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Eliteserien | 6. Spieltag | 16.08.26 | Bärum FB - Kattem IF 2:0 Schon nach drei Minuten prüfte Harri Uusimäki erstmals Kattems Torhüter Spiridon Kowaljow. Fünf Minuten später folgte der nächste Versuch des zentralen Mittelfeldspielers. Bärum spielte offensiv, aber nicht kopflos: Die Mannschaft von Savo Partizan suchte mit ausgewogenem Passspiel den Weg nach vorn und schoss bevorzugt dann, wenn die Gelegenheit tatsächlich nach Gelegenheit aussah. Eine im Fußball nicht völlig verbreitete Tugend. Kattem wirkte dagegen, als müsse man sich zunächst in aller Ruhe darauf einigen, wer eigentlich für Gefahr sorgen sollte. Raphael Schlegel sah bereits in der 11. Minute Gelb. Kurz darauf hatte Bärum weitere Möglichkeiten durch Duarte de Gogorza und Pedro Sa Pint. In der 18. Minute war es dann so weit: Uusimäki traf zur Führung. Sa Pint war an der Entstehung beteiligt - der Mittelfeldspieler vollendete damit eine frühe Drangphase, die sich längst nicht mehr als Zufall verkaufen ließ. "Wir wollten von Beginn an zeigen, dass wir nicht auf ein Geschenk warten", lautete in der fiktiven Rekonstruktion des Abends Uusimäkis passende Einschätzung. "Wir wollten selbst die Schleife darum binden." Ein Satz, der so gut klingt, dass er vermutlich auch in einer Pressemappe stehen könnte. Bärum blieb am Drücker. Nelson Allegri versuchte es mehrfach, Sa Pint ebenfalls, und kurz vor der Pause brachte sich Kattem mit dem ersten und einzigen Torschuss der gesamten Partie wenigstens statistisch ins Spiel. Ole Berntsen gab in der 40. Minute einen Versuch ab. Kowaljow durfte also einmal aufatmen; seine Vorderleute vermutlich weniger. Zur Halbzeit wechselte Partizan doppelt: Ernesto Niguez und Ivan de la Fuente machten Platz für Bertil Aagaard und Nikola Dordevic. Bärums Grundidee änderte sich dadurch nicht. Die Gastgeber blieben offensiv ausgerichtet, spielten weiter ausgewogen und suchten weiterhin die sichere Chance. Kattem fand auch nach dem Seitenwechsel kein Mittel, den Rhythmus des Gegners nachhaltig zu stören. Erik Bergdolmo sah in der 46. Minute Gelb - womöglich Kattems energischster Beitrag zur zweiten Halbzeit. Bärum erhöhte den Druck erneut. Niguez, Paulo Almeida, Carl Djalo und Laszlo Huszti tauchten mit Schüssen auf, während Kattem zusehends damit beschäftigt war, die Lücken zu zählen. In der 73. Minute fiel schließlich das zweite Tor: Nelson Allegri traf, vorbereitet von Huszti. 2:0 - und damit war die Angelegenheit im Grunde entschieden. Allegri hatte bereits zuvor mehrfach angeklopft. Irgendwann öffnet selbst die hartnäckigste Tür. "Nach dem zweiten Tor war die Aufgabe klar: konzentriert bleiben und nicht plötzlich anfangen, Fußballromane zu schreiben", hätte Trainer Savo Partizan am Spielfeldrand sagen können. Tatsächlich blieb Bärum sachlich. Kalman Hannich kam in der 74. Minute für Almeida, später folgten noch Versuche von Hannich und Niguez. Ivan de la Fuente sah in der 86. Minute Gelb, doch auch das änderte nichts mehr. Kattem blieb ohne weitere nennenswerte Antwort. Bärum gewann zudem knapp sechs von zehn Tacklings und kontrollierte das Spiel bis zum Schlusspfiff. Der 2:0-Erfolg war kein Spektakel mit Feuerwerk, aber ein sehr überzeugender Arbeitstag: zwei Tore, 22 Abschlüsse und ein Gegner, der nur einmal gefährlich wurde. Kurz gesagt: Bärum hatte den Ball etwas öfter, den Plan deutlich länger - und am Ende auch beide Tore. 16.08.2026 21:11 |
Sprücheklopfer
Heute hätte ich meine Sporttasche ins Tor stellen können, dann hätten wir zwei Stück weniger gekriegt.
Oliver Kahn nach dem 1:5 der deutschen Mannschaft gegen England