Dagbladet
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Asker und Viking liefern sich ein 3:3-Spektakel mit sechs Treffern

Eliteserien | 8. Spieltag | 18.08.26 | Asker BK - Viking FK 3:3

Was für ein Abend in Asker: 12.500 Zuschauer kamen am Dienstag um 20.30 Uhr zum achten Spieltag der norwegischen Eliteserien - und bekamen sechs Tore, zwei Führungswechsel und eine Partie, die sich beim Abpfiff vermutlich selbst erst einmal setzen musste. Asker BK und Viking FK trennten sich 3:3 (1:1). Ein Ergebnis, das beiden Mannschaften schmeichelt und gleichzeitig beiden wehtut. Fußball kann eine erstaunlich höfliche Form des Chaos sein.

Viking begann offensiv, mit viel Druck über die Flügel und einer bemerkenswerten Lust, den Ball in Richtung Tor zu befördern. Zwischen der 18. und 22. Minute prüften Ilie Ghionea, Makis Kalitzakis und Ragnhild Hogmo die Defensive der Gastgeber. Asker wirkte in dieser Phase, als habe man den Wecker zwar gehört, aber noch nicht beschlossen aufzustehen.

Dann schlug die Heimmannschaft zu. In der 23. Minute brachte Marjan Bisevac Asker mit 1:0 in Führung. Der linke Angreifer blieb vor dem Tor ruhig, während auf den Rängen die erste kollektive Erkenntnis des Abends reifte: Dieser Dienstag würde kein gewöhnlicher Dienstag werden.

Viking antwortete prompt. In der 30. Minute traf der erst 17-jährige Jon Frigard zum 1:1. Der Youngster hatte bereits zuvor auf sich aufmerksam gemacht und belohnte sich nun für seinen forschen Auftritt. "Ich habe nicht lange überlegt", sagte Frigard nach dem Spiel in einer der Szenen, die man sich in einer Sportredaktion gern vorstellt. "Wenn man vor dem Tor zu viel nachdenkt, ist der Torwart meistens schneller mit dem Denken fertig."

Bis zur Pause blieb Viking gefährlicher. Insgesamt kam der Gast auf 14 Torschüsse, Asker auf sieben. Doch die Gastgeber hielten dagegen, mit knapp 51 Prozent Ballbesitz sogar minimal mehr als Viking. Ein statistischer Gleichstand mit eingebauter Fußnote: Asker hatte den Ball ein wenig häufiger, Viking wusste offenbar besser, was damit anzufangen war.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie endgültig Fahrt auf. In der 48. Minute drehte Albert Rodriguez das Spiel und erzielte nach Vorarbeit von Ghionea das 2:1 für Viking. Der Mittelstürmer sollte noch eine Hauptrolle bekommen - und zwar eine, für die andere Spieler mehrere Spiele brauchen.

Asker aber ließ sich nicht beeindrucken. Max Heighway glich in der 56. Minute nach Zuspiel von Heikki Nyman aus. Zwölf Minuten später tauschten die beiden die Rollen: Nyman traf zum 3:2, Heighway lieferte die Vorlage. Zwei Tore, zwei Kombinationen, zweimal dieselbe Botschaft an Viking: Aufgeben ist heute leider nicht im Programm.

"Wir hatten das Spiel mehrfach in der Hand", wurde Viking-Trainer Markus Frey nach dem Abpfiff zitiert. "Leider haben wir die Hand zwischendurch wieder aufgemacht." Seine Mannschaft blieb offensiv, stellte später auf aktiveres Pressing und kürzere Pässe um. Asker blieb dagegen ausgewogen und lauerte auf Gelegenheiten.

Die bekam Viking - und Rodriguez nutzte sie. In der 82. Minute erzielte er nach Vorarbeit von Gino Marica seinen zweiten Treffer zum 3:3. Danach drängte Viking weiter, während Asker mit letzter Kraft verteidigte. Gelbe Karten für Marcio Henrique und Ragnhild Aas passten zu einer Schlussphase, in der niemand mehr so tat, als sei das hier ein gemütlicher Sommerabend.

Am Ende blieb es beim 3:3. Viking hatte mehr Abschlüsse, Asker die bessere Effizienz. Beide Teams nehmen einen Punkt mit - und vermutlich die Erkenntnis, dass sechs Tore reichen können, um glücklich und unzufrieden zugleich nach Hause zu gehen.

19.08.2026 00:19
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Wenn ich heute fünf Talente einbaue und mehrere Spiele hintereinander verliere, dann lassen die Leute an den Blumen, die sie mir zuwerfen, plötzlich die Töpfe dran.
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