Tuttosport
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Albese und Empoli teilen sich die Punkte - und die Geduld der Fans

Serie C1 | 9. Spieltag | 01.11.26 | Albese - AC Empoli 0:0

Elfthausend Zuschauer kamen am Sonntagabend zum 9. Spieltag der Serie C1, um Fußball zu sehen. Sie bekamen vor allem eine besonders ausdauernde Verhandlung zwischen zwei Mannschaften geboten, die sich über 90 Minuten nicht darauf einigen konnten, wer denn nun eigentlich ein Tor schießen sollte. Albese und der AC Empoli trennten sich 0:0 (0:0).

Dabei begann die Partie keineswegs schläfrig. Empoli legte los, als hätte jemand den Wecker falsch gestellt. Bereits in der ersten Minute prüfte Salvatore Ferro die Albese-Abwehr, kurz darauf versuchte es Antonio Palmisano. Albese antwortete durch Matteo Mottafollone und Marco Piccolo, der offenbar der Meinung war, dass auch ein Rechtsverteidiger gelegentlich am gegnerischen Tor vorbeischauen dürfe.

In der zwölften Minute tauchte Valentino Bocchigliero gefährlich auf, wenig später zielte Davide Martino. Empoli hatte in der Anfangsphase etwas mehr Zug zum Tor, Albese blieb jedoch aufmerksam und setzte seinerseits Nadelstiche. Alessio Pietro kam in der 24. Minute zum Abschluss, Paolo Tomasi folgte sechs Minuten später. Der Ball flog, die Zuschauer raunten - das Tor blieb unbeeindruckt.

"Wir wollten geduldig bleiben", soll ein Albese-Offensivspieler nach dem Schlusspfiff gesagt haben. "Vielleicht waren wir dabei ein bisschen zu geduldig." Eine bemerkenswert diplomatische Umschreibung für einen Abend, an dem die Torhüter deutlich weniger zu tun hatten als die Statistikabteilung.

Vor der Pause wurde es noch einmal lebhafter. Salvatore Aprigliano, der zentrale Mittelfeldspieler der Gastgeber, versuchte es in der 39. und 44. Minute gleich zweimal. Empoli hatte darauf keine unmittelbare Antwort mehr. Dafür sah Albese-Verteidiger Marco Piccolo in der 33. Minute die Gelbe Karte - vermutlich als Erinnerung daran, dass Fußball nicht ausschließlich aus Schüssen besteht.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Muster fort: Empoli kontrollierte den Ball minimal häufiger, Albese blieb hartnäckig. Die Werte waren so ausgeglichen, dass selbst ein Münzwurf vermutlich 50,05 zu 49,95 ausgegangen wäre. Empoli kam auf 50,05 Prozent Ballbesitz, Albese auf 49,95 Prozent. Bei den Torschüssen lag der Gast mit 12:10 vorn, doch Zählbares wollte daraus nicht entstehen.

In der 53. Minute musste Empoli Salvatore Ferro verletzungsbedingt vom Feld nehmen; Cristian Bruni kam für ihn in die Partie. Kurz darauf prüften Patrik Kolomaznik und Davide Martino die Defensive der Gastgeber. Albese antwortete mit Alessio Pietro und erneut Aprigliano, der in der 65. und 75. Minute den Torerfolg suchte. Der Ball aber blieb konsequent bei seiner Linie: Er überschritt sie nicht.

"Wir hatten Chancen, aber der letzte Schritt hat gefehlt", wurde Empolis Trainer nach dem Spiel zitiert. Sein Gegenüber soll trocken erwidert haben: "Der erste Schritt wäre gewesen, überhaupt einmal zu treffen." Ob dieser Dialog tatsächlich so gefallen ist, ließ sich am späten Abend nicht mehr abschließend klären. Inhaltlich passte er allerdings ausgezeichnet zum Spiel.

In der Schlussphase erhöhte Empoli noch einmal den Druck. Riley Cascarino, Kolomaznik und Cristian Bruni kamen zu weiteren Abschlüssen, während Albese den Punkt mit großem Einsatz verteidigte. Filippo Pastorino und Davide Magisano sahen noch Gelb, was dem ansonsten erstaunlich friedlichen Abend ein wenig Farbe verlieh.

So blieb es beim 0:0. Kein Tor, kein Sieger, aber immerhin zehn Abschlüsse für Albese und zwölf für Empoli - genug Material für eine spannende Partie, nur leider nicht für die Anzeigetafel. Die 11.000 Zuschauer gingen vermutlich mit gemischten Gefühlen nach Hause: zufrieden über den Punkt, aber mit dem festen Vorsatz, beim nächsten Mal vielleicht ein Fernglas für Tore mitzunehmen.

02.11.2026 15:29
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