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Landesliga 7 | 20. Spieltag | 07.10.26 | SV Bavenstedt - Mönchengladbach 0:2 Die erste Halbzeit gehörte klar Mönchengladbach. Die Mannschaft von Trainer Luca Orlando ließ den Ball ruhig laufen, kombinierte geduldig und verlagerte das Spiel immer wieder auf die Außenbahnen. Adrian Gudmundsson eröffnete in der 7. Minute den Schussreigen, Thierry Gross versuchte es sieben Minuten später. Max Grimm prüfte die Bavenstedter Defensive in der 26. Minute, Francisco Postiga und erneut Grimm legten kurz vor der Pause nach. Bavenstedt stand tief, verteidigte mit großem Einsatz und hoffte auf den Moment, in dem ein langer Ball oder ein energischer Sprint die Ordnung des Gegners aufbrechen würde. "Wir wollten nicht nur zuschauen, wie Mönchengladbach Fußball spielt", soll ein Bavenstedter Spieler in der Pause gesagt haben. "Aber manchmal sah es leider ein bisschen so aus." Die Zahlen waren eindeutig: Mönchengladbach kam insgesamt auf 20 Torschüsse, Bavenstedt lediglich auf zwei. Beim Ballbesitz lag der Gast mit 52,7 Prozent nur leicht vorn, doch die Feldüberlegenheit war deutlich größer, als es diese knappe Differenz vermuten ließ. Auch in den Zweikämpfen hatte Mönchengladbach mit einer Quote von 57,5 Prozent die Nase vorn. Nach dem Seitenwechsel schaltete Orlando seine Mannschaft sichtbar auf Angriff. Die Gäste rückten offensiver auf, ohne ihre kontrollierte Spielweise aufzugeben. Bavenstedt blieb zwar ebenfalls offensiv ausgerichtet, fand aber zunächst kaum Entlastung. Vincent Benito und Thierry Gross zielten in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit noch vorbei oder scheiterten an der kompakten Defensive. Jörg Konrad wurde zur Pause durch Tomas Köhler ersetzt, später kamen Claus Vetter und Walter Held ins Spiel. In der 60. Minute fiel schließlich das 0:1. Sascha Petersen setzte sich auf der linken Seite in Szene und bediente Heidar Lindstrom. Der 17 Jahre alte Angreifer blieb offenbar so gelassen, wie man es von einem Spieler erwartet, der noch vor Kurzem Hausaufgaben hätte machen können, und vollendete zur Führung. "Ich habe den Ball gesehen und gedacht: Jetzt bitte keine komplizierte Lösung", wird Lindstrom zitiert. "Das hat ganz gut funktioniert." Bavenstedt reagierte. In der 65. Minute kam Jeno Weiskopf zum ersten gefährlichen Abschluss der Gastgeber, zwei Minuten später versuchte es Klaus Reiter. Es waren die seltenen Momente, in denen Mönchengladbachs Torwart Heinrich Esser nicht nur Zuschauer mit Handschuhen war. Die Partie blieb offen - zumindest theoretisch. In der 78. Minute machte Mönchengladbach den Deckel drauf. Wieder war Petersen der Vorbereiter, diesmal fand seine Zuspiel Claus Vetter. Der eingewechselte Angreifer traf zum 0:2 und belohnte den Aufwand der Gäste. "Wir haben lange auf den richtigen Augenblick gewartet", sagte Trainer Orlando nach dem Spiel. "Vielleicht sogar länger, als mir lieb war. Aber die Mannschaft ist ruhig geblieben." Für Bavenstedt blieb am Ende die Erkenntnis, dass Einsatz allein gegen einen derart schussfreudigen Gegner nicht genügt. Mönchengladbach kontrollierte das Spiel, verzeichnete zehnmal so viele Torschüsse und nahm verdient drei Punkte mit. Bavenstedt hatte lange tapfer die Tür zugestellt - nur leider den Schlüssel irgendwann selbst stecken lassen. 08.10.2026 06:47 |
Sprücheklopfer
Schach ist für mich neben Fußball der schönste Sport, weil es aufgrund der Figuren auch ein Mannschaftssport ist.
Felix Magath