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Major League | 2. Spieltag | 12.08.26 | Atlanta Gorillas - Charleston Gunners 3:1 Dabei hätten die Gäste beinahe einen Traumstart erwischt. Nach gerade einmal einer Minute prüfte Ognjen Jovanovic Atlanta-Torwart Harvey Blanqui. Drei Minuten später versuchte sich Adrianos Ardizoglou, kurz darauf Vicente Gomes. Die Gunners waren offensiv eingestellt, schossen zunächst aus guten Positionen und vermittelten den Eindruck, als hätten sie den Gastgebern den Abend gründlich verderben wollen. Doch die Gorillas hatten andere Pläne - und Brandon Barre offenbar besonders wenig Interesse an einer vorsichtigen Begegnung. In der 12. Minute traf der zentrale Mittelfeldspieler nach Vorarbeit von Harrison Baker zum 1:0. "Ich habe den Ball gesehen und gedacht: Wenn er schon so freundlich liegt, sollte man ihn nicht beleidigen", sagte Barre anschließend mit jener Gelassenheit, die Torschützen grundsätzlich entwickeln, sobald der Ball im Netz liegt. Die Antwort der Gunners folgte prompt. Xabi Morais erzielte in der 20. Minute den Ausgleich, Alessandro Florenzi lieferte die Vorlage. Charleston war damit zurück im Spiel, und Trainer Raphael Mö dürfte kurz gehofft haben, dass seine offensiv ausgerichtete Mannschaft nun endgültig die Kontrolle übernimmt. Diese Hoffnung hielt allerdings ungefähr 19 Minuten - im Fußball eine Ewigkeit, sofern man gerade nicht Atlanta verteidigt. In der 39. Minute schlug Rafael Martins zu. Tomas Baranek bediente den linken Angreifer, der zum 2:1 vollendete. Kaum war der Jubel halbwegs sortiert, legte Martins nach: Nur eine Minute später stand es 3:1. Zwei Tore in zwei Minuten - ein Doppelpack mit der Geschwindigkeit eines schlecht gelaunten Weckers. "Nach dem zweiten Gegentor wollten wir sofort reagieren. Dann kam leider das dritte, und plötzlich war unsere Halbzeitansprache länger als unser Plan", wurde Mö nach dem Spiel zitiert. Atlanta-Coach Anja Meister sah es naturgemäß freundlicher: "Wir waren nicht immer elegant, aber wir waren wach. Und manchmal ist Wachsein im Strafraum schon die halbe Miete." Die Zahlen bestätigen ein enges Spiel, zumindest jenseits der Anzeigetafel. Atlanta kam auf zehn Torschüsse, Charleston auf neun. Auch beim Ballbesitz lagen die Teams fast gleichauf: 50,51 Prozent für die Gorillas, 49,49 für die Gunners. Bei den Zweikämpfen war Atlanta mit 50,92 Prozent ebenfalls knapp vorn. Es war also kein einseitiges Überrennen, sondern eher ein Spiel, in dem die Gastgeber ihre guten Minuten konsequenter vergoldeten - Charleston dagegen seine Chancen eher als unverbindliche Besichtigungstour behandelte. Nach der Pause veränderte sich das Bild. Atlanta blieb zunächst aggressiv, setzte auf lange Bälle und aktives Pressing. Charleston hielt an der offensiven Grundausrichtung fest, blieb im Passspiel jedoch ausgewogen und suchte weiterhin geduldig die Lücke. Jovanovic, Gomes und weitere Gunners-Spieler kamen zu Abschlüssen, doch Blanqui und seine Abwehr hielten stand. In der 58. Minute ersetzte Jozef Labant Morais, kurz darauf kam Yannik Brunner für den verwarnten Florenzi. Atlanta nahm in der 77. Minute Rafael Martins, Finlay Ward und Rudolf Carlsson vom Feld. Die Partie beruhigte sich, ohne langweilig zu werden - eine Kunst, die im Fußball selten genug gewürdigt wird. Am Ende blieb es beim 3:1. Atlanta verwaltete den Vorsprung, Charleston suchte den Anschluss, fand aber nur noch die Erkenntnis, dass eine starke erste Viertelstunde keine Punkte garantiert. Die Gorillas feiern drei Zähler. Die Gunners reisen mit vier Gegentoren in einer halben Stunde und reichlich Gesprächsstoff nach Hause. Immerhin: Für die Pressekonferenz war damit schon einmal gesorgt. 12.08.2026 20:40 |
Sprücheklopfer
Ich kann es mir als Verantwortlicher für die Mannschaft nicht erlauben, die Dinge subjektiv zu sehen. Grundsätzlich werde ich versuchen zu erkennen, ob die subjektiv geäußerten Meinungen subjektiv sind oder objektiv sind. Wenn sie subjektiv sind, dann werde ich an meinen objektiven festhalten. Wenn sie objektiv sind, werde ich überlegen und vielleicht die objektiven subjektiv geäußerten Meinungen der Spieler mit in meine objektiven einfließen lassen.
Erich Ribbeck