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Promotion League A | 25. Spieltag | 30.07.26 | SC Lausanne - FC Ascona 0:1 Anstoß war um 20.30 Uhr, und Lausanne begann, als hätte jemand den Spielern versprochen, das Tor werde sich irgendwann aus Höflichkeit öffnen. Jan Mohr prüfte Asconas Torhüter früh in der 1. Minute, Serge Bernard zog drei Minuten später ab. Marwin Schön versuchte es in der 18. Minute, Lasse Breuer in der 23. und Filip Tadic in der 30. Minute. Die Gastgeber hatten den Ball zu 57,97 Prozent, kombinierten sich gefällig durch das Mittelfeld und sammelten bis zum Schlusspfiff 15 Torschüsse. Nur: Der Ball wollte nicht hinein. Er hatte offenbar andere Pläne. "Wir waren geduldig", soll ein Lausanner Spieler in der Pause gesagt haben. "Vielleicht zu geduldig. Irgendwann war ich mir nicht mehr sicher, ob wir angreifen oder auf einen freien Tisch im Restaurant warten." Tatsächlich blieb es zur Halbzeit 0:0. Daniel Carey hatte in der 33. und 35. Minute Chancen, Breuer legte in der 36. nach, Tom Bartsch versuchte es in der 38. Minute. Ascona kam bis dahin nur zu zwei Abschlüssen, durch Dimitar Slawkow und Pascal Pare. Der Gast verteidigte kompakt, ohne sich dabei in Hektik zu verlieren. Yves Göbel holte sich kurz vor der Pause noch die Gelbe Karte ab - vermutlich als kleine Erinnerung daran, dass Fußball nicht ausschließlich aus geduldigem Warten besteht. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild zunächst wenig. Lausanne blieb ausgeglichen ausgerichtet, spielte ohne extremes Pressing und suchte weiterhin die kontrollierte Lösung. Ascona stand offensiv ausgerichtet, lauerte aber auf den Moment, in dem sich eine Tür öffnete. In der 56. Minute öffnete sie sich tatsächlich - allerdings nicht für Lausanne. Lorenzo Casole Bruzio leitete den Angriff ein, Luis Matthieu vollendete. Der 18-jährige Innenverteidiger schaltete sich ein und erzielte das einzige Tor des Abends. 0:1. Ein Treffer ausgerechnet von einem Abwehrspieler, nachdem Lausanne bis dahin neunmal auf das Tor geschossen hatte. Die Statistik nahm diesen Moment mit der Gelassenheit eines Menschen zur Kenntnis, der schon lange weiß, dass Fußball keine Gerechtigkeitskommission beschäftigt. "Ich habe nur gesehen, dass der Ball frei war", wurde Matthieu nach dem Spiel zitiert. "Dann habe ich nicht lange darüber nachgedacht." Eine bemerkenswert effiziente Einstellung. Lausanne dachte offenbar länger darüber nach - und schoss weiter. Carey prüfte Ascona in der 57., 72. und 75. Minute, Nevio Neumann versuchte es in der 78., Bernard in der 89. Minute. Dazwischen hatte Ascona durch Matthieu selbst, Pare und Valentin Brun noch eigene Abschlüsse. Insgesamt kam der Gast auf fünf Torschüsse, Lausanne auf 15. Doch Asconas Torhüter Marco Ackermann hielt seinen Kasten sauber, während seine Vorderleute in der Schlussphase mit aktivem Pressing und starkem Einsatz die letzten Lausanner Hoffnungen unter sich begruben. Trainer Rainer Zufall durfte sich nach Abpfiff über einen Sieg freuen, der seinem Namen beinahe unverschämt gerecht wurde. "Wir wollten kompakt bleiben und im richtigen Moment zuschlagen", soll er gesagt haben. "Dass dieser Moment dann von einem Innenverteidiger kam, macht die Sache natürlich besonders schön." Lausanne hatte mehr Ballbesitz, mehr Abschlüsse und vermutlich auch mehr Argumente. Ascona hatte das entscheidende Tor. Im Fußball ist das leider immer noch die überzeugendste Statistik. 31.07.2026 17:20 |
Sprücheklopfer
Sammy geht nach dem Sonnenstand. Die Sonne stand heute morgen für ihn zu tief, um schon aufzustehen.
Ottmar Hitzfeld als Trainer des FC Bayern München über Sammy Kuffour, der nach der Zeitumstellung am Sonntag eine Stunde zu spät zum Training erschien