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Liga Nacional | 7. Spieltag | 17.08.26 | Atletico Jalapa - Diablos Coatepeque 1:0 Vor 32.599 Zuschauern begann die Partie um 20 Uhr mit einem kleinen Belagerungszustand. Diablos-Coatepeque-Angreifer Julio de los Reyes schoss bereits nach einer Minute auf das Tor und wiederholte die Übung in der achten, zehnten, 13., 38., 49. und 59. Minute. Ein besonders fleißiger Mann, der den Ball offenbar persönlich beleidigt hatte. Dazu kamen Versuche von Agemar Mocana, Diego Barreda, Liam Featherstone, Robert Kona und Christiano Martins. Jalapas Torhüter bekam jedenfalls früh Gelegenheit, sich mit dem Begriff Arbeitsmoral auseinanderzusetzen. Die Gäste hatten mit 51,89 Prozent auch etwas mehr Ballbesitz und wirkten im ersten Durchgang zielstrebiger. Jalapa setzte auf kurze Pässe und Angriffe über die Flügel, blieb im Abschluss aber zunächst überschaubar. Lewis Grantham und Joaquin Bosingwa sorgten mit ihren Versuchen in der 19. und 41. Minute immerhin dafür, dass die heimischen Fans nicht bereits zur Halbzeit begannen, die Stadionwürstchen taktisch zu analysieren. 0:0 stand es nach 45 Minuten. Für Coatepeque war das Ergebnis angesichts der Überlegenheit eher eine Zumutung, für Jalapa ein durchaus brauchbarer Zwischenstand. "Wir haben viele Chancen zugelassen, aber noch kein Tor", hätte Trainerin Pia Castell in diesem Moment wohl sagen können. "Das ist nicht schön, aber im Fußball erstaunlich nützlich." Nach der Pause wurde die Angelegenheit für Jalapa komplizierter. Joaquin Bosingwa, der schon in der 50. Minute Gelb gesehen hatte, flog in der 54. Minute vom Platz. Ob die zweite Verwarnung für ein Foul oder ein besonders überzeugendes Argument gegen die Spielleitung kam, ist aus den vorliegenden Ereignissen nicht ersichtlich. Fest steht: Jalapa musste fortan mit zehn Mann verteidigen. Und dann fiel das Tor - ausgerechnet für die dezimierte Heimmannschaft. In der 58. Minute traf Ivica Duljaj nach Vorlage von Duarte Pinto zum 1:0. Ein Treffer, der in Coatepeque vermutlich mehrere Taschenrechner aus dem Fenster beförderte. Duljaj hatte bereits kurz zuvor auf das Tor geschossen und bewies nun, dass Beharrlichkeit manchmal doch mehr ist als ein höflicher Name für stures Wiederholen. "Wir wollten eigentlich auf die gute Chance warten", hätte Raimon Harwardt nach dem Spiel erklären können. "Leider hat Jalapa die schlechte Chance genommen." Tatsächlich blieb Coatepeque seiner ausgewogenen Spielweise treu, spielte ohne aktives Pressing und suchte weiter nach der Lücke. Doch Robert Kona, Liam Featherstone und Agemar Mocana scheiterten ebenso wie Pol Caneira und zahlreiche weitere Gäste. Jalapa wechselte in der 65. Minute zudem im Tor: Esteban Figo machte Platz für Julian Salinas. Die Gastgeber warfen sich mit großem Einsatz in die Schlussphase, während Lewis Grantham noch Gelb sah. In den letzten Minuten nahm der Druck der Diablos weiter zu. Doch auch Featherstones Versuch in der 90. Minute und weitere Abschlüsse in der Nachspielzeit änderten nichts mehr. So blieb es beim 1:0 (0:0). Atletico Jalapa hatte weniger Ballbesitz, weniger Torschüsse und ab der 54. Minute einen Mann weniger - aber eben das einzige Tor. "Heute war nicht alles schön", hätte Castell abschließend sagen können. "Aber schön ist überschätzt, wenn man gewinnt." Dem ist kaum etwas hinzuzufügen. Außer vielleicht: Die Statistik braucht jetzt erst einmal eine Pause. 17.08.2026 23:39 |
Sprücheklopfer
Die italienischen Vereine sagen mir: Von der Ablösesumme für Emerson könnt ihr euch doch zwei Spieler kaufen. Ich antworte denen dann immer: Dann kauft euch die doch selbst.
Rainer Calmund