Jornal do Brasil
+++ Sportzeitung für Brasilien +++

Campina Grande verspielt Sieg: Palmeiras rettet sich zum 2:2

Serie A | 1. Spieltag | 17.09.26 | Campina Grande - Palmeiras SP 2:2

Was für ein Auftakt in der Serie A: Campina Grande und Palmeiras SP trennten sich am 1. Spieltag 2:2 - ein Ergebnis, das sich für die Gäste wie ein Sieg anfühlte und für die Hausherren wie eine höflich verpackte Katastrophe. 32.034 Zuschauer sahen ein Spiel, das erst nach Fußball aussah und am Ende eher nach einem Drehbuch, dessen Autor plötzlich Überstunden machen musste.

Dabei begann der Abend mit Tempo. Kaum war der Anstoß um 20 Uhr verklungen, flogen die ersten Bälle in Richtung Tor. Campina Grande suchte über die Flügel den Weg nach vorn, Palmeiras hielt mit mutigem Abschlussverhalten dagegen. Die Gäste schossen in der 1. und 4. Minute, Campina Grande antwortete mit Chancen von Louis Cascarino, Liam Sterling und Maurice Barre. Die Torhüter bekamen früh Gelegenheit, sich warm zu halten - oder sich zumindest darüber zu wundern, warum niemand im Mittelfeld auf die Idee kam, den Ball einmal länger zu behalten.

In der 11. Minute schlug Palmeiras zu. Rafael Mino bediente Vicente Quaresma, der von links kommend zum 1:0 traf. Quaresma hatte zuvor bereits zweimal den Abschluss gesucht und offenbar beschlossen, dass beim dritten Versuch nun genug der Demokratie sei. Palmeiras führte, obwohl Campina Grande mehr Ballbesitz hatte und den größeren Aufwand betrieb.

"Wir wollten selbstbewusst starten. Das haben wir getan - vielleicht ein bisschen zu selbstbewusst für unsere Nerven", sagte Campina-Grande-Trainer Tobias Wassermann später. Sein Team blieb offensiv, schob weiter über die Außen und kam noch vor der Pause zu mehreren Möglichkeiten. Allein Sterling tauchte wiederholt gefährlich auf, während Cascarino aus dem zentralen Mittelfeld immer wieder Maß nahm. Doch Palmeiras verteidigte den Vorsprung bis zur Halbzeit.

Wassermann reagierte zur Pause gleich dreifach. Ghalib Wahbi kam für Sterling, Jean-Pierre Dumont ersetzte Andrew Millington, und Caio Vaz übernahm die linke Abwehrseite von Detlev Voss. Eine Halbzeitansprache mit Wirkung: In der 46. Minute erzielte Wahbi nach Vorarbeit von Nael Alves den Ausgleich zum 1:1. Kaum war der zweite Durchgang angepfiffen, war die Partie wieder offen - ein Umstand, den sich die Zuschauer vermutlich gewünscht hatten, die Trainer aber aus Gründen der Lebensdauer ihrer Herzen eher nicht.

"Ich dachte kurz, der Ball sei noch unterwegs und hätte sich verfahren", scherzte Wassermann. "Dann lag er im Netz. Das war deutlich angenehmer."

Campina Grande blieb die aktivere Mannschaft. Insgesamt gab der Gastgeber 21 Torschüsse ab, Palmeiras kam auf 18. Auch beim Ballbesitz lag Campina Grande mit 57 Prozent vorn. Die Gastgeber kombinierten geduldig, suchten den Abschluss aber nicht aus jeder beliebigen Entfernung. Palmeiras dagegen blieb seinem direkteren Stil treu: Schießen, sobald sich eine Lücke auftat - zur Not auch dort, wo andere noch über einen Pass nachdenken.

In der 75. Minute wurde der Druck belohnt. Maurice Barre legte für Foma Klimowitsch auf, der Campina Grande mit 2:1 in Führung brachte. Im Stadion wuchs die Zuversicht, auf der Palmeiras-Bank vermutlich der Bedarf an Beruhigungsmitteln. Palmeiras-Trainer Juan Dos Reis reagierte offensiv, brachte unter anderem Carlos Miguel und Mason Cromwell und stellte seine Mannschaft in der Schlussphase deutlich offensiver auf.

Der Plan war riskant, aber erfolgreich. In der Nachspielzeit, in der 92. Minute, traf Vitorino Tiago nach Zuspiel von Carles Meira zum 2:2. Die Gäste jubelten, als hätten sie gerade einen Pokal gewonnen. Campina Grande stand dagegen da wie jemand, der an der Kasse merkt, dass der Geldbeutel noch zu Hause liegt.

"Wir haben nie aufgehört, daran zu glauben", sagte Dos Reis. "Und ja, der Zeitpunkt war nicht schlecht." Eine bemerkenswert nüchterne Beschreibung eines Treffers, der den Gastgebern zwei Punkte aus der Tasche zog.

So endet ein spektakulärer erster Spieltag mit einer Punkteteilung, die beiden Mannschaften Mut machen dürfte - Palmeiras wegen der Moral, Campina Grande wegen der Leistung. Nur die Uhr dürfte in Campina Grande künftig mit besonderem Misstrauen betrachtet werden.

17.09.2026 20:40
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Wir haben das Dach der Arena jetzt extra so eng gebaut, dass er nicht mehr durchkommt.
Rudi Assauer über die Fallschirmlandungen von Jürgen Möllemann
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager