Football Today
+++ Sportzeitung für England +++

Boreham Wood verliert wildes Torfestival gegen Southampton mit 3:4

Premier League | 18. Spieltag | 05.10.26 | Boreham Wood - FC Southampton 3:4

38212 Zuschauer, sieben Tore und ein Spiel, das jede defensive Grundordnung höflich um Entschuldigung bat: Boreham Wood hat am 18. Spieltag der Premier League gegen den FC Southampton mit 3:4 (2:2) verloren. Die Gäste belohnten sich für 13 Torschüsse, die Gastgeber für 53,45 Prozent Ballbesitz - allerdings nicht immer mit der nötigen Konsequenz vor dem eigenen Tor.

Schon nach acht Minuten war klar, dass dieser Abend kein Freund vorsichtiger Gemüter werden würde. Boreham Woods Innenverteidiger Alexander Hamlin schaltete sich nach einem Zuspiel von Joel Greaves nach vorn und brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Ein Verteidiger als Torschütze - offenbar hatte sich die Hintermannschaft an diesem Abend vorgenommen, die Stürmer arbeitsrechtlich zu entlasten.

Southampton antwortete fünf Minuten später. Samuel MacArthur traf nach Vorlage von Billy Benett zum 1:1. Die Gäste spielten von Beginn an offensiv und schossen aus praktisch jeder Lage. Ihre taktische Vorgabe "aus allen Lagen draufhalten" war weniger ein Konzept als eine Lebenseinstellung. Henry Roades prüfte die Defensive mehrfach, während Benett ebenfalls immer wieder den Abschluss suchte.

In der 26. Minute schlug Boreham Wood zurück. Der erst 18-jährige Benjamin Kendall erzielte nach Vorarbeit von William Hiliard das 2:1. Für einen Moment sah es so aus, als könne Trainer Sven Schliffke seine Mannschaft mit einer Mischung aus Mut, Härte und jugendlicher Unbekümmertheit auf die Siegerstraße führen. "Wir wollten sicher auftreten", sagte Schliffke später. "Das ist uns beim Toreschießen gelungen. Beim Verteidigen hatten wir offenbar andere Vorstellungen von sicher."

Southampton ließ sich davon nicht beeindrucken. Henry Roades, der bereits zuvor mehrfach gefährlich aufgetaucht war, glich in der 36. Minute nach Vorlage von Kai Peter zum 2:2 aus. Es war ein logischer Zwischenstand in einer ersten Halbzeit, in der beide Mannschaften offensiv dachten und defensiv gelegentlich so taten, als sei das gegnerische Tor das eigentliche Problem.

Auf den Rängen wurde jede Aktion mit wachsender Lautstärke begleitet. "Wenn das so weitergeht, brauchen wir in der Pause neue Netze", soll ein Zuschauer in der Nähe der Haupttribüne gesagt haben. Der Satz war nicht völlig ernst gemeint - und wurde doch erstaunlich schnell zur passenden Spielanalyse.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Southampton den Druck. Die Gäste pressten nun aktiver, während Boreham Wood weiterhin offensiv ausgerichtet blieb. Das brachte Chancen, öffnete aber auch Räume. In der 74. Minute nutzte Alexander Roades einen dieser Räume und erzielte das 3:2 für Southampton. Der 17-Jährige belohnte damit einen Auftritt, der deutlich abgeklärter wirkte als das Alter auf dem Spielbericht vermuten ließ.

Boreham Wood gab sich nicht geschlagen. Die Gastgeber hatten insgesamt zehn Torschüsse, hielten den Ball häufiger in den eigenen Reihen und warfen in der Schlussphase alles nach vorn. In der 90. Minute gelang William Hiliard nach Zuspiel von Jay Winston tatsächlich der Ausgleich zum 3:3. Das Stadion tobte, die Ersatzbank sprang auf, und irgendwo dürfte bereits jemand begonnen haben, nach einem passenden Wort für "unverdient spannend" zu suchen.

Doch Southampton hatte noch eine Antwort - und zwar die denkbar grausamste für den Gastgeber. In der ersten Minute der Nachspielzeit traf der eingewechselte Theo Longfellow nach Vorlage von Billy Benett zum 4:3. Die Gäste hatten damit das letzte Kapitel geschrieben, während Boreham Wood nur noch feststellen konnte, dass Ballbesitz leider keine Punkte produziert, sondern zunächst nur Hoffnung.

"Wir waren mutig, aber manchmal mutig bis zur Naivität", bilanzierte Boreham-Wood-Trainer Sven Schliffke. Southampton-Coach Michael Böning lobte seine Mannschaft: "Wir haben auch nach dem 3:3 weitergespielt. Das war kein Abend für Sicherheitsfußball."

So blieb Boreham Wood trotz 53,45 Prozent Ballbesitz und drei eigenen Treffern ohne Lohn. Southampton nahm dank besserer Chancenverwertung und 13:10 Torschüssen drei Punkte mit. Ein Fußballabend wie ein schlechter Krimi: spannend bis zur letzten Seite - und für die Gastgeber mit dem falschen Täter im falschen Moment.

05.10.2026 22:04
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Grundsätzlich muss man sich überlegen, ob man dann weitermacht. Aber ich lasse mir da Zeit, ich denke da kurzfristig.
Rudi Völler nach dem 1:5 gegen England
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager