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**Bader ballert Pampow zum späten Sieg - Grebenstein verzweifelt an der Effizienz**

Es war ein frostiger Freitagabend in Pampow, aber auf dem Rasen der Landesliga 26 glühte der Boden: Der MSV Pampow gewann am 21. Spieltag vor 2093 Zuschauern mit 2:1 gegen den tapfer kämpfenden Grebenstein - in einem Spiel, das alles hatte: Tempo, Chancenwucher und einen Stürmer, der einfach nicht wusste, wann Schluss ist.

Die erste Halbzeit war ein Lehrstück in Sachen "Fast". Fast ein Tor hier, fast ein Treffer dort - aber eben nur fast. Pampows Gustav König prüfte schon in der 7. Minute den jungen Gästekeeper Michael Latham, der sich mit einem Flug quer durchs Abendlicht in die Herzen der mitgereisten Fans hechtete. Auf der anderen Seite war es der bullige Benjamin Bayer, der in Minute 11 den ersten Warnschuss für Grebenstein abgab. Doch MSV-Torwart Bernd Fleischer, erst 19, aber mit der Ruhe eines 40-Jährigen, pflückte den Ball seelenruhig aus der Luft, als würde er Äpfel ernten.

Nach dem Pausentee - vermutlich mit extra Zucker, denn Pampow kam plötzlich unter Strom - drehte sich die Partie. In der 49. Minute schickte Rechtsverteidiger Alfie Henderson einen butterweichen Pass in den Strafraum, und Marwin Bader tat, was Mittelstürmer tun: Er hielt den Fuß hin, sagte später schlicht "Den muss ich machen", und machte ihn. 1:0 Pampow.

Grebenstein, von Trainer Pipa Po gewohnt offensiv eingestellt, reagierte nicht mit Verzweiflung, sondern mit Wut im Bauch. "Wir haben die Flügel heißlaufen lassen", erklärte Po später mit einem schiefen Grinsen. Und tatsächlich: Der eingewechselte Samuel Lankford brachte frischen Wind - und in der 67. Minute den Ausgleich. Nach Vorarbeit des spielfreudigen Olivier Albers zog der Routinier trocken von rechts ab, der Ball klatschte an den Innenpfosten und trudelte ins Netz. 1:1, völlig verdient zu diesem Zeitpunkt.

Danach spielte eigentlich nur noch Grebenstein. 21 Torschüsse stehen am Ende in der Statistik - doppelt so viele wie Pampow. Doch Fußball hat seine eigenen Gesetze, und eines davon lautet: Wer die Dinger vorne nicht macht, kriegt hinten einen rein.

In der Nachspielzeit, als sich alles schon mit einem Punkt abgefunden hatte, kam Pampow noch einmal. Der junge Justin Berger, der links hinten über das ganze Spiel hinweg tapfer gelaufen war, setzte nach einem Ballgewinn zu einem seiner seltenen Vorstöße an. "Ich hab einfach gedacht: jetzt oder nie", erzählte er später mit roten Wangen. Seine flache Hereingabe fand - natürlich - wieder Marwin Bader, der in der 91. Minute eiskalt vollstreckte. 2:1, Stadionexplosion.

"Ich wollte eigentlich schon zur Bank joggen, um mich auswechseln zu lassen", lachte Bader nach dem Spiel, "aber dann kam der Ball halt nochmal." Trainer des MSV, der erfahrene Taktikfuchs ohne Namen, hob nur kurz die Augenbraue und sagte trocken: "Dafür trainieren wir ja."

Grebenstein dagegen stand am Ende fassungslos da. 53 Prozent Zweikampfquote, mehr als genug Abschlüsse, dominantes Flügelspiel - und trotzdem null Punkte. "Manchmal denkst du, das Tor ist zugenagelt", murmelte Lankford, der beste Mann im roten Trikot.

Auch die Statistik erzählte eine kleine Ironie: Pampow hatte knapp mehr Ballbesitz (52,4 Prozent), aber weniger vom Spielgefühl her. Grebenstein presste, rannte, drückte, während Pampow clever lauerte und im richtigen Moment zuschlug. Eine Effektivität wie ein Schweizer Uhrwerk - und das in der Landesliga 26.

Als der Schlusspfiff kam, feierte Pampow, als hätte man die Meisterschaft gewonnen. Die Fans sangen, die Spieler tanzten, und Bader wurde mit einem Augenzwinkern zum "Bums-Bader" des Abends gekürt.

Trainer Pipa Po dagegen verschwand in den Kabinengang, schüttelte den Kopf und rief einem Journalisten zu: "Wir schießen nächste Woche einfach 22 Mal - vielleicht reicht’s dann!"

So bleibt Grebenstein trotz couragierter Leistung punktlos, während Pampow dank eines späten Doppelpacks seines Torjägers weiter oben anklopft. Manchmal ist Fußball eben kein Spiel der Gerechtigkeit, sondern eines der Kaltschnäuzigkeit - und die trug an diesem Abend eindeutig grün-weiß.

Kurz gesagt: Pampow machte aus wenig viel, Grebenstein aus viel wenig. Und irgendwo zwischen all dem lag der Reiz dieses herrlich unvernünftigen Spiels, das zeigt, warum Fußball immer wieder Spaß macht - selbst, wenn man Grebensteiner ist.

19.05.643993 15:28
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