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Regionalliga C | 1. Spieltag | 24.10.26 | TSV Aubstadt - Frickenhausen 1:2 Anstoß war um 20.15 Uhr, die Temperaturen angenehm, die Erwartung groß und die erste Aubstädter Angriffslust durchaus vorhanden. Die Gastgeber begannen offensiv, wie es die taktische Marschroute versprach. Oliver Lutz prüfte bereits in der achten Minute die Frickenhausener Defensive, Ilias Wasilewski legte zehn Minuten später nach. Doch Frickenhausen blieb ruhig, ungefähr so ruhig, wie eine Mannschaft sein kann, die gerade beschlossen hat, den Gegner mit gepflegter Effizienz zu ärgern. In der 24. Minute schlug der Gast erstmals entscheidend zu. Carl Stumpf traf zur Führung, Nevio Maus lieferte die Vorarbeit. Für Aubstadt kam es doppelt ungemütlich: Michael Hartmann musste verletzt vom Feld, und auf der Tribüne dürfte der eine oder andere Zuschauer kurz überlegt haben, ob dieser Abend noch eine Wendung nehmen würde. Die Antwort kam zunächst nicht von Aubstadt, sondern von Otto Gunnarsson. In der 29. Minute erhöhte der Frickenhausener auf 2:0, Davib Willoughby bereitete vor. "Wir wollten mutig auftreten, aber mutig allein schießt leider keine Tore", hätte Aubstadts Trainer nach der Partie wohl sagen können. Es wäre jedenfalls eine treffende Zusammenfassung der ersten Halbzeit gewesen. Die Hausherren kamen zu Möglichkeiten, Frickenhausen aber zu den besseren Momenten - und vor allem zu den Toren. Zur Pause stand es 0:2, obwohl die Partie keineswegs wie eine einseitige Angelegenheit wirkte. Aubstadt hatte insgesamt elf Torschüsse, Frickenhausen zwölf. Auch beim Ballbesitz lag der Gast nur knapp vorn: 53,2 Prozent gegenüber 46,8 Prozent. Das war kein Fußball gewordener Belagerungszustand, sondern ein enges Spiel, in dem Frickenhausen die entscheidenden Räume etwas konsequenter nutzte. Bei den Zweikämpfen war der Unterschied noch kleiner: 50,5 Prozent für die Gäste, 49,5 für Aubstadt. Ein Duell auf Augenhöhe - mit dem kleinen, aber nicht ganz unwichtigen Detail, dass eine Mannschaft zwei Treffer erzielte. Nach dem Seitenwechsel drängte Aubstadt energischer. Lutz blieb der auffälligste Angreifer der Gastgeber und belohnte sich in der 62. Minute. Nach Vorlage von Stephan Herrmann verkürzte der 18-Jährige auf 1:2. Plötzlich war das Stadion wieder da, und selbst die Zuschauer, die zuvor innerlich bereits mit dem Abend abgeschlossen hatten, fanden ihre Stimme wieder. "Jetzt bitte nicht wieder bis zur 89. Minute warten", soll ein Fan am Spielfeldrand gerufen haben. Ein vernünftiger Vorschlag, der allerdings ungehört blieb. Frickenhausen geriet in der 71. Minute zusätzlich unter Druck, als Nevio Maus nach seiner Gelben Karte die Gelb-Rote sah. Die Gäste mussten fortan in Unterzahl verteidigen. Aubstadt erhöhte die Schlagzahl, kam aber nicht mehr zum Ausgleich. Curt Schlegel suchte in der 85. Minute noch einmal den Abschluss, auf der Gegenseite prüften Karl Neubauer und Willoughby spät die Aufmerksamkeit der Gastgeber. So blieb es beim 1:2. Frickenhausen nimmt drei Punkte mit, Aubstadt vor allem die Erkenntnis, dass eine Aufholjagd durchaus funktionieren kann - sofern sie nicht erst nach einer Stunde beginnt. Am ersten Spieltag ist noch nichts verloren. Aber der Kalender wird vermutlich nicht jedes Mal so höflich sein, auf den ersten Treffer zu warten. 24.10.2026 21:56 |
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Das ist Schnee von morgen.
Jens Jeremies