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Cavaliers wirbeln Astros durcheinander - Boulanger trifft doppelt beim 3:1

Los Angeles - 42.852 Zuschauer im sonnendurchfluteten AstroDome hatten sich am Mittwochabend mehr erhofft. Die Los Angeles Astros wollten zum Auftakt der neuen Saison in der 1. Liga USA eigentlich ein Feuerwerk zünden. Heraus kam allerdings ein Strohfeuer, das von den cleveren Cleveland Cavaliers rasch gelöscht wurde. 1:3 hieß es am Ende - ein Ergebnis, das so eindeutig war, wie es die Statistik belegte: 19 Torschüsse für die Gäste, ganze vier für die Hausherren.

"Wir waren in der ersten Hälfte schlicht zu höflich", knurrte Astros-Kapitän Tim Roth später. "Wir haben sie spielen lassen - und die haben’s dankend angenommen."

Schon nach 15 Minuten klingelte es erstmals im Kasten von Evan Clancy. Vincent Boulanger, der rechte Wirbelwind der Cavaliers, nahm eine flache Hereingabe seines Teamkollegen Sébastien Van Broeck direkt - zack, 0:1. Der Jubel im Gästeblock war laut, aber noch lauter war das ungläubige Raunen der heimischen Fans: So leicht darf man sich doch nicht überrumpeln lassen!

Die Astros wirkten geschockt, fanden keinen Rhythmus. Während sie noch versuchten, den Ballbesitzwert von fast 49 Prozent irgendwie in Chancen umzumünzen, legten die Cavaliers nach. In der 40. Minute zirkelte Vitor Benitez den Ball nach Vorarbeit von Rechtsverteidiger Eduardo Eximenonis präzise ins rechte Eck - 0:2, und Coach Alex Rosin grinste an der Seitenlinie zufrieden in den Abendhimmel. "Wir haben einfach gemacht, was wir trainiert haben: laufen, passen, treffen", sagte er später trocken.

In der Pause herrschte in der Kabine der Astros angeblich "ordentlich Zugluft", wie ein Betreuer mit ironischem Unterton verriet - Trainername wurde keiner genannt, aber die Wände dürften gezittert haben.

Nach Wiederanpfiff bemühten sich die Gastgeber redlich, ohne allerdings gefährlich zu werden. Morgan Rushton prüfte Gästetorwart Dejan Markovic in der 74. und 92. Minute mit zwei Distanzschüssen - mehr als ein Achtungszeichen war das nicht. Auf der Gegenseite spielten die Cavaliers mit Routine und Witz. In der 72. Minute war es wieder Boulanger, der nach feiner Vorarbeit des unermüdlichen Van Broeck das 0:3 markierte. "Den muss man machen", grinste Boulanger später - und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: "Sonst spricht Rosin wieder drei Tage französisch mit mir, und das versteht keiner."

Immerhin: Ganz ohne Trostpflaster blieb das Publikum nicht. In der 83. Minute gelang Morgan Rushton nach einem energischen Solo der Ehrentreffer zum 1:3. "Ich wollte wenigstens zeigen, dass wir noch leben", sagte der Stürmer, der damit wenigstens für einen kurzen Moment Jubel ins weite Rund brachte.

Die letzten Minuten verstrichen ohne große Aufregung. Cleveland kontrollierte das Spiel mit stoischer Gelassenheit, während die Astros zwar liefen, aber selten ankamen. Ballbesitz knapp ausgeglichen, aber Zweikampfquote klar zugunsten der Gäste (57 zu 43 Prozent) - das passte zum Eindruck: Die Cavaliers waren einfach wacher, strukturierter, gefährlicher.

"Wir haben heute Lehrgeld bezahlt", meinte Astros-Mittelfeldmann Samuel Lansbury. "Aber lieber am ersten Spieltag als am letzten."

Auch Coach Rosin zeigte sich zufrieden, aber nicht euphorisch: "Ein guter Start, mehr nicht. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen - auch die Astros, wenn man sie lässt."

Während die Cavaliers also mit drei Punkten und breitem Lächeln in die Nacht von Los Angeles verschwanden, blieben die Astros ratlos zurück. Die Fans verabschiedeten ihr Team mit höflichem Applaus - wohl in der Hoffnung, dass es beim nächsten Mal mehr Astro-Glanz als Astro-Staub zu sehen gibt.

Ein älterer Zuschauer auf der Tribüne brachte es auf den Punkt: "So nett wie die gespielt haben, hätten sie gleich Blumen verteilen können." Sarkasmus als Selbstschutz - typisch Los Angeles.

Fazit: Cleveland war cleverer, kühler und schlicht besser. Die Astros müssen sich steigern, wenn sie in dieser Saison nicht nur Statistenrolle spielen wollen. Doch wer weiß - manchmal entsteht aus einer Bruchlandung ja erst der nötige Schub zum Abheben.

22.03.643997 09:34
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Was soll ich mit den Spielern reden, ich bin doch kein Pfarrer.
Werner Lorant
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