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3. Bundesliga (2. Div) | 6. Spieltag | 16.08.26 | Wismut Aue - Chemnitzer FC 4:1 Am Ende siegte Aue deutlich mit 4:1 (1:0). Der Erfolg war nicht nur verdient, sondern statistisch geradezu mit dem Textmarker unterstrichen: 18 Torschüsse standen für die Gastgeber zu Buche, Chemnitz kam auf gerade einmal vier. Beim Ballbesitz begegneten sich beide Mannschaften dagegen fast auf Augenhöhe - Aue lag mit 50,8 Prozent nur knapp vor dem CFC. Offenbar hatte Chemnitz also durchaus oft den Ball. Nur wusste man damit nicht immer, wohin. Den ersten Warnschuss gab in der 4. Minute Walerij Petrow für die Gäste ab. Es sollte einer der wenigen Momente sein, in denen Chemnitz im Angriff nicht wie ein Team wirkte, das versehentlich in den falschen Strafraum geraten war. Aue antwortete umgehend. Esterina Melchior prüfte in der 9. Minute zunächst die Aufmerksamkeit der Chemnitzer Defensive - und traf wenig später zur Führung. Nach Vorarbeit von Edoardo Cerzeto stand es 1:0. Aue blieb danach die aktivere Mannschaft. Javier Rodrigo, Prokhor Jaroslawzew und Robert Harsanyi suchten wiederholt den Abschluss, während Petrow auf der anderen Seite zweimal weitere Gelegenheiten hatte. Die Gastgeber spielten ausgewogen, aber zielstrebig. Chemnitz war offensiv ausgerichtet, verzichtete jedoch weitgehend auf aktives Pressing. Das ist eine taktische Entscheidung - ungefähr so, wie man sich bei Regen für den Regenschirm entscheidet, ihn dann aber zu Hause liegen lässt. "Wir wollten mutig auftreten und Chancen sicher herausspielen", lautete die sinngemäße, hier szenisch zugespitzte Erklärung von Chemnitz-Trainerin Beate Merkel. Tatsächlich blieb es bis zur Halbzeit beim 1:0. Aue hatte mehr Zug zum Tor, Chemnitz mehr Arbeit vor sich. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Wismut den Druck. In der 62. Minute war Jaroslawzew zur Stelle. Rodrigo bereitete vor, der Auer Angreifer vollendete zum 2:0. Nun wurde aus dem Spiel endgültig eine Angelegenheit, bei der Chemnitz dringend eine neue Idee gebraucht hätte - oder wenigstens eine alte, die noch funktionierte. Aue wechselte, blieb aber im Rhythmus. In der 71. Minute kam Nevio Michels für Edoardo Cerzeto und lieferte zwölf Minuten später die Vorlage zum dritten Treffer. Harsanyi nahm sie dankbar an und stellte auf 3:0. Zwei Minuten danach durfte auch Salvatore Papasidero jubeln: Jaroslawzew bereitete vor, Papasidero traf zum 4:0. Chemnitz gab sich dennoch nicht vollständig auf. Andre Pilat verkürzte in der 87. Minute nach Vorlage von Agustin Derlei auf 1:4. Ein Lebenszeichen, gewiss - allerdings eines, das reichlich spät aus dem Briefkasten geholt wurde. Aue hatte längst die drei Punkte eingepackt. "Wir wollten bis zum Schluss konsequent bleiben", sagte Trainer Thomas Freitag anschließend in der szenisch formulierten Nachbetrachtung. Das gelang zumindest in wesentlichen Teilen. Aue gewann mehr Zweikämpfe, schoss deutlich häufiger und ließ sich auch vom späten Gegentor nicht aus der Ruhe bringen. So bleibt ein klarer Heimsieg, vier verschiedene Torschützen und ein Abend, an dem die Auer Fans den Heimweg mit breiter Brust antreten konnten. Chemnitz dagegen dürfte die Rückfahrt genutzt haben, um die Frage zu klären, wie man mit fast 49 Prozent Ballbesitz nur viermal aufs Tor schießt. Die Antwort wird vermutlich nicht besonders kurz ausfallen. 17.08.2026 08:17 |
Sprücheklopfer
Ich lerne nicht extra französisch für die Spieler, wo dieser Sprache nicht mächtig sind.
Mario Basler auf die Frage nach seiner Beziehung zu Youri Djorkaeff