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Ayax Amsterdam tanzt SC Dordrecht schwindlig - 3:0 im Winterregen

Es war ein nasskalter Januarabend in der Johan-Cruyff-Arena, an dem 33.655 Zuschauer sich fragten, ob sie lieber daheim am Kamin geblieben wären. Nach 90 Minuten plus Nachspielzeit wussten sie: Nein. Denn Ayax Amsterdam servierte ihnen beim 3:0 über den SC Dordrecht ein warmes Fußballgericht mit Sahnehäubchen - und einer Prise jugendlicher Frechheit.

Von Beginn an zeigte sich, dass Trainer Jochen Eichhorst seine Jungs auf Angriff programmiert hatte. "Offensiv, aber mit Köpfchen", hatte er vor dem Anpfiff gesagt - und die Statistik gab ihm am Ende recht: 18 Torschüsse für Ayax, nur vier für Dordrecht. Dabei lag der Ballbesitz ironischerweise bei den Gästen (55 Prozent). Ein klassischer Fall von "viel Ball, wenig Beute".

Schon in der 20. Minute öffnete Vaclav Simak das Torfestival. Der 20-jährige Mittelstürmer nahm einen Pass von Paul Leblanc elegant mit der Brust, drehte sich - und schob den Ball so überlegt ins lange Eck, dass selbst der Torwart Fabio Mocana kurz applaudieren wollte. "Ich hab einfach instinktiv geschossen", grinste Simak später. "Vielleicht war’s auch Glück. Aber Glück hat man nur, wenn man’s versucht."

Dordrecht versuchte in der Folge, mit gepflegtem Kurzpassspiel Kontrolle zu gewinnen, doch Ayax störte im richtigen Moment. In der 36. Minute schlug es erneut ein - diesmal nach einem Standard. Innenverteidiger Iker Caballero, sonst eher fürs Grobe zuständig, köpfte eine butterweiche Ecke von Leblanc ins Netz. 2:0. "Ich hab ihm vorher gesagt, heute machst du einen", plauderte Leblanc nach dem Spiel. "Er meinte nur: ’Ich bin doch kein Stürmer.’ Jetzt weiß er’s besser."

Zur Pause sah man bei Dordrecht ratlose Gesichter. Trainer Arjen Wouters (dessen Name in keiner Statistik stand, aber in jedem Gesichtsausdruck seiner Spieler zu lesen war) gestikulierte wild, während Eichhorst in seiner Coachingzone lässig mit den Händen in den Taschen stand - ein Mann, der wusste, dass sein Plan funktionierte.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild ähnlich: Dordrecht mit Ball, Ayax mit Chancen. Lars Vanderveer prüfte mehrfach den Gästekeeper, Haswell wirbelte auf rechts, und selbst Verteidiger Francisco Forque wagte sich nach vorn - ehe er in der 91. Minute Gelb sah, offenbar aus purer Langeweile. "Ich wollte nur zeigen, dass ich auch Emotionen habe", lachte Forque hinterher.

Einen Wermutstropfen gab’s trotzdem: Humberto Travassos kassierte in der 76. Minute ebenfalls Gelb, nachdem er seinen Gegenspieler mehr umarmt als gefoult hatte. "Ich bin Portugiese, wir sind eben herzlich", meinte er nach dem Abpfiff mit einem Augenzwinkern.

In der 94. Minute setzte Maik Michel schließlich den Schlusspunkt. Nach feiner Vorarbeit von Nicolaas Haswell zog der eingewechselte Linksaußen trocken ab - 3:0. Der Jubel war nicht mehr ganz ekstatisch, eher zufrieden. Es war der Moment, in dem Dordrecht endgültig merkte, dass sie heute noch Stunden hätten spielen können, ohne zu treffen.

"Wir haben’s clever gemacht", bilanzierte Coach Eichhorst mit einem zufriedenen Grinsen. "Nicht alles war schön, aber effektiv war’s allemal. Und drei Tore ohne Gegentor - das unterschreib ich jedes Wochenende."

Während die Ayax-Spieler ausgelassen vor der Fankurve tanzten, stapfte Dordrecht enttäuscht in die Kabine. Man hatte zwar mehr vom Ball, aber weniger vom Spiel. Ein paar Fans der Gäste riefen "Kopf hoch!", worauf ein Dordrecht-Spieler trocken antwortete: "Wir hatten ihn ja oben - nur der Ball nicht da, wo er hingehört."

Der Abend endete, wie er begonnen hatte: mit Regen, aber auch mit einem strahlenden Ayax. Drei Tore, drei Torschützen aus drei Mannschaftsteilen - Stürmer, Verteidiger, Flügel. Ein Sieg, der nach mehr schmeckt. Und wer weiß: Vielleicht war das der Abend, an dem ein junger Simak seinen Durchbruch feierte.

"Wenn der Junge so weitermacht, wird er bald keine Straßenbahn mehr nehmen können, ohne erkannt zu werden", witzelte Eichhorst beim Hinausgehen. Und grinste in den Regen - so breit wie das Ergebnis.

Schlusswort? Vielleicht so: In Amsterdam war’s am 5. Januar 2026 zwar kalt, aber im Stadion wurde’s warm ums Herz. Und wer Fußball liebt, weiß: 3:0 klingt nicht nur gut - es fühlt sich auch so an.

06.03.643987 09:17
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