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Bonner SC verliert nach starkem Start mit 1:3 gegen CD Denia

Champions League | Gruppenrunde - 6. Spieltag | 27.08.26 | Bonner SC - CD Denia 1:3

Es begann wie ein Fußballmärchen und endete wie ein schlecht gelaunter Wecker: Bonner SC führte am Donnerstagabend in der Champions-League-Gruppenrunde gegen CD Denia früh, musste sich vor 79.500 Zuschauern aber mit 1:3 (1:1) geschlagen geben. Die Mannschaft von Trainer Harry Kane hielt eine Halbzeit lang ordentlich dagegen, verlor nach der Pause jedoch zunehmend den Zugriff - und schließlich auch die Partie.

Der Bonner SC legte los, als hätte jemand in der Kabine den roten Knopf für "offensiv" gedrückt. Bereits nach fünf Minuten schlug Peter Kohut zu. Santiago Velazquez bereitete vor, Kohut vollendete als Mittelstürmer und ließ Torhüter Cesc Gama keine Gelegenheit, über die frühe Arbeitsbelastung zu klagen. Auf den Rängen brandete Jubel auf, irgendwo dürfte bereits jemand begonnen haben, den Spielbericht für die Vereinschronik zu formulieren.

Doch CD Denia blieb unbeeindruckt. Die Gäste kombinierten ruhiger, hielten den Ball länger und kamen immer wieder gefährlich vor das Tor. In der 19. Minute war es Florian Peltier, der nach Vorarbeit von Albert de la Fuente den Ausgleich erzielte. 1:1 - und plötzlich war aus dem Bonner Sturmlauf ein Spiel geworden, in dem die Spanier den Takt vorgaben.

"Wir wollten mutig beginnen, und das haben wir auch getan", sagte Harry Kane nach dem Abpfiff sinngemäß. "Leider war Mut heute nur die erste Hälfte des Plans." Der Satz klang, als hätte der Bonner Trainer seinem Team gern noch eine Gebrauchsanweisung für die zweite Hälfte mitgegeben.

Die Zahlen bestätigten den Eindruck: Denia hatte 57,15 Prozent Ballbesitz und gab 17 Torschüsse ab. Bonn kam auf neun Abschlüsse. Zwar suchten die Gastgeber in der Anfangsphase mit offensiver Ausrichtung und Schüssen aus allen Lagen ihr Glück, doch mit zunehmender Spieldauer wurden die Wege länger und die Gäste lästiger. Besonders Peltier beschäftigte die Bonner Defensive ausgiebig - offenbar mit dem ehrgeizigen Ziel, jedem Abwehrspieler persönlich bekannt zu werden.

Nach dem Seitenwechsel blieb Denia am Drücker. In der 65. Minute erzielte Peltier sein zweites Tor des Abends, diesmal nach Zuspiel von Yves Horst. Die Bonner versuchten zu reagieren, wechselten in der 59. Minute Javier Sousa für Marco Caneira sowie Vicente Izquierdo für Tiago Beto ein und brachten später Philippe Gauthier für Rui Eusebio. Doch der gewünschte Umschwung blieb aus.

Stattdessen erhöhte Christopher Paul in der 73. Minute auf 3:1. Wieder kam die Vorarbeit von Horst, wieder war die Bonner Abwehr einen Schritt zu spät. "Wir hatten den Ball nicht oft genug und die entscheidenden Momente nicht auf unserer Seite", ließ Mark Zander nach dem Spiel als treffende Zusammenfassung erkennen. Übersetzt aus der Fußballsprache: Denia war besser, Bonn war bemüht, und Bemühungen werden leider nicht auf der Anzeigetafel verbucht.

Für zusätzlichen Ärger sorgte Marco Caneira. Der Innenverteidiger sah in der 59. Minute Gelb und musste in der 85. Minute nach einer weiteren Verwarnung mit Gelb-Rot vom Platz. Manuel Morais hatte ebenfalls Gelb gesehen, aufseiten der Gäste wurde Nael Maniche verwarnt.

Bonner SC verabschiedete sich damit am sechsten Spieltag der Gruppenrunde mit einer 1:3-Niederlage aus einem Abend, der vielversprechend begonnen hatte. Das Publikum bekam vier Tore, Spannung und einen kleinen Einblick in die Tücken der Champions League. Nur das Happy End blieb aus - es hatte offenbar bereits für CD Denia reserviert.

28.08.2026 10:15
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Es gibt nur einen Ball. Wenn der Gegner ihn hat, muß man sich fragen: Warum!? Ja, warum? Und was muß man tun? Ihn sich wiederholen!
Giovanni Trappatoni
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