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Premier League | 11. Spieltag | 27.09.26 | Bristol Pirates - Margate Reds 8:4 Dabei begann der Abend aus Sicht der Pirates denkbar unerquicklich. Nach gerade einmal vier Minuten traf Christiano Meireles für Margate zum 1:0. Die Gäste hatten zuvor bereits einen Torschuss abgegeben und damit deutlich gemacht, dass sie ihre taktische Vorgabe "aus allen Lagen schießen" durchaus ernst nahmen. Auf der Tribüne soll ein Zuschauer gerufen haben: "Das wird heute entweder historisch oder sehr teuer für die Stadionreinigung." Bristol antwortete prompt. In der achten Minute glich Dimas Assis nach Zuspiel von François Donckers aus. Uwe Merkel drehte die Partie fünf Minuten später, Tiago Ordonez erhöhte in der 17. Minute auf 3:1. Als Assis in der 21. Minute nach Vorlage von Merkel seinen zweiten Treffer erzielte, wirkte die Angelegenheit bereits entschieden - ein gefährlicher Zustand in einem Spiel, das offenbar jede Form von Ruhe persönlich beleidigte. Margate dachte jedoch nicht daran, die Einladung zur offenen Feldschlacht abzulehnen. William Lansbury verkürzte in der 25. Minute auf 2:4 und legte kurz vor der Pause noch das 3:5 nach. Zwischenzeitlich hatte Bristol mit 5:3 geführt, was weniger nach einer Halbzeitbilanz als nach dem Ergebnis eines besonders ambitionierten Trainingsspiels klang. "Wir wollten kompakt stehen", sagte Margates Trainer Ata Lameck später sinngemäß. "Das hat ungefähr bis zum Anstoß funktioniert." Bristol blieb seiner offensiven Ausrichtung treu, spielte ausgewogen nach vorn und suchte eher sichere Abschlüsse. Die Reds dagegen agierten mit langen Bällen, hohem Pressing und der charmanten Idee, einfach möglichst oft auf das Tor zu schießen. Das Ergebnis: Margate kam insgesamt auf zehn Torschüsse, Bristol sogar auf 15. Beim Ballbesitz lagen die Pirates mit 53,24 Prozent nur knapp vorne. Es war also kein erdrückender Heimsieg, sondern ein höchst effizienter Schlagabtausch - mit bemerkenswert wenig Interesse an defensiver Selbstbeschäftigung. Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur zwei Minuten, bis Jacek Majewski zum 6:3 traf. Meireles brachte Margate in der 49. Minute noch einmal auf 4:6 heran, doch die Hoffnung der Gäste hielt exakt eine Minute. Silvestre Makukula stellte den alten Abstand wieder her, bevor Ordonez in der 53. Minute mit seinem zweiten Treffer das 8:4 erzielte. Danach wurde zwar weiter geschossen, aber nicht mehr getroffen. Der Fußballgott hatte offenbar genug Unterhaltung geliefert. Auch abseits der Tore blieb es lebhaft. Margates Jacinto Alvaro sah in der 33. Minute Gelb, Bristol-Verteidiger Jamie MacPherson folgte neun Minuten später. MacPherson wurde zur Halbzeit verletzungsbedingt durch Leandro Hermenegildo ersetzt; später wechselten beide Trainer weiter durch. Margate brachte unter anderem Ferenc Sztani, Joshua Ludwig und Nelio de Vivar, während Bristol mit Albin Bruun und Daniel Duran frische Kräfte schickte. "Acht Tore zu schießen ist schön", sagte Bristol-Coach Phi Ung angeblich mit der Gelassenheit eines Mannes, dessen Mannschaft gerade vier Gegentore kassiert hatte. "Aber vier zu bekommen, hält die Besprechung am Montag angenehm lang." Die Pirates gewinnen damit ein denkwürdiges Spiel am 11. Spieltag. Margate bleibt immerhin die Erkenntnis, dass vier Treffer auswärts normalerweise für einen Punkt reichen könnten. In Bristol reichten sie nicht einmal für gepflegte Nervosität. 27.09.2026 21:36 |
Sprücheklopfer
Grundsätzlich muss man sich überlegen, ob man dann weitermacht. Aber ich lasse mir da Zeit, ich denke da kurzfristig.
Rudi Völler nach dem 1:5 gegen England