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Regionalliga D | 8. Spieltag | 18.08.26 | FC Beilngries - Bad Doberaner SV 0:4 Dabei hatte FC-Trainer Andreas Tiefenbach seine Mannschaft durchaus offensiv ausgerichtet. Über die Mitte sollte es gehen, mit ausgewogenem Passspiel und dem Versuch, gute Chancen herauszuspielen. Auf dem Papier klang das nach einem Plan. Auf dem Rasen sah es zunächst eher nach einer höflichen Einladung an die Gäste aus, doch bitte selbst das Kommando zu übernehmen. Bad Doberan nahm diese Einladung dankend an. Bereits in der dritten Minute prüfte Leon MacEwen FC-Torwart Philip Ullrich, eine Minute später zwang Claus Stefan die Beilngrieser Defensive zum ersten kollektiven Durchatmen. Felix Frey machte es in der siebten Minute genauer: Nach Vorarbeit von MacEwen traf der Mittelfeldspieler zur frühen Führung. 0:1 - und die Gastgeber hatten noch nicht einmal Zeit gehabt, sich über die Platzverhältnisse zu beschweren. "Wir wollten mutig beginnen", soll Tiefenbach später gesagt haben. "Das haben wir getan. Nur leider war der Mut offenbar beim falschen Team." Ganz so dramatisch dürfte es der Trainer nicht formuliert haben, die Richtung aber stimmte. Die Gäste blieben am Drücker. Karl Link schoss, Claus Stefan schoss, Oliver Adam schoss - Bad Doberan behandelte das Tor von Ullrich wie eine besonders interessante Zielscheibe. In der 16. Minute war es erneut Adam, der zuschlug. Der Innenverteidiger erhöhte nach Zuspiel von Alexander Henning auf 0:2. Beilngries lag zur Pause nicht nur zurück, sondern war auch statistisch praktisch unsichtbar: 0:11 Torschüsse aus Sicht der Ereignisdaten, am Ende sollten es 0:22 sein. Auf den Rängen wurde es stiller. "Vielleicht zählt Ballbesitz ohne Ballkontakt auch", soll ein Zuschauer seinem Nebenmann zugeraunt haben. Tatsächlich hatten die Gastgeber immerhin 44 Prozent Ballbesitz. Bad Doberan kam auf 56 Prozent und gewann zudem knapp 59,5 Prozent der Zweikämpfe. Es war also nicht nur mehr Ball, sondern auch mehr Zugriff im Spiel. Nach dem Seitenwechsel versuchte Tiefenbach mit Wechseln gegenzusteuern. Johann Busch kam für Michael Basa, Frank Hafner ersetzte Helmut Beck, später Nico Runge Klaus Witt. Doch bevor die neuen Kräfte Wirkung entfalten konnten, schlug Bad Doberan erneut zu. In der 57. Minute traf Stille Vanderveer nach Vorlage von Ralf Röder zum 0:3. Beilngries mühte sich, fand aber keinen Weg durch die stabile Gästeordnung. Bad Doberan blieb ausgewogen, spielte ohne hektisches Pressing und schoss weiter, wenn sich eine Gelegenheit bot. In der 75. Minute belohnte sich Karl Link für seine auffällige Aktivität: Nach Röders Zuspiel erzielte der Angreifer das 0:4. Ganz ohne Nebengeräusche blieb der Abend nicht. Torsten Sonne sah zunächst Gelb und musste in der 86. Minute nach einer weiteren Verwarnung mit Gelb-Rot vom Platz. Jakob Sturm wurde in der Schlussminute ebenfalls verwarnt. Zudem musste Klaus Witt in der 72. Minute verletzt vom Feld. So blieb es beim 0:4. Bad Doberan präsentierte sich zielstrebig, effizient und mit 22 Torschüssen ausgesprochen gesprächig. Beilngries dagegen blieb ohne Abschluss und damit ohne Tor. Immerhin: Die Heimfahrt dürfte kurz gewesen sein. unerquicklich. 19.08.2026 08:43 |
Sprücheklopfer
Die Flanken von außen sind auch Roberto Carlos und Cafu denen ihre Spezialität.
Andreas Brehme