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Primera Division | 18. Spieltag | 29.08.26 | Atletico Albion - CD Cerrense 2:3 Cerrense begann, als hätte jemand in der Kabine den Knopf "Dauerangriff" entdeckt. Schon in der dritten Minute prüfte Salvador Meira den Albion-Torhüter Joao Hernandez, fünf Minuten später erneut. Christian Petrizzi schoss ebenfalls früh auf das Tor - und belohnte sich in der 11. Minute. Nach Vorarbeit von Meira brachte der zentrale Mittelfeldspieler die Gäste mit 1:0 in Führung. Albion wirkte zu diesem Zeitpunkt eher wie ein höflicher Gastgeber: Man ließ Cerrense gewähren und hoffte offenbar darauf, dass sich die Gäste irgendwann von selbst verabschieden. Doch Cerrense blieb freundlich nur im Auftreten. In der 25. Minute legte Hugo Pacos nach, wieder war Meira beteiligt. 2:0 - und das Stadion wurde auffällig still. "Wir wollten eigentlich Druck machen", soll ein Anhänger auf der Haupttribüne gesagt haben. "Aber bisher machen nur wir Druck - auf unsere Sitze." Die Zahlen bestätigten den Eindruck. Cerrense gab 16 Torschüsse ab, Albion lediglich acht. Beim Ballbesitz lagen die Teams mit 49,3 Prozent für die Gastgeber und 50,7 Prozent für Cerrense zwar nahezu gleichauf. Doch Gleichstand im Ballbesitz bedeutet bekanntlich nicht automatisch Gleichstand bei den guten Ideen. Cerrense spielte kontrolliert, schoss aus aussichtsreichen Positionen und hielt sich mit dem Pressing zunächst zurück. Albion dagegen verzichtete komplett auf aktives Pressing und fand nur selten den Weg in gefährliche Räume. Nach der Pause kam die Wende - zumindest kurz. In der 48. Minute erzielte Bünyamin Tas den Anschlusstreffer. Sergio Varela hatte vorbereitet, Tas vollendete zum 1:2. Plötzlich war wieder Leben im Stadion, und selbst die enttäuschten Zuschauer begannen, ihre Schals nicht nur gegen die Abendkälte zu tragen. Die Freude hielt allerdings nur elf Minuten. In der 59. Minute traf Ryan Skene für Cerrense zum 3:1, vorbereitet von Innenverteidiger Inigo Ze Castro. Skene hatte zuvor bereits mehrfach den Abschluss gesucht und belohnte seine Beharrlichkeit. Trainer Leahcim Gnipeur dürfte an der Seitenlinie jedenfalls keinen Grund gesehen haben, die ausgewogene Linie seiner Mannschaft zu verändern: Cerrense blieb taktisch BALANCED, spielte mit kontrolliertem Risiko und wartete geduldig auf Lücken. Albion gab sich dennoch nicht geschlagen. Jose Silva verkürzte in der 76. Minute nach Vorlage von Agemar Sousa auf 2:3. Danach drängten die Gastgeber, während Cerrense in den Verwaltungsmodus schaltete - jene Phase, in der eine Mannschaft behauptet, alles unter Kontrolle zu haben, und jeder Zuschauer trotzdem nervös auf die Uhr sieht. Jerome McGowan suchte mehrfach den Abschluss, James Dubois versuchte es in der 84. Minute. Cerrense blieb jedoch gefährlich und kam in der Nachspielzeit selbst noch zu zwei Torschüssen. Der Ausgleich fiel nicht mehr. Auch die etwas bessere Zweikampfquote der Gäste von 54,1 Prozent gegenüber 45,9 Prozent für Albion passte zum Abend: Cerrense war nicht spektakulär, aber konsequenter. Ein dokumentierter O-Ton von Spielern oder Trainern liegt zu diesem Spiel nicht vor; die beschriebenen Dialoge sind daher szenisch zugespitzt. Der echte Schlusssatz gehört der Anzeigetafel: Atletico Albion 2, CD Cerrense 3. Für Gemütlichkeit war an diesem Abend ohnehin niemand angereist. 29.08.2026 22:49 |
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