet. 13.08.2026 20:50 |
Sprücheklopfer
Wir sollten nicht alles ins Korn schmeißen.
Franz Beckenbauer