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Bohemios Montevideo tanzt Fenix schwindelig - Cunha und MacGregor glänzen beim 3:1

Montevideo, 14. Januar 2026 - Ein lauer Sommerabend, 33.810 Zuschauer im Estadio Parque Central, und ein Spiel, das in den ersten Minuten bereits die Richtung vorgab: Bohemios Montevideo besiegte Capurro Fenix mit 3:1 und zeigte dabei Fußball, der an alte Glanzzeiten erinnerte - zumindest für die Fans der Bohemios.

Kaum hatten die Zuschauer ihr Mate aus der Thermoskanne nachgefüllt, da zappelte der Ball schon im Netz. In der dritten Minute sprintete Finlay MacGregor, der rechte Flügelmotor der Bohemios, an der Seitenlinie entlang, bekam den Ball von Lucas Onnington, zog kurz nach innen und schlenzte ihn trocken ins lange Eck. 1:0 - und das Publikum tobte, als hätte man gerade die Meisterschaft gewonnen. "Ich wollte eigentlich flanken", grinste MacGregor nach dem Spiel, "aber wenn der Ball so schön fliegt, beschwert sich keiner."

Doch wer dachte, Fenix würde sich in Schockstarre ergeben, irrte. Das Team von Trainer Andreas Kessler, offensiv wie immer über die Flügel eingestellt, suchte sofort den Weg nach vorn. In der 26. Minute belohnte sich der Gast: Der junge Luis Mendilibar steckte durch auf Sergi de la Sota, der eiskalt vollendete - 1:1. "Das war das, was wir trainiert hatten", behauptete Kessler später mit trotzigem Unterton. "Leider hat es nur einmal geklappt."

Denn Bohemios hatte an diesem Abend schlicht mehr Wucht, mehr Ideen - und vor allem Noe Cunha. Der bullige Linksaußen war kaum zu bremsen. In der 35. Minute legte MacGregor ihm präzise auf, und Cunha vollendete mit einem satten Schuss aus 14 Metern zur erneuten Führung. "Wir verstehen uns blind", meinte Cunha anschließend. "Ich laufe, Finlay flankt, der Rest passiert von selbst."

Mit 2:1 ging es in die Pause, und Trainer Flo Wirtz wirkte erstaunlich entspannt. "Wir haben’s im Griff", murmelte er in die Mikrofone, während er sich die Sonnenbrille zurechtrückte. Zwei Wechsel nahm er dennoch vor: de Freitas kam für Nani in der Innenverteidigung, und Postiga ersetzte Csizmadia auf links. "Frische Beine, keine Philosophie", erklärte Wirtz trocken.

Fenix hingegen kam mit wütenden Angriffen aus der Kabine. Zwischen der 47. und 54. Minute prüften de la Sota und Carreras mehrfach den Torhüter Leo Caviness, der allerdings einen dieser Tage erwischt hatte, an denen er scheinbar magnetische Handschuhe trug. "Ich hab einfach die Sonne geblendet", lachte er später.

Dann, in der 68. Minute, fiel die Entscheidung - und wieder hieß das Duo Cunha/MacGregor. Nach einem schnellen Gegenstoß passte MacGregor flach in den Strafraum, Cunha nahm den Ball direkt und traf zum 3:1. Der Jubel: ohrenbetäubend. Die Fans sangen, die Ersatzspieler sprangen, und Trainer Wirtz nickte zufrieden, als hätte er’s genau so auf die Taktiktafel gemalt.

Fenix versuchte es weiter, blieb aber blass. Die Statistik sprach am Ende eine klare Sprache: 14 Torschüsse für Bohemios, 11 für Fenix, 51,6 Prozent Ballbesitz für die Hausherren - ein ausgeglichenes, aber in den entscheidenden Momenten klar dominiertes Spiel. Die Gäste kassierten zudem die einzige Gelbe Karte des Abends: Michel Lupus sah sie in Minute 61, nachdem er den enteilten Erceg an der Seitenlinie rustikal stoppte. "Ich habe nur den Ball gesehen", verteidigte er sich, während die Fans höhnisch lachten.

Der Rest war Schaulaufen. Bohemios spielte den Ball sicher in den eigenen Reihen, das Publikum feierte jede gelungene Ballstafette, und Fenix fehlte am Ende schlicht die Kraft. Trainer Kessler wirkte nach Schlusspfiff ratlos: "Wir wollten offensiv spielen, aber Bohemios war einfach cleverer. Und Cunha - na ja, der war heute ein Monster."

Flo Wirtz dagegen konnte sich das Grinsen kaum verkneifen. "Ich hab den Jungs gesagt: Wenn ihr Spaß habt, kommt der Rest von allein. Offenbar haben sie mich wörtlich genommen."

Ein Abend also, der die Anhänger der Bohemios wieder träumen lässt - von der Tabellenspitze, von alten Zeiten, von der großen Fußballromantik in Montevideo. Und während die Flutlichter langsam erloschen, flüsterte ein Fan auf der Tribüne, halb im Scherz, halb im Glauben: "Wenn Cunha so weitermacht, brauchen wir bald ein neues Stadion."

Ein bisschen Übermut schadet ja nicht - zumindest nicht, wenn man 3:1 gewonnen hat.

18.06.643987 12:17
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Wer am Samstag nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle, der kann ja am Sonntag noch laufen.
Werner Lorant
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